Samstag, 23. Januar 2016

15.-22.01.2016 - Es geht bergab - aber nur auf Skiern! ;-)

Hurra - endlich wieder Urlaub! Zusammen mit Lutz und Nicole stand erneut eine Woche Heiligenblut auf den Kalender, denn nach dem erfolgreichen und schönen Urlaub im letzten Jahr hatten wir uns für eine Wiederholung entschieden. Donnerstag abend um 22.30 wurde ich zu Hause eingesammelt und dann ging es auf die Bahn Richtung Österreich. Gut 1.160 km lagen vor uns und zum Glück fuhren wir vor dem angekündigten Wintereinbruch weg, der Schneefall setzte erst hinter uns ein. Lutz wurde von Bjarne Mädel "Rote Grütze mit Schuss" vorgelesen und so brachte er uns gut und sicher durch die Nacht. 

FREITAG, 15.01.2016
Gegen 9.30 Uhr kamen wir leicht müde aber gutgelaunt in Heiligenblut an. Kurz vor dem Ziel war auf Lutz' Wagen noch ein anderes Fahrzeug ganz leicht aufgerutscht, doch zum Glück wurden weder Personen verletzt noch Gegenstände beschädigt. Wir bezogen dann im Gasthof Sonnblick unser Appartement, tranken noch einen Kaffee und machten uns auf den Weg in den Ort um unseres Ausstattung auszuleihen.

Erst holten wir uns Skipässe, dann sollte die Ausrüstung zusammengestellt werden. Während Lutz und Nicole recht schnell Skistiefel fanden, liess ich mir Zeit. Selbst das 3. Paar saß noch nicht richtig, erst drückte es, dann hatte es zu viel Spiel... Nun ja, ich wollte es dann aber wenigstens mit dem 3. Paar ausprobieren und im Zweifelsfall später nochml tauschen, wenn es denn gar nicht gehen sollte. Dann ging es weiter mit den Skiern und ich wollte auf dem Handy kurz ein Foto raussuchen, dass das Modell vom letzten Jahr zeigte. Dabei fand ich auch ein Foto der Skistiefel, die ich 2015 hatte und siehe da, genau dieser Stiefel stand doch noch im Laden und so konnte auch wunderbarerweise sowohl auf die Ski als auch auf die Stiefel vom letzten Jahr zurückgreifen. Perfekt!

Von dort fuhren zum "Idiotenhügel", der hier ja freundlicherweise "Schulwiesn" heißt und probierten uns dort ein wenig aus. Die Skier liefen gut, wir hatten Spaß und beschlossen, auf den "richtigen" Berg zu fahren. Gesagt, getan - auch dort hatten wir Spaß und konnten die Müdigkeit etwas aus den Beinen schütteln. Spannend war jedoch die Streckenführung in der Viehbühel, denn kaum aus dem Lift geklettert, wussten wir nicht mehr so recht, wo es langging. Lutz setzte testweise einen Ski auf den Schnee und als der fast bis zum Knie einsackte, wussten wir immerhin, dass da nicht die Piste sein konnte. Wir suchten uns dann einen Weg, der einigermaßen befahrbar war und fuhren anschließend die Strecke gleich nochmal. Irgendwann ließ dann die Kraft nach und so fuhren wir runter zur Talstation. Kein Wunder, dass wir müde waren, waren wir doch mehr oder weniger die Nacht durchgefahren. Also ging es ab in den Gasthof und erinnerten uns daran, wie wohltuend so eine heiße Dusche sein kann und genossen anschließend das Abendessen. Mit Mühe und Not hielten wir uns dann noch bis 21.00 Uhr wach, ehe wir wie Steine in die Betten fielen.

SAMSTAG, 16.01.2016
Ich fasse mich kurz - wenigstens in der "Tageszusammenfassung". Interessant wurde es erst am Abend. ;-)
Also: Frühstück / Skibusfahrt / Skilauf / Mittag / Skilauf / Talfahrt / Skibusfahrt / Duschen / Abendessen
An sich wollten wir nach dem Abendessen nur noch ein bisschen chillen und dann entspannt ins Bett gehen - doch auf dem Kalender stand DAS Highlight des Winters: Das "Heiligenbluter Musikfest" mit Livemusik im Dorfsaal. Nicht einmal Lutz, der gefühlt seit 100 Jahren hierher in den Sommerurlaub fährt, wusste, wo dieser Saal ist. Doch das liest sich ja herausfinden. Wir dackelten also zu Fuß in den Ort und gingen in den Dorfsaal. Dort war der Höhepunkt des Musik-Festivals, ein bunter Abend mit 3 lokalen Musikgruppen stand an und natürlich mussten wir uns das anschauen. Entgegen der Ankündigungen erwartete uns allerdings nur Volksmusik wie z.B. "Der alte Jäger" oder "Dem Land Tirol die Treue"  und das konnten wir nur kurzzeitig hören. Jedes Mitglieder unserer Reisegruppe ist Ü40 - aber wir haben den Altersdurchschnitt bei der Veranstaltung noch gesenkt. Dann haben wir versucht, uns mit Radler & Willi an die Schönheit der Musik heranzuarbeiten - das allerdings klappte nicht, da die Servicekraft zu langsam war. ;-) Also tranken wir schnell aus und begaben uns in die Mühle, die örtliche Cocktailbar - Red Flirt, Red Kiss, Cuba Libre - und auf speziellen Wunsch eines einzelnen Gastes *räusper* ertönte dort auch nochmal "Der alte Jäger".
Von dort ging es zu Fuß zurück zum Sonnblick - den Weg über dribbelten und schossen wir mit herumiegenden Eisbrocken - und die Zeit verging trotz der Eiseskälte wie im Fluge. Und ich hatte unterwegs sogar noch Zeit, einem Schneemann den Kopf zu verdrehen - oder hab ich ihm vielleicht doch das Genick gebrochen???

