Donnerstag, 5. Februar 2026

Nachklapp: Herning 2026 | Kein Spieltag ohne Fotobox - oder doch umgekehrt?

Ohne Fotobox kein Spieltag - oder umgekehrt? 
Das ist ja ähnlich wie die Frage nach dem Huhn und dem Ei. 
Was war zuerst da? Keiner weiß es, aber gut, dass beides da ist! 
😎 

Sonntag, 01.02.2026

Dänemark - Deutschland (Finale)

34-27 


Freitag, 30.10.2026 

Deutschland - Kroatien  (Halbfinale)

31- 28

 Mittwoch, 28.01.2026

Deutschland - Frankreich  (Hauptrunde) 

38-34


 Montag, 26.01.2026

Deutschland - Dänemark  (Hauptrunde) 

26-31 


 Samstag, 24.01.2026

Spanien - Deutschland (Hauptrunde) 

31-36 

Donnerstag, 22.01.2026

Deutschland - Portugal (Hauptrunde) 

32-30 




Mittwoch, 4. Februar 2026

02.02.2026 - Bye Herning! Bye Handball EM 2026 - Take me home, country roads!

Der letzte Tag in Stauning war am Montag also angebrochen und für uns war es jetzt höchste Zeit, Taschen zu packen, Autos zu beladen und die Heimfahrt anzutreten. 

Hinter uns lag eine wunderbare Zeit mit tollen Menschen, gutem Essen, leckeren Getränken und genügend Freiraum, um auch mal durchzuatmen und abzuschalten. Dazu kam noch das überragend gute Abschneiden der deutschen Mannschaft bei der EM als Kirsche auf der Torte. Abgesehen von einem *räusper* ganz leichten Bewegungsdefizit war es ein absolut gelungener Urlaub - eigentlich war alles genau so, wie wir es uns vorgestellt hatten. 

Einziges Minuspünktchen waren die zahlreichen Mängel an unserem Ferienhaus, die wir aber mit Humor und Sarkasmus genommen hatten. In einem Film wäre als Running-Gag wahrscheinlich immer mal jemand mit einer losen Türklinke in der Hand durchs Bild gelaufen, wäre mit einem Stuhl spektakulär zusammen gebrochen oder hätte sich in einem Anfall von Putzwut verzweifelt die Haare gerauft. Doch natürlich werden wir hier die vermietende Firma des Hauses nochmal entsprechend anschreiben, unsere Kritik äußern und eine Entschädigung fordern. Kampflos geben wir da nicht auf, zumal insbesondere Meike nahezu täglich Mails mit dem DanCenter gewechselt hat. Der Kundenservice vor Ort machte hier leider keine besonders gute Figur. 

Beim Packen der Autos am Morgen fegte schon auf jeden Fall wieder der eisige Wind über das Gelände, den wir schon aus den letzten Tagen kannten. Hatte ich die erste Tasche noch locker im Hoodie zum Auto getragen, so zog ich für die nächsten Gepäckstücke doch lieber die dicke Winterjacke an, band einen Schal um und setzte eine Mütze auf. Und während ich schleppte, stellte ich mir (wieder einmal) die Frage, was wir eigentlich alles eingepackt hatten und warum wir so wenig von dem mitgebrachten Kram verbraucht / genutzt hatten - Aber das scheint eine Frage zu sein, die sich wie ein roter Faden durch mein Leben zieht. Ich habe ja auch immer 3 Shirts und mindestens 2 Hosen + 4 Paar Socken in meiner Sporttasche - aber das tut hier nichts zu Sache und ist eine ganz andere Geschichte, die vielleicht auch irgendwann mal erzählt oder niedergeschrieben wird. Ach, wer weiß das schon. 😅 Aber zurück zum Thema und zurück ins Haus, denn um schnell aus dem Wind zu kommen, waren wir auf jeden Fall beim Beladen sehr flott unterwegs. 

Nach einem gemeinsamen Reste-Frühstück wurden dann die restlichen Reste auch noch aufgerteilt, so dass wir das Haus pünktlich & besenrein verlassen und aus bei bestem Reisewetter auf de/n Weg in Richtung Heimat machten. Die Sonne schien (Ach, ja, schön! Aber es wäre ja auch nett gewesen, hätte sie sich doch in den letzten Tagen auch mal blicken lassen) und so brach ein Auto nach dem anderen auf. 

Die (meiner Meinung nach) schönsten Abschiedsworte fand Jensemann, als er bei der abschließenden Gruppenumarmung sagte: 
"Ihr habt aus einem Aufenthalt in einem 
Zwei-Sterne-Haus einen Fünf-Sterne-Urlaub gemacht" 
😊 *Hach* 😊
 
 Dem ist eigentlich nichts hinzufügen - ausser: 
Liebe Reisegruppe Fischerhemd - mit Euch jederzeit sehr gern wieder! 😊
 
Wir mussten vor der Grenze noch tanken und verließen auf gut Glück die Schnellstraße, fanden neben einer Tankstelle in der Nähe sogar noch einen Supermarkt. Perfekt - dann würde es für die Kollegen am ersten nach Urlaubsende also doch eine Runde HotDogs geben. 😉

Die weitere Rückfahrt war unspektakulär, sonnig, staufrei und entspannt, also genau so, wie man es gerne hat. Wir cruisten quasi gen Heimat. Als Soundtrack hätte hier "Take me home - Country Roads" perfekt gepasst, aber die Playlist war anderer Meinung. Auch nicht schlimm, denn auch der "Gute Laune-Song" wurde zur Abwechslung mal nicht gespielt. 

