Montag, 25. November 2013

Rückzug - das (vorläufige) Ende unserer 1. Mannschaft ... :o(


Letzten Donnerstag, 21.11.2013 wurde im Internet ein offizielles Schreiben vom LEV Nordrhein Westfalen veröffentlicht: 

>>><<<
Ausscheiden der Damen Mannschaft in der 2. Liga Nord
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Sportkameraden

der Verein Hamburger SV scheidet mit sofortiger Wirkung gem. Art. 31 SpO Ziff. 3 aus dem Spielverkehr der Damen 2. Liga Nord aus.

Alle Termine werden ersatzlos gestrichen.

Es wird darauf hingewiesen, dass der Verein Hamburger SV gem. Art. 31 SpO mit seiner Damen Mannschaft in der Saison 2013/14 für jeglichen Spielverkehr gesperrt ist.

Mit freundlichen Grüßen
EISSPORT-VERBAND NRW e.V.  
>>><<<

 Was war passiert??? O.o

Kurz, knapp und sehr traurig. Intern gab es schon eine Weile Probleme. Eine Schwangerschaft, eine langwierige Verletzung, 2-3 unerwartete Abmeldungen von Spielerinnen minimierten den Kader. Dazu kam eine grausig-geringe Trainingsbeteiligung bei der 1. Mannschaft (die in der 2. Liga Nord als amtierender Meister an den Start ging und erst nach einigen Überlegungen auf den Aufstieg in die 1. Bundesliga verzichtet hatte), teilweise standen für das Team nur 2 - 3 Spielerinnen auf dem Eis. Bereits das erste Auswärtsspiel der Saison in Langenhagen musste wegen Spielermangel abgesagt werden und auch für das zweite Auswärtsspiel in Duisburg hatte leider wieder nur eine handvoll Aktiver zugesagt.:-( 

Am Mittwoch, 21.11.2013 gab es nach dem Training eine weitere Mannschaftssitzung. Dabei ging es um die Zukunft der 1. Frauenmannschaft. Leider trat aber auch bei dieser Sitzung kein wunderbares Wunder ein und niemand konnte garantieren, dass zu allen Spielen mit einer ausreichenden Mannschaftsstärke engetreten werden könnte. Da die Spielerinnen im Kader der 2. Mannschaft max. zweimal aushelfen dürfen ohne sich festzuspielen, war auf diesem Weg leider  auch nur wenig Unterstützung zu erwarten. Konsequenz damit war leider die Abmeldung der Mannschaft vom Spielbetrieb. Sehr schade, denn aufgrund der Spielordung ist auch ein direkter Wiederaufstieg (den wir mit der 2. Mannschaft bzw. der SG evtl. bei Gewinn der Meisterschaft schaffen könnten) nicht möglich. 

Gespannt bin ich jetzt auf die Konsequenzen die der Rückzug hat. Während einige Spielerinnen wohl mit dem Gedanken spielen, zu anderen Vereinen wechseln um weiter "hochklassig" zu spielen, könnte evtl. auch noch die ein oder andere Mitspielerin zu uns in die 2. Mannschaft wechseln - zumindest theoretisch. Unklar ist mir noch was der Zusatz bedeutet:"dass der Verein Hamburger SV gem. Art. 31 SpO mit seiner Damenmannschaft 13/14 für jeglichen Spielverkehr gesperrt ist" 
Die Aussagen in diesem Passus der DEB Spielordnung sind aber auch so was von schwammig formuliert... :o( (falls jemand tatsächlich Interesse haben sollte: Hier der Link zum Download des PDFs: deb-online.de / SPIELORDNUNG)

Betrifft diese Sperre jetzt die Mannschaft und damit eigentlich "nur" den Verein oder gilt dies auch für die in der gemeldeten Spielerinnen? Dürfen die Spielerinnen wechseln? Oder müssen sie den Rest der Saison pausieren? Mal gucken, wer wann wo auftaucht und wie die Trainingsbeteiligung entwickelt. Es bleibt also interessant. Wichtig ist auf jeden Fall, dass es beim HSV für Frauen weiterhin die Möglichkeit gibt, Eishockey zu spielen - auch, um Anfängerinnen langsam an den Sport heran zu führen. Und ein Ende kann ja auch immer ein Neuanfang sein. Vielleicht hat Jörg ja recht und "wir nehmen nur Anlauf und starten bald wieder durch". 