SONNTAG, 17.1.2016
Der Tag startete mit einem entspannten Frühstück und dann ging es mit dem Skibus ab zur Piste und hoch auf den Berg.
In der Viehbühl war es wolkig und kalt - aber in der Fleiss schien trotz der fiesen Minusgrade die Sonne. Herrlich! Also verbrachten wir unseren Tag in der Fleiss. Nach Abfahrt ins Tal mussten wir noch die Wartezeit auf den Skibus überbrücken und so gingen wir über die Straße in die Hirschenbar. Nach einem Blick auf die Karte frage ich die Bedienung "Was ist denn Heißer Olaf?" und bekam die Anwort "Das ist heißer Baileys mit Sah..." - "JUPP - nehmen wir, 3x bitte"
Olav wird vor unseren Augen zubereitet und wir sind verliebt in diesen kleinen, süßen Burschen. ;-) 
Yammi, ist das lecker. Unsere Reisegruppe ist komplett, wir haben unseren Urlaubsbegleiter gefunden. ;-) 

MONTAG, 18.1.2016
Eigentlich das gleiche Programm wie immer: Aufstehen - Frühstücken - Anziehen - Pferde auf der Nachbarweide begrüßen
 - Skibus - Skifahren ....
Es herrschte strahlender Sonnenschein, perfektes Wetter auf der Viebühl und der Fallbichlabfahrt. Und weil es so gut läuft, so viel Spaß macht und das Wetter so gut ist, wagen wir Flachlandtiroler uns einfach mal an die Kärntenabfahrt zur Mittelstation. Tatsächlich, das lief. :-)  Bei der Mittagspause stellten wir erfreut fest, dass Sepp & seine Crew vom Restaurant im Panorama-Restaurant auch heißen Baileys mit Sahne können.... okay, der hieß da (noch) nicht "Heißer Olaf" und der Mini-Oreo fehlte auch - aber lecker war es trotzdem. Einer geht noch.... ;-)

Am Ende des Tages haben wir lt. Sportstracker insgesamt knapp 25 km absolviert  (jaha, inkl. Liftstrecken) - Höchstgeschwindigkeit demnach 121 km/h .... ich hatte echt keine Idee, woher diese Zahl stammen könnte, aber es las sich doch beeindruckend, also schenkten wir dem doch mal Glauben.  ;-)
Abfahrt ins Tal - Wartezeit mit Olaf - Skibus - Duschen - Abendessen - Chillen - ab ins Bett.

DIENSTAG, 19.01.2016
Frühstück - Skibus - Abfahrt bei strahlendem Sonnenschein

Wir waren gut unterwegs - knapp 30 km hatten wir abends auf dem Zettel, allerdings lag die Höchstgeschwindigkeit nur bei 60 km/h. Das war ja nix....  erschien ins aber doch etwas realistischer als die Zahlen vom Vortag. ;-)
Und während wir den Tag Revue passieren ließen, kam aus dem Stubaital von Lieblings-Memme die Nachricht, dass er sich beim Skiläufen eine Rippe gebrochen hätte ... Ups. Passend dazu - nur eben ein bisschen spät, erreichte mich eine WhatsApp-Nachricht von meinem Bruder:
-> WWW.RUTHE.DE <-
Schlechtes Timing - aber dennoch sehr lustig. Ich beschloss auf jeden Fall, spätestens ab jetzt, nur noch im Stand umzufallen und nicht mehr bei voller Fahrt, denn sicher ist sicher. Und was soll ich sagen: Das hat geklappt! ;-)

Unser Tag war super, hatte aber uns körperlich aber durchaus gefordert. Nach einem kurzen Abstecher zu Olaf brachte uns der Skibus in den Sonnblick und ich war echt kaputt.
Nach dem Abendessen hatte Lutz uns aber im Kärtner Hof auf einen kurzen Besuch angemeldet - frühschlafen gehen war also nicht. Trotzdem war der Abend sehr nett - und als wir nach dem einen oder anderen Willi den Heimweg zu Fuß antreten wollten, bot Wirtin Marietta uns an, uns kurz rumzufahren. Draußen waren -12° - wir mussten nicht lang überlegen. ;-)

MITTWOCH, 20.01.2016
Späteres Frühstück, späterer Skibus - wolkenverhangene, vernebelte Sicht auf dem Gipfel. Die Pisten in der Fleiß waren vereist, auf der Viebühel hatte es geschneit und die Sicht war auch nicht gut, die Kontraste waren schwer zu erkennen. Hmmmm.
Wir überlegten, ob wir schon ins Tal fahren sollten, beschlossen aber, erstmal im Panorama-Restaurant bei Sepp eine Pause zu machen und abzuwarten. Olaf leistete uns quasi unaufgefordert Gesellschaft. Kellnerin Chrissi lachte über den norddeutschen Ausspruch "Ein guter Bauer erkennt seine Schweine am Gang", wusste aber sofort, was wir meinten.
Nach der Pause klarte das Wetter wunderbarerweise auf und die Sonne kam raus. Alles richtig gemacht, denn so sah das ja gleich viel besser aus. Wir düsten wieder auf die Piste und hatten abends knapp 25 km auf der Uhr - und schnell waren wir.... 104 km/h sollen es gewesen sein. Nein, das konnte ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Es sei denn, das Handy, das sich in meiner Tasche befinden hatte, hätte die Geschwindigkeit von Lutz' gemessen, der versucht hatte, die Fallbichl-Abfahrt auf dem Bauch zu machen. Zum Glück war - abgesehen von einem Schrecken und einem verlorenen Skistock, der ums Verrecken nicht wieder aufzufinden war - nichts passiert.
Wir nahmen nach einem kurzen Zwiegespräch mit Olaf wieder den Skibus, holten am Kärtener Hof Lutz' Auto ab, kehrten noch auf einen kurzen Kaffee ein und freuten uns dann auf die Dusche. Schon toll, wenn da so richtig heißes Wasser aus der Wand kommt. :-D
Nach dem Abendessen gaben wir uns noch 2 Runden Dominion und fielen dann todmüde ins Bett. Macht einen jetzt das Skilaufen so müde? Oder ist es dir viele frische Luft? Oder die Kombination aus beidem?