Mit beliebiger musikalischer Untermalung kamen wir um kurz nach zwei wieder zu Hause an. Ich hatte den Kilometerzähler seit der Abfahrt am 21.01.2026 nicht zurückgesetzt und musste schon etwas schmunzeln, als ich die Anzeige der Gesamtfahrzeit zu Hause sah: 

Aus der Kategorie: 
Nee, das kannste Dir so wirklich nicht ausdenken. 😅
 
Zu Hause wurde dann natürlich erstmal Unmengen von Kram in die Wohnung geschleppt, die Waschmaschine bekam die ersten Arbeitsaufträge und wir freuten uns über unser neu-gestaltetes Badezimmer -  ein Projekt, das wir zu Hause während unserer Abwesenheit noch hatten laufen lassen und das dank guter Vorarbeit und toller Handwerker auch reibungslos geklappt hatte. 
 
In diesem Sinne: Ende gut - alles gut!  
 

Montag, 2. Februar 2026

01.02.2026 - Hej Herning! Hej Handball EM 2026. FIIIIIIIINAAAAALE (oho!)

 Wahnsinn, heute war also das EM-Finale in Herninung in dem die deutsche Mannschaft die (wie erwartet qualifizierten) Dänen forderten. Ehrlich, wer hätte das nach der Vorrundenniederlagen gegen Serbien gedacht, als viele Schwarzmaler in Deutschland schon das Vorrundenaus prophezeit hatten. Wir waren natürlich auch nervös, denn eine Hauptrunde ohne deutsche Beteiligung wäre wahrscheinlich nicht ganz so spannend geworden. Zum Glück behielten die Spieler sowohl in den "KO-Spielen" gegen Spanien (Vorrunde) als auch gegen Frankreich (Hauptrunde) die Nerven und zeigten den Kritikern und Skeptikern eine lange Nase. 

Und die Reisegruppe Fischerhemd? Die war mit Tickets ausgestattet mittendrin. Verrückt, denn (wie bereits erwähnt) hatten wir ja bei der Reiseplanung und Kartenbestellung "nur" beschlossen, die Finalspiele mal mitzubuchen, weil wir ja "eh schon vor Ort sind" und "wer weiß, ob wir nochmal eine Chance auf den Besuch eines EM-Finals bekommen" Verrückt - verrückt - verrückt - aber wir hatten genau die richtige Entscheidung getroffen! 😍

 Aber fangen wir vorn an. Natürlich gab es auch an dem Tag wieder ein gemeinsames Frühstück und bis zur Abfahrt ging dann im Haus jeder seiner Wege und machte sein Ding. Da der Tag in der Halle mit dem Spiel um Platz 3 begann und hier Spielbeginn um 15.15 Uhr warm, starteten wir heute mal etwas früher nach Herning als an den bisherigen Tagen. 

Die Fahrt nach Herning verlief wieder reibungslos, doch heute waren bei unserer Ankunft an der Jyske Bank Boxen die Parkplätze bereits voll und so hatten wir definitiv keine Chance mehr, auf unser gewohntes Park-Areal zu kommen. Deshalb war auf dem Weg zur Halle auch höchste Konzentration angesagt, denn wir mussen uns den Weg merken, damit wir abends im Dunkeln auch ganz sicher und ohne große Umwege wieder zurück zu unserem Auto finden. Gebranntes Kind und so, nech? Aber wir sind ja lernfähig. 😉

An den Eingangstüren hingen wieder (oder immer noch?) die "Sold-Out"-Schilder. Die Einlasskontrolle war easy, die Größe meiner Handtasche wurde heute nicht beanstandet und dann waren wir auch schon drin in der Halle, die bereits richtig voll war - offensichtlich waren wir nicht die einzigen Besucher, die den letzten Turniertag in vollen Zügen (und in voller Halle) genießen wollten. Die Garderoben waren voll, die Fan-Zone war voll und dänische Trikots gingen dort immer noch in Massen über die Verkaufstresen. Ich hatte das Gefühl, dass sich viele Dänen dort einfach mal sicherheitshalber noch mit einem Zweit- oder auch Dritttrikot eindeckten. Und dabei waren die Trikots wirklich nicht günstig.

Unsere "Pflichttermine" (Fotobox, Obst-werfen, "Kinderschminken", die Ricola-Reserven auffüllen) konnten wir dennoch absolvieren, hatten an diesen Stationen heute halt nur etwas längere Wartezeiten.

Das Spiel um Platz 3 wollten wir uns natürlich anschauen und so gingen wir auf unsere Plätze. Wie schon bei den Halbfinals waren irre viele Kroaten in der Halle und wieder hatten sie den Block direkt neben uns. Obwohl Meike bei unserer Ticketbuchung einen Link vom DHB genutzt und damit den unserer Meinung nach offiziellen deutschen Block gebucht hatte, waren wir Deutschen da deutlich in der Unterzahl. Die 3-köpfige Bremer Familie, die im Halbfinale vor uns gesessen hatte, war wieder da und vermutlich hatte die Mama beim Halbfinale ihr Werder-Trikot mit Ketchup bekleckert - denn warum sonst sollte sie heute das offizielle Merch-Shirt zur EM2026 tragen? 😉
(Nebenbei bemerkt fand ich persönlich das Merch-Zeug nicht so besonders gelungen und ansprechend, alles eher fad und wenig originell. Auch am letzten Turniertag gab es keine Rabatte und mehr als eine Strickmütze fand deshalb auch nicht den Weg in meinen Kleiderschrank.)  

 Die kroatischen Fans standen schon wieder überall: Vor den Sitzplätzen in den Blöcken, in den Gängen, auf den Treppen und überhaupt waren sie die ganze Zeit in Bewegung. Das Spiel war dennoch spannend und intensiv, die beiden Mannschaften schenkten sich nichts, beide Teams wollten sich unbedingt mit Bronze belohnen - doch am Ende hatten die Kroaten das Glück auf ihrer Seite und siegten mit 34-33 (Halbzeitstand 17-14)

Spielbericht Kroatien - Island (kicker.de)  

Das Finale begann erst um 18 Uhr und trotz der vorfreudigen Aufregung knurrte und doch ein wenig der Magen. Naja, das Frühstück lag ja auch schon ein paar Stunden zurück. Also doch nochmal in die Fan-Zone zu den Foodtrucks um noch schnell einen Happen zu schnappen. 

Auf dem Weg dorthin trafen wir Mini Klein erneut und natürlich mussten wir ihn wieder nach seinem Bauchgefühl befragen. Heute hatte er ein guuuuutes Gefühl (Na, ob das nach dem schlechten Gefühl vor dem Halbfinale jetzt ein gutes Ohmen war?) und das durfte dann doch nochmal zusammen mit auf ein schnelles Selfie. Diesmal sieht man dem Bild auch an, dass wir besser drauf vorbereitet waren, dass Mini entschied, wann er den Auslöser drückte. 

In der Fan-Zone waren zwischen den Spielen natürlich wieder Menschenmassen unterwegs. Viele Dänen, ein paar Deutsche, Kroaten, Isländer sowie viele Gesichter, die man z.B. aus den HBL-Übertragungen kennt. So lief mir Magdeburg-Trainer Bennet Wiegert mehrfach mit seinen Kids über die Füße und am Foodtruck wartete Flensburg-Torwart Benjamin Buric neben mir. Auch Recken Sportchef Sven-Sören Christophersen war mit seinen Kids in der Halle unterwegs und und und - viele Menschen bei guter, entspannter Stimmung. 

Während Jens sich für Fish&Chips anstellte, zog es mich zu Fries&Friends. Meine Bestellung dort lief noch total easy, aber dann wurde es "kompliziert", denn auf dem Kassenbon stand eine Nummer, die nach Zubereitung des Essens ausgerufen wurde. Haken an der Sache: Der Aufruf erfolgte auf dänisch. Es standen noch viele Leute an und ich hatte keine Ahnung, wann ich dran war. Immer, wenn eine einzelne Portion bereit stand, wartete ich kurz ab, ob jemand zum Abholen ging und fragte die um mich herum stehenden Dänen, ob gerade zufällig die "07" aufgerufen worden war. Nach dem dritten Mal erbarmte sich der Mann, der vor mir stand, und übersetzte mir jedes Mal die genannten Nummern, so dass ich eine Chance hatte, mein Essen im Empfang zu nehmen. 😅 Als ich mir dann gerade einen Sitzplatz gesucht hatte, kam die Durchsage, dass die Fan-Zone in wenigen Minuten schließen würde. Mit Blick auf die Schlange am Food-Truck konnte ich aber wenigstens noch halbwegs in Ruhe aufessen, ehe ich wieder in die Halle ging. Nur für ein Softeis reichte es leider nicht mehr. Beim Verlassen der Halle sah ich dann, dass tatsächlich die meisten Stände in den Hallen schon zu großen Teilen abgebaut waren - die hatten es wohl eilig.  

 Die Halle war - natürlich - fest in dänischer Hand. Zum 6. Mal kamen wir in den Genuss, die dänische Hymne so laut und inbrünstig gesungen zu hören, dass man die eigentlich Musik kaum hörte. Wir gaben ebenfalls alles, aber natürlich hatten die wenigen deutschen Fans, die noch dazu quer durch die Halle verteilt saßen, keine Chance, sich Gehör zu verschaffen. Aber der Wille war da! 