DONNERSTAG, 21.01.2016
Tatsächlich schon unser letzter Skitag...  die Zeit ist wieder wie im Flug vergangen. Aber das Wetter meinte es gut mit uns, die Sonne strahlte, keine Wolke war am Himmel zu sehen. Mehr ging nicht - auch wenn wieder ein eisiger Wind ging und wir uns vermummen mussten.

Am Donnerstag war endlich auch der Sessellift in der Fleiß in Betrieb, das Pistenteam hatte gemacht und getan, um die Piste zu präparieren. Mit Erfolg! Dennoch starteten wir zum eingrooven am Viehbühel und machten dann eine letzte Pause bei Sepp ehe wir uns in die Fleiß begaben.
Ja, die Abfahrt in der Fleiß war befahrbar - aber vom Idealzustand noch weit entfernt. Die Piste war recht schmal, aber dennoch kamen wir fast unfallfrei unten an. Diesmal war es Nicole, die auf der Schrägen das Gleichgewicht verlor und sich ihren 2. Ski angeln musste. Auch hier war zum Glück außer einem Schrecken nichts passiert. Den Rest des Nachmittags verbrachten wir dennoch wieder auf der Viehbühel-Abfahrt. Von dort fuhren wir ins Tal, gaben unsere Ski-Ausrüstung ab, verabschiedeten uns von unserem süßen Freund Olaf und nahmen den Skibus zum Sonnblick. Hach, ein herrlicher Tag!
Nach dem Abendessen mussten wir dann leider schon unsere Taschen packen. Bei ein paar Runden Dominion ließen wir dann nach dem Essen den Abend entspannt ausklingen.

FREITAG, 22.1.2016
Heimfahrt - wir passierten bei strahlendem Sonnenschein, blauem  Himmel und tollem Panorama die letzten Berge und kamen vor dem großen Eisregen wohlbehalten zu Hause an. Hach.... schön war's - genau wie der Urlaub.

Danke Lutz! Danke Nicole!
Bis zum nächsten Mal! :-)






Sonntag, 10. Januar 2016

09.01.2016 - Ach menno... Bremerhaven war kein gutes Pflaster für uns :-(

Endlich wieder Game-Day! Ich habe immer noch das Gefühl, dass die Saion 15/16 gar nicht richtig in Schwung kommt. Das letzte Training, bei dem wir eine ganze Eisfläche für uns hatten, war am 15.12. und unser letztes Spiel am 19.12. - in der Zwischenzeit hatten wir in Hamburg lediglich 2 Eiszeiten, die wir uns mit der 3. Herrenmannschaft des HSV teilten. Immerhin - und die Trainingsspiele mit den Heren machen ja auch Spaß und bringen uns was. Befriedigend ist die diesjährige Eiszeiten-Situation trotzdem nicht, ganz im Gegenteil: Wir zahlen den vollen Vereinsbeitrag und bekommen nur noch die Hälfte der Trainingszeiten... das nervt massiv! 

Aber am gestrigen Samstag durften wir dann aber auch endlich mal wieder spielen. Um 20.00 Uhr sollte das Spiel in Bremerhaven beginnen. Bei der Abfahrt in Hamburg klappte alles reibungslos, die Autobahnen waren frei und so kamen wir (sehr) rechtzeitig an der Halle an. Lediglich Fenja sollte sich wg. eines kleinen Zwischenfalls auf der Strecke etwas verspäten, doch dazu später mehr. Wir bezogen unsere Kabine und natürlich wurde uns die Aufstellung wieder auf der Magnettafel wieder ab prominenter Stelle präsentiert. Leider hatte es im Vorfeld einige krankheitsbedingte Absagen gegeben, so dass wir mit relativ kleinem Kader antraten:
Als wir zum Aufwärmen auf das Eis gingen, fehlte Fenja noch - sie hatte uns aber mitgeteilt, dass sie bald da sein würde. Doch als wir wieder vom Eis kamen, war ihr Platz in der Kabine noch immer leer. Entsprechend gaben unsere Trainer Instruktionen, dass wir dann erstmal mit 2 Mittelstürmern spielen würden und auf das 3 Reihen-System umstellen, wenn Fenja da wäre. Kurz bevor wir wieder auf das Eis mussten, öffnete sich die Kabinentür und Fenja stürmte hinein. Hurra - jetzt musste sie sich nur noch blitzschnell umziehen und uns auf das Eis folgen.
Wir mussten auf jeden Fall schon mal vorgehen und machten uns zur "Torbeschwörung" bereit. Allerdings fiel mir dann auf, dass sich im Tornetz direkt am Pfosten ein großes Loch befand, durch das sich die Kelle meines Schlägers komplett schieben liess. Und wenn da schon meine Kelle durchpasst, hätte da auch locker ein Puck von der Seite durch das Netz ins Tor rutschen können. Nö, das gefiel mir ganz und gar nicht. Also wurden die Schiedsrichter (die die Tornetze ja vor dem Spiel immer kurz kontrollieren müssen) auf das Loch hingewiesen und mussten reagieren. Es dauerte dann tatsächlich noch, bis der Eismeister ein paar Kabelbinder gereicht und die SR diese fachgerecht angebracht hatten. 
  
Kurz bevor die Reparatur abgeschlossen war, kam Fenja dann auch auf das Eis und so konnten wir wie geplant mit 3 Sturmreihen agieren. Hurra - und nein, wir haben das Tornetzt nicht mutwillig beschädigt, wir hatten einfach etwas Glück. ;-)
Das Spiel begann - allerdings hatte die Verzögerung anscheinend eher unsere Konzentration gestört als die des Gegners. Bremerhaven gewann das erste Bully, stürmte auf unser Tor und *zack* der erste Schuss landete direkt hinter mir im Tor. Ein Alleingang, platziert über die Fanghand in den Winkel geschossen - für Aussenstehende muss das gut ausgesehen haben. *Uffz* Das war ja mal nix - gerade mal 39 Sekunden waren da gespielt. Kein guter Start - aber wir hatten ja noch Zeit um diesen Fehler auszumerzen. Das Spiel wurde dann offener, aber so richtig gut spielten wir nicht. Wir kamen nicht ins Spiel, schlichen behäbig über das Eis, spielten ungenaue Pässe, die Zuordnung zu den Gegenspielern stimmte nicht - das war überhaupt kein Vergleich zum letzten Spiel gegen Altona. Dennoch fielen in dem Drittel keine weiteren Tore und mit dem 0-1-Rückstand ging es in die erste Pause.