Im Gegensatz zu den Vorrundenspielen, in denen die dänischen Fans die gegnerischen Mannschaften teilweise gefühlt 60 Minuten durchgehend ausgepfiffen hatten, fiel das Pfeifkonzert heute (wie auch im Hauptrundenspiel) doch eher verhalten aus. Dennoch erschließt sich mir der Sinn einfach allgemein nicht, den Gegner durchgehend auszupfeifen anstatt das eigene Team anzufeuern. Apropos anfeuern: Die kroatischen Fans schlugen sich zwischenzeitlich auf die Seite der deutschen Fans und feuerten uns an, unser Team mit ihnen anzufeuern. Doch auch das nutzte uns nichts. Zwar hielt Deutschland gut mit und lag zur Halbzeit nur mit 15-17 zurück, doch in der zweiten Halbzeit kamen die Dänen dann ins Rollen und siegten am Ende (meiner Meinung nach) leider etwas zu deutlich mit 34-27. Natürlich ging der Sieg in Ordnung, aber das Spiel war enger als das Ergebnis es letztlich aussagt. Spielbericht EM Finale Dänemark - Deutschland (kicker.de) 

Dennoch waren wir sehr stolz auf das deutsche Team, denn der Gewinn der Silbermedaille war am Ende des Turniers sicher mehr, als man sich zu Beginn des Turniers überhaupt erhofft hatte. Und viele Spieler der Mannschaft sind noch jung, nächstes Jahr ist Heim-WM in Deutschland... Da sollten sich die Dänen schon mal warm anziehen. 

Es folgten die Medaillenübergaben an Kroatien und Deutschland, ehe den Dänen die Goldmedaillen und die Schale überreicht wurden.

 Unser HSVH-Spieler Frederik Bo Andersen stand bedauerlicherweise wieder nicht im dänischen Kader sondern musste hinter der Spielerbank auf der Tribühne sitzen. Aber trotzdem ist er jetzt Europameister - und bekam seine Medaille am Ende sogar von Königin Mary überreicht. Wir haben da nämlich ganz genau hingeschaut und auch entdeckt, dass Königin Mary zum Abschluss das Protokoll brach, als sie den dänischen Trainer Nicolaj Jacobsen bei der Gratulation herzlich umarmte. Sehr sympathisch.     

 Nach der Siegerehrung verliessen wir dann die Halle und kaum waren wir an der frischen Luft, stand ein Isländer vor mir, lächelte mich an und erzählte mir etwas. Ich lächelte zurück und guckte ihn fasziniert-konzentriert, auch, weil ich erstmal herausfinden musste, in welcher Sprache er überhaupt gerade mit mir sprach. Als er seinen Satz beendet hatte, guckte er mich fragend an - und ich ihn. Er wiederholte seinen Satz, gestikulierte wild mit den Händen in Richtung Parkplatz - aber mehr, als "Sorry, I'm German" brachte ich - immer noch über die Sprache rätselnd - nicht heraus. Er lächelte, sagte "oh, you are from Germany", drehte sich um und ging. Mein Gesicht scheint Bände gesprochen zu haben - aber immerhin wusste ich, dass er den letzten Satz auf Englisch gesagt hatte. 😂   Meike, die neben mir gestanden hatte, bescheinigte mir immerhin, dass ich sehr höflich geblieben bin und ihn aussprechen liess. 

Danach blieb uns wirklich nur noch der Weg zum Auto, welches wir trotz der neuen Parkplatzsituation sofort fanden. (Übrigens stellten wir dann am letzten Tag auch noch fest, dass die Reihen auf den hinteren Parkplätzen sogar nummeriert sind. Wir parkten in Reihe 118). Auf der Rückfahrt liessen wir natürlich sowohl das Finale als auch die Turniertage Revue passieren. Und ja, unser Kurzfazit fiel absolut positiv aus. Wir hatten eine tolle Zeit und dass wir an jedem Spieltag das Vergnügen hatten, unsere Nationalmannschaft zu sehen war quasi die Kirsche auf der Torte. 

Da am Montag das Räumen des Hauses und die Rückfahrt anstanden, war der letzte Abend im Haus nicht mehr so lang. Wir packten daher schon mal ein paar Dinge ein, guckten nochmal in den mittlerweile nicht mehr ganz so gut gefüllten Kühlschrank und gingen dann auch halbweg früh ins Bett.

 Wie der nächste Tag läuft? ich habe eine dunkle Ahnung und freue mich so semi-doll auf das Packen und die Heimfahrt. Aber ich werde berichten. 😉





Samstag, 31. Januar 2026

31.01.2026 - Hej Herning! Hej Handball EM 2026 - noch etwas Ruhe vor dem finalen Sturm

Auch am Morgen nach dem erfolgreichen Einzug ins EM-Finale hatten wir noch reichlich gute Laune - oben, unten, vorne, hinten, links, rechts... überall war gute Laune. Auch, wenn die Reisegruppe Fischerhemd gesundheitlich etwas gebeutelt und angeschlagen war, denn wir hatten uns einige Erkältungsviren eingefangen und nahezu das ganze Haus hustete und schniefte vor sich hin. Nicht verwundelich, wenn man sich überlegte, dass a) wir jeden zweiten Tag mit 15.000 Leuten in der Halle verbrachten und b) in unserem Haus heizungstechnisch doch nicht unbedingt optimale Bedingungen herrschten. Doch nicht einmal das minderte unsere gute Laune. Wir wussten: Morgen spielen unsere Jungs im Fiiiiiiinale (oho!) - und wir würden live in der Jyske Bank Boxen in Herning dabei sein. *whoop whoop* 

Doch einen Tag zum Ausruhen, Erholen und wieder etwas fit werden hatten wir ja noch. Erstmal gab es ein entspanntes Frühstück in großer Runde, ehe Jens und ich uns auf den Weg nach Hvide Sande machten. Auf dem Weg dorthin kamen wir an einer Flohmarkt-Halle vorbei und natürlich mussten wir dort kurz anhalten - es könnte ja tolle Dinge zu entdecken geben, die wir sonst verpassten. Und *boah* gab es da viel Krims Krams, Tinneff, Gelöt und sonstigen Tüddelkram - reichlich Dinge, die die Welt nicht braucht und vielleicht auch das ein oder andere Ding, das die Welt eben vielleicht doch ein kleines bisschen braucht. 

 

Und natürlich wurden wir fündig: Neben einem rostigen Pflanzen-Stecker in Hummerform (so etwas darf doch in keinem Blumenkasten fehlen!?") entdeckten wir ganz ganz tolle Autoschilder, die wie für uns gemacht waren und ganz laut brüllten "Eeeeeey! Ihr müsste uns mitnehmen! Ihr habt keine andere Möglichkeit!" Wir zählten kurz durch und fanden 5 Stück - für jedes Auto, das mit in Dänemark war, eines. Das war doch ein eindeutiges Zeichen. 😅

  
An der Kasse dann die Überraschung: Kartenzahlung war hier nicht möglich. Zum Glück fand sich direkt unter diesem Schild auch der Hinweis, dass Zahlungen in Euro akzeptiert wurden. Also konten wir zahlen, einpacken und weiter nach Hvide Sande fahren. Auch dort war ein Teil der Geschäfte aufgrund der Nebensaison komplett geschlossen, nicht einmal Softeis gab es. 😞 Parken in Zentrumsnähe war hingegen überhaupt kein Problem. Und auch ein, zwei Läden waren noch geöffnet und natürlich trieben und Neugier und Kälte (draussen war es wirklich grau, kalt, windig und allgemein ungemütlich) in die Geschäfte. Nachdem wir mit den wenigen geöffneten Läden durch warten, traten wir noch den Weg in ein Café an und stärkten uns mit Kaffee und Kuchen von dem anstrengenden Shoppingbummel. 
 
 
Gestärkt (und auch aufgewärmt) gingen wir noch kurz in den Supermarkt. (Frage an alle Dänemark-Urlaubs-Profis: Wieso gibt es in dänischen Supermärkten eigentlich keinen stinknormalen Pfefferminztee in Beuteln???) und dann wieder zurück in Richtung Ferienhaus. 
 
Apropos Ferienhaus: Wie bereits mehrfach angedeutet war hier nicht alles, wie gewünscht. Dass es sich um ein altes Haus handelte, war uns schon bei der Buchung bewusst - aber Qualität und Sauberkeit liessen doch extrem zu wünschen übrig. Egal, wo man hinschaute, irgendeinen Mangel oder Ekelfaktor fand man immer - und es ware nicht immer die gleichen sondern regelmäßig neue. Als Franzi irgendwann entdeckte, dass eines der Sofas im Wohnzimmer eine Liegefunktion hatten, waren wir uns gar nicht so sicher, ob es sich nicht vielleicht um einen "Special Defect" handelte. Entsprechend reklamierte "Hausherrin" (wir sollten sie nicht als Herbergsmutter betiteln) Meike quasi täglich bei der Vermietfirma und forderte einen Ortstermin mit einem Mitarbeiter, der sich die Zustände im Haus einmal live anschauen soll. Doch ausser Mails mit Entschuldigungen und Vertröstungen kam da nix. Ich habe das Gefühl, dass da auch nach unserer Rückkehr noch etwas Korrespondenz folgen wird...😕 
Wir trugen diese Mängel aber mit reichlich Galgenhumor und noch mehr Fassung - denn wir hatten ja gute Laune (überall!) 
 
So ganz lief nach Plan lief die Rückfahrt nach Stauning aber nicht, denn plötzlich tauchte eine dem Navi unbekannte Baustelle auf und eine Umleitung war auch nicht ausgeschildert. Wir irrten also ein wenig im Kreis herum und hofften, einen Ausweg zu finden. Doch wir landeten in einer Sackgasse, ehe wir dann dann schließlich doch irgendeinen Weg fanden, der das Navi wieder auf die richtige Spur führte. Aber hübsch war es auf dem Irrweg auch noch, denn wir kamen direkt am Wasser vorbei. Schaut mal: 
Wäre es da nicht so arxxxkalt und fies windig gewesen, hätte ich sicher noch ein weitere Fotos gemacht. 
 
Zurück im Haus gab es erstmal Kaffee & Kuchen - hatten wir ja auch lange nicht. Aber die Dänen könnne das mit dem Kuchen eben auch so richtig gut. Und wenn Kähte dann noch einkaufen geht, dann kann man gar nicht nein sagen... Nächste Woche gibt es dann halt wieder Diätkost & Bewegung...
 