Auch im 2. Drittel bot sich den Zuschauern zunächst ein ausgeglichenes Spiel. Trotz einer gut stehenden Bremerhavener Deckung, die den Mädels vor dem gegnerischen Tor wenig Platz ließ,  hatten wir einige Torchancen, aber die Schüsse waren einfach zu ungefährlich und zu unplatziert. In der 33. Minute spielten wir in Unterzahl und es gab wohl ein Missverständniss in der Abwehr. Auf jeden Fall konnten 2 gegnerische Spielerinnen mutterseelenallein mit Puck auf mich zulaufen. *zack* Der Schuss passte genau und somit stand es 2-0. Kurz vor Ende des Drittels kam dann ein Schuss von aussen, der dummerweise genau in die Lücke zwischen Schiene und Stockhand passte... 3-0 - ach menno, der wäre haltbar gewesen. :( Abgesehen davon, dass weder meine Verteidigung noch ich besondern viel Glück hatten, zeichnete sich bereis in diesem Drittel ab, dass Bremerhaven an diesem Tag (wieder einmal) nicht unbedingt die sportlich fairste Gangart gewählt hatte. Obwohl beide Teams in diesem Drittel je 4 Strafzeiten abzusitzen hatten, hatte ich den (subjektiven?) Eindruck, dass die Schiedsrichter doch etwas schneller bereit waren, Strafen gegen unsere Manschaft zu verhängen und bei der Heimmanschaft gern mal ein Auge zudrückten bzw. gar nicht erst hinschauten.  

Im letzten Drittel nahmen wir uns vor, uns weiterhin gegen die Niederlage zu stemmen. Eine Umstellung von 3 auf 2 Reihen sollte für mehr Druck, Dynamik und Geschwindigkeit sorgen - doch bereits in der 44. Minute war dieser Plan hinfällig, denn nach einem weiteren Konter fiel das 4-0. Den ersten Schuss konnte ich mit der Stockhand noch abwehren. Allerdings prallte der Puck dabei so unglücklich nach vorne ab, dass er der Angreiferin direkt vor den Schläger fiel und sie die Scheibe "nur noch" einschieben brauchte. Argh - erst hatten wir kein Glück und dann kam auch noch Pech dazu. Es wäre zum Haareraufen gewesen - wenn das denn mit Hockeyhelm und Handschuhen so einfach ginge. In der 51. Minute fiel dann durch einen Schuss von der blauen Linie sogar noch das 5-0 und spätestens da war der Drops wirklich geluscht. Leider hielt Bremerhaven trotzdem an seiner Linie fest und spielte mit viel Härte und Stockeinsatz weiter. Neben Haken und Halten wurde auch gern mal mit dem Schläger gearbeitet. Ich war überrascht, wie viele offensichtliche Regelverletzungen die Schiedsrichter nicht ahndeten. Besonders krass und offensichtlich fand ich einen hohen Stock, den Antje frontal ins Gesicht bzw. ans Visir (zum Glück müssen wir mit Visir spielen!) bekam und einen Stockstich gegen Svea - beides von den Schiedsrichtern nicht gepfiffen. Nach dem Foul an Svea fragte die Gegnerin dann noch "Willst Du Stress?" und ich habe aus meiner Position damit gerechnet, dass die Handschuhe der Bremerhavenerin fliegen. Zum Glück ging Svea nicht darauf ein und mit 2 Minuten wg. "Halten des gegnerischen Stocks" war die Spielerin noch gut bedient. Ich glaube, nicht nur ich war froh, als das Spiel vorbei war und alle meiner Mitspielerinnen ohne größere Blessuren vom Eis kamen. Ich kann überhaupt nicht nachvollziehen, warum man so hart und unfair spielen und Verletzungen in Kauf nehmen muss - insbesondere wenn man so deutlich führt. 
Natürlich kann man mir jetzt vorwerfen, ein schlechter Verlierer zu sein - stimmt auch, ich verliere überhaupt nicht gern, weder beim Kartenspiel noch beim Eishockey. Aber wer tut das schon? ;-) Der Sieg der Bremerhavener geht voll in Ordnung - auch in der Höhe war das Ergebnis verdient. Wir haben es an diesem Tag nicht annähernd geschafft, das Eishockey zu spielen, das wir spielen können. Und wahrscheinlich hätten wir noch 3 Stunden spielen können ohne einen Treffer zu erzielen. Es gibt eben so Tage, da läuft nix zusammen - frei nach dem Motto:

Aber es kommen auch wieder andere Tage - da bin ich mir ganz sicher! :)

Ich habe den Eindruck, je älter ich werde, desto entspannter werde ich in einigen Dingen auch. Dann habe ich allerdings gehört, dass nach dem Spiel von einem der Schiedsrichter zu einer meiner Mitspielerinnen sinngemäß gesagt wurde "Wenn Euch das Spiel zu hart ist, dann müsst Ihr Euch halt eine andere Sportart suchen". Das lässt mich das nach dem Spiel mit der schwachen SR-Leistung und der von den Gegnern gezeigten Härte nachdenklich zurück. Wir sind sicher keine Mannschaft, die mit besonders viel Körpereinsatz spielt und wir wollen eigentlich auch nur Eishockey spielen. Aber wenn wir wir spielen, dann meist im Rahmen des Erlaubten - und das ist auch gut so! Mag sein, dass andere Spieler/Trainer/Teams das anders sehen - aber das ist mein Blog, also äußere ich hier auch meine Meinung!
Wir bleiben trotz der Niederlage auf dem 3. Tabellenplatz, haben weniger Spiele absolviert als die Mannschaften vor uns. Weiter geht es am für uns erst in 2 Wochen, am Sonntag, 24. Januar erwartet uns der Spitzenreiter aus Adendorf, Spielbeginn ist um 19.00 Uhr und das wird ganz sicher keine leichte Aufgabe. Dennoch wird Linas Motto "Dabei ist alles" ganz sicher nicht das Motto zum Spiel. Wir haben das was wieder gut zu machen... ;-) 

Bis dahin erwartet uns sogar noch eine eigene Trainingszeit, bei der wir die Eisfläche ganz für uns haben und hoffentlich auch gezielt und konzentriert trainieren werden. Etwas Ablenkung wäre allerdings möglich, denn wir bekommen bei dem Training Presse-Besuch. Die "Fit for Fun" schickt eine Redakteurin vorbei, die mal wissen möchte, wie es sich anfühlt, im Tor zu stehen. Ich bin sehr gespannt, wie es ihr dabei ergeht und ob es ihr gefällt - aber dazu dann natürlich zu gegebener Zeit mehr.  


Auch HL-Sports berichtet wieder - vielen Dank dafür! Warum der Artikel allerdings zunächst im Bereich Fußball zu finden war ... man weiß es nicht. ;-)

Beach Girls verlieren klar in Bremerhaven

Freitag, 8. Januar 2016

07.01.2016 - Donnerstag Nacht in Stellingen - Training, Schneeengel und klirrend-kalte Temperaturen

Nachdem wir Ende Dezember noch bei frühlingshaften Temperaturen auf dem Eis geschwitzt haben, hatte der Winter jetzt Anfang Januar den Norden Deutschlands in seinen eiskalten Händen. Die Temperaturen lagen deutlich unter dem Gefrierpunkt und es wehte zudem ein eisiger Wind. Aufgrund unserer Trainingszeitenrotation mit dem ASV mussten wir am Dienstag abend bei -7° nicht aufs Eis und durften auf der warmen Couch bleiben. Aber viel rosiger sah die Anzeige des Thermometers auch am Donnerstag abend nicht aus.

Gut, -3° klingt jetzt gar nicht sooooo dramatisch - aber die gefühlte Temperatur lag nicht nur lt. Anzeige bei -12°, nein das fühlte sich auch genau so an. :-( Meine Motivation, abends um 21.30 Uhr das Haus zu verlassen um noch zum Training zu fahren, war wirklich winzig-klein und ich musste mich echt aufraffen, um die kuschelige Couch und das mollig warme Wohnzimmer zu verlassen. Aber ich hatte im Kampf gegen den inneren Schweinehund Erfolg und so machte ich mich auf den Weg in den "Palast der Winde*" nach Stellingen. 

Dort war es auch in der Kabine schon eher kühl und der Weg zur Eisfläche stellte sich als spannend heraus. In Stellingen muss man erstmal einen Fußeg von den Kabinen zur Eisfläche zurücklegen und die dort zum Schutz der Kufen ausgelegten Gummi-Matten waren bereits leicht mit Schnee bedeckt und entsprechend rutschig war der Weg. Die Kunststoffschoner machten das Gehen nicht leichter und so wählte ich intuitiv eine Art des "Pinguin-Watschelgangs" zur Fortbewegung um ein Ausrutschen und Hinfallen zu verhindern. Das muss ziemlich albern ausgesehen haben - aber ich kam wenigstens heil und sturzfrei auf dem Eis an.
Auf dem Eis war es dann erstaunlicherweise gar nicht so kalt wie befürchtet und erwartet - insbesondere, wenn man sich bewegte ging es einigermaßen und Bewegung war ja letzlich auch Sinn des Training. Ja, wir haben in der Vergangenheit wirklich schon bei deutlich kälterem Wetter auf dem Eis gestanden. 

Nach einer Stunde war das Training beendet - und da es jetzt mindestens eine Stunde lang ununterbrochen geschneit hatte, war der Rückweg in die Kabinen noch rutschiger. Dennoch kamen alle unfallfrei in der Kabine an - schade, dass ich von den Schneeengeln, die Svea unterwegs noch spontan fabriziert hatte, in Ermangelung einer Kamera keine Bilder machen konnte. Aber ehrlich: die sahen ganz zauberhaft aus. ;-) 

An den Temperaturen hatte sich in der Zwischenzeit übrigens nichts geändert - nur die Schneedecke war dicker als vor dem Training. ;-)
Und was braucht man nach einer Stunde Training überhaupt nicht? Richtig: Ein dick-fett-zugeschneites Auto, das man erstmal mühsam von der Schneedecke befreien muss. Aber wir sind ja nicht bei Wünsch Dir was und ändern können wir es eh nicht. ;-)
 
Dennoch bin ich nicht ganz traurig drüber, dass 
a) es heute in Hamburg und Umgebung schon deutlich wärmer war 
und 
b) unser nächstes Spiel am Samstag, 09.01.2016 in der modernen Eishalle in Bremerhaven stattfinden wird. Ab und zu tut so ein bisschen Luxus dann ja doch ganz gut. ;-)


* für die wenigen Leute, die die Eisbahn in Hamburg-Stellingen nicht kennen: Es handelt sich beim "Palast der Winde" um eine Eisfläche, die sich im inneren einer Radrennbahn befindet und lediglich mit einem Zeltdach vor Schnee, Regen, Sonne etc. geschützt ist. Entsprechend kalt kann es dort im Winter sowohl auf den Zuschauerrängen als auch auf dem Eis werden. 

Montag, 21. Dezember 2015

19.12.2015 - druckvolles Dezember-Sommereishockey - und dann war da noch die Sache mit der Fliege...