Abends gab es Reste, denn irgendwie waren wir bei der Mengenplanung des Donnerstags-Essens etwas zu euphorisch gewesen und hatten den Appetit der Reisegruppe überschätzt. Entsprechend war noch reichlich über. Es schmeckte aber immer noch - und da wir den Topf mit dem Curry in einem ungeheizten Nebenraum zwischengelagert hatten, war das Essen auch noch frisch. Viel hätte auch gar nicht gefehlt und wir hätten es auftauen müssen. 

Als Abendprogramm wurde im Wohnzimmer auch heute wieder gemeinsam Fußball geschaut. Nach der lahmen Nullnummer beim Hamburger Stadt-Derby in der vergangenen Woche, stand das Nord-Süd-Duell an, der HSV spielte gegen Bayern und auch heute lieferte Sky zuverlässig Bilder aus Hamburg nach Dänemark. 
Wir tippten zu Spielbeginn und ich durfte 7 Tipps notieren. Bereits nach dem ersten Treffer des HSV mussten wir schon die ersten beiden Tipps streichen, als der HSV dann den 2-2-Ausgleich erzielte, war nur noch der Tipp von Dirk richtig - und diese Prophezeiung hatte auch nach Spielende noch bestand, denn der HSV spielte doch tatsächlich unentschieden und sicherte sich als Underdog einen Punkt gegen den Rekordmeister. Und Tippklnig und Fußballexperte Dirk hatte das Ergebnis exakt vorhergesagt. Respekt! Abgesehen davon war das Spiel tatsächlich ganz ansehnlich - auch, wenn der Ball ständig mit dem Fuuuuuuhuuuuuuß berührt wurde und für unseren Geschmack viel zu wenig Tore erzielt wurden. 😉
 
Nach dem Spiel ging es dann für die meisten in die Falle, denn morgen war schließlich Fiiiiiiinale... (oho!) - und da wollten wir so fit und ausgeschlafen wie möglich sein. 
 
Wie der nächste Tag laufen wird? Keine Ahnung, ich bin gespannt und voller Vorfreude. Ich werde berichten.  
 
 
 



30.01.2026 - Hej Herning! Hej Handball EM 2026 - Deutschland im Halbfinale! Klingt komisch? Ist aber so!

 Wieder und wieder hatte die Reisegruppe Fischerhemd sich gegenseitig auf die Schulter geklopft, seit klar war, dass Deutschland ins Halbfinale eingezogen war. Alles richtig gemacht, als wir in der Diskussion um Reisedatum und Kartenkauf entschieden haben, dass wir Tickets nicht nur für die Haupt- sondern auch gleich für die Finalrunde buchen. Natööööörlich haben wir immer daran geglaubt, dass die deutsche Mannschaft das Halbfinale ereicht, selbstverständlich. Und natööööörlich hat nach der Vorrunden-Niederlage gegen Serbien niemand daran gezweifelt, dass das DHB-Team die Hauptrunde erreichen würde - ich schwör! 

Heute war also Halbfinaltag und Deutschland traf auf das Team aus Kroatien, das in der Parallelgruppe den Gruppensieg geholt hatte. In der EM-Vorbereitung hatten beide Mannschaften kürzlich2 x gegeneinander gespielt und beide Male gewann Deutschland. Wir hofften natürlich ganz fest darauf, dass aller guten Dinge drei wären. 

 An der Halle angekommen, wurde schon per Aushang an den Eingängen darauf hingewiesen, dass es keine Tickets mehr gibt. Schwarz auf blau stand es dort: 

>SOLD OUT< 
 Naja, macht ja nix, WIR hatten ja Tickets. 😎 
 
Die Einlasskontrollen wurden gefühlt überigens von Spieltag zu Spieltag spaßiger, denn an jedes Mal musste man erneut unter Beweis stellen, dass die Tasche das erlaubte Mini-Maß nicht überschritt. Am heutigen Tag wollte der Ordner am Eingang meine Tasche dann tatsächlich abweisen. Grund: der Gurt paste nicht ganz mit in den Holzkasten, mit dem das Maß kontrolliert wurde. Glücklicherweise liess er sich dann doch noch erweichen - vielleicht auch, weil ich a) den Gurt auf die Tasche stopfte und ihm b) glaubhaft versicherte, dass ich mit genau dieser Tasche bereits an 4 Spieltagen die Eingangskontrolle hier passiert hatte. Der Inhalt der Tasche wurde übrigens wieder nicht kontrolliert. Flachmänner oder kleine Handfeuerwaffen wären problemlos mit in die Halle gekommen, genau wie die riesigen Holzratschen. Und die Turnbeutel, die einige Besucher unter den Winterjacken trugenm wurden auch nicht kontrolliert. Aber Hauptsache der Gurt schloss ab, wenn das Täschchen in das Kästchen gequetscht wurde. 

In der Halle begann in diesen Minuten das Spiel um den 5. Platz und Portugal traf auf Schweden.
Aber - und der aufmerksame Leser kennt das Szenario bereits - wir hatten ja noch  einzuhaltende Rituale in der Fanzone, die es abzuarbeiten galt: Fotobox, Obst werfen, Deutschland-Gesichtsbemalung abholen...
In der 'dänischen Umkleide' konnte man heute übrigens mit Infrarot-Gewehren schießen - oder es (wie in meinem Fall) wenigstens versuchen. 
Nicht mal mit Abstützen hab ich was getroffen...🫣 Ich möchte mich daher nicht im Detail zu meiner Trefferquoten äußern. Aber müsste ich mein Essen selbst erlegen, würde ich den Tieren wahrscheinlich das Gewehr an den Kopf schmeißen, um nicht zu verhungern.  
 
 
Der Merchandise-Shop in der Halle hatte übrigens schnell sein Sortiment angepasst und die Klamotten der französischen Mannschaft gegen kroatische Outfits getauscht. Ich bin mir nicht sicher, aber mit Blick auf die in der Halle anwesenden Kroaten glaube ich, dass hier trotzdem nicht viel Umsatz generiert wurde - denn das rot-weiße Karomuster war schon allgegenwärtig. 
 
Auf dem Weg in die Halle lief uns Mini Klein wieder über die Füße und auf sein Bauchgefühl angesprochen, rollte er mit den Augen und sagte, dass das heute nicht so gut wäre. Man merkte, dass ihn das ärgerte, denn er selbst sagte, dass er sonst immer ein gutes Bauchgefühl hatte. Deshalb gab es heute mit Mini und seinem Bauchgefühl auch kein Foto. 
 
Wir bezogen unsere Plätze in Block L14 heute rechtzeitig und das war eine gute Idee, denn wie schon erwähnt waren reichlich Kroaten da und die hatten sich direkt im angrenzenden Block niedergelassen. 
 
Ob die eingenommenen Plätze auch auf ihren Tickets ausgewiesenen wurden, wissen wir nicht, aber der Block war definitiv überfüllt. Irgendwie weckte das ein bisschen Erinnerungen an die EM Wien 2020. Dieses Jahr versuchten allerdings keine Kroaten, unsere Plätze einzunehmen oder unsere Tickets zu kontrollieren - immerhin. Die Fans standen überall, auch auf Treppenabgängen und vor den Stehplatzreihen, es wurden jedoch keine Ordner gesichtet und es blieb auch alles friedlich. 
In den Reihen vor uns fanden sich einige "neue" Gesicher von deutschen Fans, die erst zur Finalrunde angereist waren. Direkt von uns saß z.B. eine 3 köpfige Familie und während Vater & Sohn schon mit DHB-Trikots ausgestattet waren, hatte die Mutter sich beim Griff in den Kleiderschrank für ein Werder Bremen-Trikot entschieden. 😳 Sie hätte es ja nicht so mit Handball... Ihr irritierter Blick, als sie unsere Fischerhemden mit dem "Aus Hamburg für Deutschland"-Aufdruck sah, war Gold wert. Wir versicherten ihr jedoch glaubhaft, dass wir friedlich sind und nur gemeinsam Deutschland unterstützen wollten. Damit schien sie auch erstmal einverstanden zu sein. Es gab noch ein wenig Small Talk und dann begann das Spiel auch schon. 
Gegen die lautstarken Kroaten hatten wir zwar akustisch kaum eine Chance, versuchten aber dennoch nach Kräften, unser Team nach vor zu peitschen. Zur Halbzeit lagen unsere Jungs mit 17-15 vor, aber das Spiel war trotzdem nervenaufreibend ausgeglichen. 
 
Doch mit Beginn der zweiten Halbzeit gab es nach dem Anschlusstreffer der Kroaten plötzlich einen deutschen 5-0-Lauf, der das Ergebnis auf 22-16 hochschraubte. Beim 24-17 / 25-18 und beim 26-19 lagen wir zwischenzeitich sogar mit +7 vorn. Die Stimmung bei uns wurde immer besser, die Kroaten holten weiterhin das letzte aus ihren Stimmbändern raus und brüllten und sangen, was das Zeug hielt. Dies schien etwas zu wirken, denn der deutsche Vorsprung wurde zwar wieder kleiner, aber letztlich endete das Spiel mit einem deutschen 31-28-Erfolg, der uns ins Finale brachte. WOW - wer hätte das gedacht???? Zwischen Vorrundenaus und Finaleinzug lagen nur einige abgeknabberte Fingernägel und viele Haarraufereien. 
  
 Funfact: In den Spielunterbrechungen gab es wieder mehr oder weniger lustige Spielchen auf dem Video-Würfel. In dieser Partie war unter anderem auch das Look-a-Like-Spiel am Start, bei dem im Publikum Doppelgänger von Prominenten gesucht werden. Nachdem am ersten Spieltag der Hauptrunde mit Walldorf & Stettler alias Svenson & Kähte bereits sehr gute, überzeugende Doubles gefunden wurden, setzte der Regisseur dem Spiel heute die Krone auf. Zunächst wurde ein Foto vom dänischen Schauspieler Mads Mikkelsen eingeblendet - um dann den dann anwesenden Mikkelsen auch als Doppelgänger zu zeigen. Großer Applaus - auch, weil er seine "Danmark"-Pudelmütze präsentierte und sich dafür feiern liess. 
Es ist doch damit eigentlich nicht geschwindelt, wenn ich zukünftig erzähle, dass ich mal gemeinsam mit Mads Mikkelsen in Dänemark beim Handall war, oder??? 😎 
  