Knapp 3 Wochen waren seit unserem letzten Spiel gegen Altona vergangen - am Samstag, 19. Dezember war es endlich wieder so weit und wir durften wieder unsere Schlittschuhe schnüren und auf Puck- und Punktejagd gehen. Gegner war erneut Altona, allerdings mussten wir dieses Mal als Gastmannschaft anreisen und auswärts antreten. Okay, so ganz richtig auswärts war das gar nicht,  denn auch Altona spielt in Stellingen und somit waren wir in unserer eigenen Trainings- und Heimspielstätte zu Gast. Entsprechend kurz war die Anreise und wäre ich auf dem Weg zum Eisstadion nicht in den abfließenden Verkehr vom HSV-Fußballspiel geraten, wäre ich sogar noch etwas schneller angekommen. ;-) 

Aber egal, ich war rechtzeitig da und schleppte meine Klamotten in die Kabine. Und wurde natürlich die Gästekabine 1 zugeteilt. Kein Problem - aber die Vorstellung, dass die Spielerinnen vom Altonaer SV jetzt in der Heimkabine unter dem mega-großen "HSV Eishockey-Schriftzug" saßen, fand ich irgendwie dennoch ein wenig erheiternd. ;-)
Da sich das vorangegangene Spiel etwas verzögerte, begann auch unser Spiel mit etwas Verspätung. Um nicht noch mehr Zeit zu verlieren, wurde direkt nach dem Aufwärmen mit dem Spiel begonnen. Entsprechend fand unsere Taktik-Besprechung noch vor dem Aufwärmen statt. Die Stimmung in der Kabine war locker, fröhlich im entspannt. Für meinen Geschmack vielleicht sogar etwas zu entspannt. ;-)  
Richtiges Eishockey-Wetter hatten wir an diesem Samstag nicht, es war mit 13° für Mitte/Ende Dezember viel zu warm. Entsprechend wusste man gar nicht so richtig, was man anziehen sollte. Klar, Eishockey-Ausrüstung.... aber drunter? Ich hatte mir beim Training am Donnerstag noch die Leiste ein wenig gezerrt und entschied mich daher für "doppellagig" um insbesodere Leisten/Aduktoren warm zu halten. Ausserdem gab's noch ein bisschen Ibuprophen um die Schmerzen so gering wie möglich zu halten. Richtig überzeugt von der Leistungsfähigkeit meiner Leiste war ich aber trotzdem nicht. 
Aber egal - nützt ja eh nix, Karo konnte mich nicht vertreten, die reiste nämlich gerade durch Australien. Und was uns nicht umbringt...  Endlich ging dann das Spiel los - und wie es losging. 

Auf vorsichtiges Abtasten wurde verzichtet, meine Mädels hatten den Vorwärtsgang eingelegt, sie stürmten und schossen - letzteres leider bevorzugt a) auf ASV-Torfrau Jana oder b) neben das Tor. Sah gut aus - war aber leider nicht sonderlich effektiv. ... bis zur 7. Minute als Antje mit der ihr gegebenen Ruhe einen langen Pass auf Fenja R. spielte, die dann alleine auf das Tor zulaufen und sich die Ecke aussuchen konnte. Bäääm! Endlich die Führung! Und die war mehr als verdient. Im 1. Drittel zählte ich insgesamt 4 Puckberührungen meinerseits - keine ganz harmlosen Schüsse, aber auch nichts, was mich vor große Probleme stellte. Unsere Abwehr stand gut und die meiste Zeit waren wir mit der Scheibe eh im Drittel des ASV. Leider kam aber in diesem Drittel nichts zählbares mehr rum, so dass es mit unserer knappen 1-0-Führung in die Kabinen ging. 

Auch im zweiten Drittel waren wir die überlegene Mannschaft. Schon kurz nach Wiederanpfiff schnappte Fenja B. sich den Puck, ließ Freund und Feind bei ihrem Sprint stehen und erhöhte auf 2-0. Endlich! Auch im weiteren Verlauf hätte man den Eindruck gewinnen können, dass wir in Überzahl spielen würden - das sah aber echt nur so aus, denn beide Teams waren komplett auf dem Eis. Strafzeiten gab es bis dahin noch nicht. Altona kam kaum aus dem eigenen Drittel raus. Und wenn die Scheibe mal in Richtung blauer Linie unterwegs war, War meist noch ein Schläger dazwischen, der den Befreiungsschlag verhindern konnte. Trotz dieser Überlegenheit dauerte es bis zur 29. Minute bis der nächste Treffer fiel. Berit stand goldrichtig vor dem Tor und konnte eine Hereingabe von Antje nutzen. Das Spiel ging weiter und es blieb beim Spiel auf ein Tor. Ich hatte einen superguten Platz und konnte das Spektakel gut beobachten. Christian von HL-Sports hat es in seinem Artikel schön umschrieben: 
>>Beach Girls-Torfrau Andrea Detmers verbrachte so einen geruhsamen Abend bei lauen Außentemparaturen. Ihre Vorderleute hatten die Partie im Griff, verpassten es im zweiten Drittel aber den Deckel endgültig zuzumachen.<<  
Stimmt, so war es. Ich guckte Eishockey, schwitzte Nichtstuend vor mich hin und hoffte, dass "da vorne" noch mehr Tore fallen würden. Der Gefallen wurde mir aber noch nicht getan - damit ist auch klar, dass im 2. Drittel keine weiteren Tore mehr fielen und wir mit der 3-0-Führung in die Kabinen gingen. Besondere Vorkommnisse? Es gab das erste Icing des Spiels und eine 2+10-Minuten-Strafe gegen Altona wegen Checks von hinten. Eva hatte Berit umgesemmelt - zum Glück hatte Berit sich dabei nicht verletzt. Das Überzahlspiel konnten wir aber nicht nutzen. An die Anzahl meiner Puckkontakte kann ich mich nicht erinnern - besonders viele können es aber wieder nicht gewesen sein. 

Im letzten Drittel  gab es wieder einen Sturmlauf unserer Mannschaft. In der 46. Minute erhöhte Fenja B. auf 4-0, in der 53. Minute traf Antje zum 5-0 und nachdem Altona die Torfrau gewechselt hatte, fielen in der 56. (Fenja B.) bzw. 59. (Svea) Minute die letzten beiden Tore. Endstand: 7-0. Kann man so machen!
Ein tolles Spiel - flüssig mit ganz viel Druck auf das gegnerische Tor, die Scheibe lief gut und teilweise sah es sogar aus, als hätten wir einen Spieler mehr auf dem Eis (hatte wir aber nicht, ich hab nachgezählt und Strafzeiten gab es auch nicht). Ja, das konnte man sich richtig gut anschauen.

Und weil meine Mädels so dominant waren und ich daher fast beschäftigungslos war, hatte ich Zeit, mich mit Nebensächlichkeiten zu beschäftigen. Ich mag diese Spiele, in denen man als Torwart nicht viel zu tun hat, nicht besonders. Man steht dann da vor seinem Tor und versucht natürlich, die Konzentration hoch zu halten und für den Fall, dass mal ein Schuss kommt, immer dem Spielverlauf zu folgen. Und dann kam da diese Fliege... eine dicke, schwarze Fliege, die ca 3 m vor meinem Torraum auf dem Eis landete. Ich beobachtete sie ein wenig und sie flog mal wieder ein Stück hoch, landete dann wieder, flog, landete und so weiter. Irgenwann saß sie auf dem Eis und bewegte sich nicht mehr. Ich hatte jetzt aber während des laufendes Spiels (das auch kaum Unterbrechungen hatte) auch keine Möglichkeit, die Fliege zu retten. Zum einen hätte ich sie mit meinen Handschuhen wahrscheinlich gnadenlos zerdrückt hätte und zum anderen herrschte vor meinem Tor wenig bis gar kein Verkehr. Daher ist zum Glück auch niemand über die Fliege gefahren. Irgendwann kam dann doch ein Schuss auf das Tor, den ich mit der Schiene stoppte und so ein Bully vor meinem Tor "verursachte". Ich fragte dann Fenja, ob sie sich vielleicht kurz um die Fliege kümmern könnte - und das tat sie auch. Sie nahm ihren Schläger und `fegte´ die Fliege zu mir ins Tor. Hmmm... das hatte ich mir dann doch etwas anders vorgestellt. Allerdings beteuerte Fenja hinterher glaubhaft, dass sich die Fliege überhaupt nicht mehr bewegt hätte. Nun gut, dann glauben wir das mal. ;-)

Wir gehen jetzt in die Weihnachtspause - und auch die Trainingszeiten sind wieder massiv eingeschränkt. Eine einzige Traininseinheit hat man uns zugeteilt. Nun ja, dann können wir halt in Ruhe Weihnachten feiern, gut ins neue Jahr rutschen und uns auf das nächste Spiel am 9. Januar 2016 in Bremerhaven vorbereiten. Um 20.00 Uhr ist Anpfiff und liebe Fischtown Ladies nehmt Euch in Acht ... die späten Spielzeiten scheinen uns gut zu liegen! ;) 

Übrigens konnte Yvonne aufgrund einer Schulterverletzung leider nicht mitspielen - stand aber mit der Kamera in der Hand an der Bande: 
 



Euch wünsche ich jetzt frohe Weihnachten - genießt die Zeit mit Euren Lieben, tut die Dinge, die Euch Freude bereiten und lasst es Euch einfach gut gehen!



PS: Ach so... da war ja noch was ;)

Dienstag, 1. Dezember 2015

29.11.2015 - An der Ostsee gibt es keine Krokodile. ..

...aber Pinguine - jedenfalls manchmal, insbesondere, wenn es um Eishockey geht. ;-) 

Eigentlich unfassbar, wir haben Ende November und bestreiten echt erst unser 2. Saisonspiel. Die Liga ist klein und entsprechend wenig Spiele haben wir. Da wir ja auch noch weniger Trainingszeiten als in den letzten Jahren haben, kommt (wohl nicht nur bei mir) wenig Eishockey-Stimmung auf - irgendwie bin ich überhaupt noch nicht im Flow. Das nervt ganz schön! 
Aber endlich war es wieder so weit und wir durften wieder auf Puck- und Punktejagd gehen. 

Sonntag, 29.11.2015 - 18 Uhr - Derbyzeit in Timmendorf!


Die Altona Penguins sind zu Gast - und da es ja viel zu einfach wäre, ein Spiel einer Spielgemeinschaft, an der eine Hamburger Mannschaft beteiligt ist, gegen eine andere Hamburger Mannschaft in Hamburg durchzuführen, findet das Spiel in Timmendorfer Strand an der Ostsee statt. ;-) Übrigens werden wir auch das Spiel gegen die Crocos aus Hamburg-Farmen in Timmendorfer Strand absolvieren. Dazu dann aber zu gegebener Zeit mehr. 

Am Freitag kam die Aufstellung von umseren Trainern und wir konnten mit 16 Feldspielerinnen und 1 Torwart aus dem Vollen schöpfen. Im Gegensat zu zu uns hatte Altona schon 3 Spiele absolviert und war dabei nur einmal als Sieger vom Eis gegangen. Gegen Bremerhaven hatte man 2-1 nach Penalty gewonnen, gegen die Liga-Favoriten aus Adendorf und Ilmenau hatte es 2 Niederlagen mit insgesamt 1:19 Toren gegeben. Vor allem die letzte Niederlage gegen Adendorf war mit 0-14 deutlich ausgefallen. Dennoch dachten wir nicht daran, Altona zu unterschätzen. Ganz im Gegenteil, denn die Niederlage im ersten Aufeinandertreffen der letzten Saison hatten wir noch vor Augen. Damals waren wir zwar das spielbestimmende Team, schossen aber die Altonaer Torfrau zur Heldin und hatten uns 4 Gegentreffer nach Gegenstössen eingefangen. Das sollte - natürlich - in diesem Jahr ganz anders laufen.