Mit dem Wissen, dass Deutschland im Finale der Europameisterschaft steht, konnten wir erstmal durchatmen. Im zweiten Halfinale trafen die Dänen auf das Team aus Island und die Dänen mussten sich mächtig strecken. Island war gut aufgestellt und bot den Dänen lange paroli. Zur Halbzeit führten die Gastgeber mit 14-13. Auch in der zweiten Hälfte war das Spiel sehr ausgeglichen, erst beim 21-19 konnte sich ein Team auf 2 Tore absetzen. Letztlich gewannen die Dänen am Ende mit 31-28 und erzielten damit genau das gleiche Ergebnis wie Deutschland gegen Kroatien. Doch die Dänen mussten sich deutlich mehr anstrengen als zuvor vermutet. Wir fanden das gar nicht so schlecht, denn vielleicht waren hier ein paar Energie-Punkte auf der Strecke geblieben, die unter Umständen vielleicht ja am Sonntag im Finale fehlen würden. Wir würden sehen... 

Wir wollten nach dem zweiten Halbfinale erstmal zurück nach Stauning in unsere Unterkunft, doch heute hatten wir etwas Wartezeit auf dem Parkplatz, denn gemeinsam mit uns wollten quasi noch 14.996 andere Menschen nach Hause fahren. 

Im Ferienhaus angekommen sahen wir uns das deutsche Spiel nochmal bei Dyn an, ehe wir in die Hängematten-Betten fielen - zufrieden und glücklich, denn wir wussten nun ja, dass wir unser Team im letzten Turnierspiel nochmal sehen würden und natürlich auch, dass wir bei unserer Kartenbestellerei alles richtig gemacht hatten.  

Wie die nächsten Tage laufen? Keine Ahnung, ich bin gespannt und voller Vorfreude. Ich werde berichten.  

 

Donnerstag, 29. Januar 2026

29.01.2026 - Hej Herning! Hej Handball EM 2026: Ein Tag voller Nichtstun

 Am Donnerstag lag nichts besonderes an - kein Tasting, keine anderweitig geplante Gruppenaktivität. Freizeit quasi - muss ja auch mal sein. War ja schließlich Urlaub.

Also machte ich mich gemeinsam mit Meike und Birte auf den Weg nach Søndervig um uns dort mal ein wenig umzuschauen. Und "wenig" trifft es schon ganz gut, denn der Ort bzw. das sog. Zentrum ist wirklich winzig. Zunächst wagten wir einen Blick über die Dünen, doch es war wirklich eisig, der Wind pfiff durch sämtliche Klamottenschichten und so verzichteten wir auf einen Strandspaziergang. Für paar Atemzüge und einige Fotos reichte die Zeit dennoch: 

 
 
 Im Anschluss hüpften wir schnell durch die geöffneten Läden, guckten hier, guckten dort und gingen unverrichteter Dinge wieder zurück zum Auto. Da wir eine Einkaufsliste mitbekommen hatten, mussten wir nochmal in den nahegelegenen Supermarkt. Und siehe da: direkt im Anschluss an den Supermarkt befanden sich noch 2 Läden. Wir hatten Zeit und schauten auch hier nochmal durch die Regale. Immerhin fand Meike eine Jacke und Birte einen neuen Hoodie. Nach dem Einkauf der aufgetragenen Lebensmittel ging es dann weiter in den Kerzenladen. 

Selbst Kerzen zu ziehen, ist dort derzeit nicht möglich (ich vermute, es lohnt sich derzeit wegen der wenigen Touristen einfach nicht), aber immerhin hatte der Shop geöffnet und so konnten wir Kerzen kaufen und uns über Weihnachtsdeko, Stehrümchen und sonstigen Krimskams amüsieren. Ich meine, wer will möchte denn bitte keinen Weihnachtsdeko-Hotdog, ein Schildkröten-Kaffeeservice oder ein Ugly-Christmas-Shirt mit integriertem Tic-Tac-Toe-Spiel besitzen? Eben!  

 
Viel mehr passierte an diesem Tag eigentlich auch nicht. Es gab ja nicht einmal Handball im TV, denn die Teams aus der Parallel-Staffel hatten gestern zeitgleich mit den Teams in Herning gespielt und die ersten 3 der Gruppe (Island, Kroatien und Schweden) befanden sich auf dem Weg nach Herning um morgen die Halbfinals bzw. das Spiel um Platz 5 zu absolvieren. 
Also wurde gelesen, gebloggt, gekocht, gemeinschaftlich zu Abend gegessen und im Anschluss ein bisschen Hitster gespielt. Die Ausgaben "Guilty Plaesures" und die "Summer Hits" waren dabei - und insbesondere bei den Guilty Plaesures konnten wir nicht herausfinden, was denn da peinlich sein sollte... 
Alles in allem war es ein unspektakulärer Tag - aber eben auch entspannt und erholsam. Urlaub halt. 

Wie die nächsten Tage laufen? Keine Ahnung, ich bin gespannt und voller Vorfreude. Ich werde berichten.