Wir drehten unsere Runden auf dem Parkplatz zum Warmlaufen, auch das Aufwärmen auf dem Eis lief konzentriert und dann begann auch endlich das Spiel. Wir wollten genau so konzentriert und druckvoll spielen wie gegen Bremerhaven, doch das gelang uns diesmal nicht. Ein konzentriertes Aufbauspiel bekamen wir nicht auf die Reihe und in der Abwehr lief nicht besonders viel zusammen. Wir konnten uns zwar ein paar Torchancen erspielen - aber richtig gefährlich war das alles nicht. Auch Altona konnte ein paarmal auf das Tor schießen, war aber auch nicht wirklich gefährlich. Dennoch passte ein Schuss in der 16. Minute genau - der Puck ging an den Innenpfosten (Info für Svea: lange Ecke, halbhoch!) und sprang von dort ins Netz. Hmmm... das war eine kalte Dusche für uns. Mit diesem Rückstand ging es auch in die Pause.

Zu Beginn des 2. Drittels hatten wir gleich zweimal die Gelegenheit in Überzahl zu spielen, doch leider konnten wir nichts zählbares zustande bringen. In der 27. Minute war dann eine weitere Strafe gegen Altona angezeigt und ich "sprintete" (das wäre jetzt eine sehr gute Stelle für schallendes Gelächter beim aufmerksamen Leser ;-) ) los um Platz für einen weiteten Feldspieler zu mach. Als ich an der Bande ankam, unterbrachen die Schiedsrichter das Spiel und zeigten ein Tor für uns an. Fragt mich bitte nicht, wie das gefallen ist - ich bin ja gesprintet... Aber Octavia soll einen Abpraller von Antje genutzt haben. 1-1 - Ausgleich! Yeah! Im Anschluss daran spielten wir nach vorne ganz gut und erspielten uns auch gute Torchancen, aber leider war unsere Chancenverwertung verheerend. Dazu war unsere Abwehrleistung weiterhin auch eher durchwachsen, denn zum einen arbeiteten wir nicht gut zurück und zum anderen stimmte die Zuordnung im eigenen Drittel überhaupt nicht. Immer wieder standen gegnerische Spielerinnen frei vor meinem Tor  - und ich brüllte und brüllte und brüllte...  Zum Glück waren aber auch die Gäste nicht effektiv in ihrer Chancenverwertung und es ging mit dem 1-1 in die 2. Pause. 

Im letzten Drittel dauerte es dann bis zur 46. Minute bis Janina einen Pass aus dem eigenen Drittel bekam, alleine auf das Tor zulief und die Scheibe unten links flach ins Tor schob. 2-1 ... geht doch! Wir hatten im Anschluss an diesen Treffer weiterhin mehr Spielanteile, mehr Puckbesitz und mehr Torchancen. Aber was soll ich sagen bzw. schreiben? Die Schüsse gingen total unplatziert auf das Tor des ASV, bevorzugt trafen die Mädels Brustpanzer bzw. Bauch der gegnerischen Torfrau. Es war zum Haare melken und Mäuse raufen. Und es kam, wie es kommen musste, es lief, wie es im Leben halt so läuft: Wenn Du die Dinger vorne nicht machst, fängst Du sie Dir hinten ein. In der 50. Minute spielte Altona dann auch mal in Überzahl und konnte die Scheibe im Nachschuss zum 2-2-Ausgleich im Tor unterbringen. Leider sahen bei diesem Tor weder ich noch meine Abwehr besonders gut aus. :-( Doch uns blieben ja an sich noch knapp 10 Minuten, um dafür zu sorgen, dass die Punkte auf unser Konto gingen. Aber nein, aber nein .... wir schossen und kämpften und stürmten, aber die Scheibe wollte einfach nicht ins Tor. Nach 60 Minuten stand es noch immer 2-2 und das Penaltyschießen musste entscheiden. Hmmmm.... das lag uns ja in der letzten Saison überhaupt gar nicht. Aber gut, watt mut, datt mutt.

Altona begann und ich konnte den ersten Penalty halten. Jawoll, das war doch  mal ein guter Start! Den ersten Penalty für uns schoss Fenja R. und dem Jubel meiner Mitspielerinnen konnte ich entnehmen, dass sie getroffen hatten. Ich stand hinter unserer Spielerbank, denn ich kann da ja nicht hingucken, wenn "meine Mädels" anlaufen. Aber besser, ich gucke bei unseren Penaltys nicht hin, als wenn ich bei den gegnerischen wegschauen würde, oder? ;-) 
Der zweite Penalty-Durchgang begann, Altona musste wieder anfangen - und diesmal landete der Puck im Tor. Doch auch die konnten den 2. Penalty verwandeln - Fenja B. soll (Hörensagen!) die Torfrau getunnelt haben. Klasse, durch diesen Treffer gingen wir wieder in Führung und Altona musste treffen, um die Verlängerung des Penaltyschiessens zu erreichen. 
Die ASV-Spielerin lief an und ich parierte. Okay, der Penalty war nicht besonders hart bzw. platziert geschossen - aber dennoch musste ich mein Bein ja trotz erstmal zwischen Puck und Torlinie bringen. ;-) Das Penaltyschießen war damit beendet, uns blieb nach diesem Sieg wenigstens der Zusatzpunkt.
Mit 5 Punkten nach 2 Spielen und 8-3 Toren belegen wir derzeit den 2. Tabellenplatz. Nicht so schlecht - aber dennoch ärgern irgendwie uns über den verlorenen Punkt. Hätten wir ... aber hätte hätte - Fahrradkette.... 
Wir müssen im nächsten Spiel unsere Torchancen einfach konsequenter nutzen und sicherer/konzentrierter in der Abwehr stehen, dann klappt es auch mit den Punkten.

Weiter geht es für uns am Samstag, 19.12. mit dem Auswärtsspiel beim Altonaer SV. Das Spiel findet in Stellingen statt. Samstag abend 20.30 Uhr - "Primetime" wie Detlef immer so schön sagt.... Schaun merkt mal, wie es sich anfühlt, in der eigentlichen Heimhalle als Gastmannschaft aufzulaufen. Das hatten wir ja so noch nicht. 
Also: Samstag, 19. Dezember - 20.30 Uhr - Eintritt ist frei ... komm, fahr doch mal mit nach auswärts.... :-D