"Meine" Mannschaft, die Spielgemeinschaft HSV 1b/EHC Timmendorfer Strand ist von der Abmeldung nicht betroffen. Wir wollen, werden und dürfen weiterspielen. Wir halten die Flagge der HSV Eishockeyfrauen weiter hoch. Am Samstag, 7. Dezember bestreiten wir unser nächstes Spiel - auswärts in Erfurt und das wird sicher keine leichte Partie - ich werde berichten. ;)

Mittwoch, 13. November 2013

Boing - Peng - Fiiiiiiiiiiiiiiiiiiep...

oder auch einfach "Kopfschuss" 


Dienstag abend beim Training hat es mich wieder mal erwischt 
Beim Aufwärmen verriss Anja den Puck und traf direkt das Gitter meiner Maske - 
aber mal so was von genau zwischen die Augen! 
An sich nicht schlimm, ich hab das Ding ja kommen sehen. 

Ich sah den Puck, hörte einen Knall und hatte ich ein lautes Piiiiiiiiiiiiiiiiepen im rechten Ohr. 
Also schnell den Helm abgenommen und den kurzen 4-Punkte Check durchgeführt: 

1) Der Puck ist NICHT im Tor! (ganz ganz ganz wichtig!!!) 
2) Das Ohr ist noch dran
3) Kein Blut zu sehen
4) das Piiiiiiiepen hört auch bald wieder auf und 
ich kann auch wieder richtig hören.

Ehrlich, so'n Helm is echt ne prrriiiimaaa Sache :o)
 Und damit: Weitermachen!!! 

Nachtrag & PS: 
Schön, dass ich gestern beim Training dann gleich noch einen Schläger vor den Helm geknallt bekam - und da war es dann gleich wieder ... dieses vertraute Geräusch im rechten Ohr, das kurzzeitig alles andere übertönte: 
Piiiiiiiiieeeeeep!

Montag, 11. November 2013

1-0 ... Yes, that's Hockey, Baby!

Neues Spiel - neues Glück... und wieder der Kampf ums "zu Null"

Sonntag mittag, 12.45 Uhr - einmal mehr Hockeyzeit in Stellingen. Zu Gast sind die Mädels des "SV am Salzgittersee", die nach einer zweijährigen Pause wieder am Spielbetrieb teilnehmen. Das Team besteht allerdings nicht nur aus Anfängerinnen sondern auch aus Spielerinnen, die in den letzten beiden Jahren in anderen Vereinen durchaus zu den Leistungsträgern zählten. Klar also, dass das kein Spaziergang werden würde. Gute Vorbereitung auf das Spiel war also unheimlich wichtig! Hmmm... was also am Samstag tun? Sex&Drugs&Rock'n Roll waren aus konditionellen Gründen also schon mal aus der engeren Auswahl gestrichen. Aber eine nahezu gleichwertige Beschäftigung war die "Laternenbastelei" bei Prinzessin Alina zusammen mit Birte und Jenny. 

Entstanden aus einer "alkoholfreien Schnapsidee" machten wir am gestrigen Samstag Nägel mit Köpfen bzw. Laternen mit Köpfen. Wir knickte, schnibbelten, klebten, bemalten, kicherten und hatten einfach viel Spaß beim Basteln und Kind stein. Entstanden sind Elche, Clowns, Schildkröten, Traumschlösser, Aquarien und Eulen. Schön wars - und lecker Essen gab es nebenbei auch noch! :)



Abends ging es dann vorbildlich und ganz brav rechtzeitig ins Bett um am Sonntag  mittag auch ja fit zu sein. Dummerweise wurden wir desnächtens mehrfach von unserem Nachbarn geweckt, der nach einem feuchtfröhlichen Abend offensichtlich nicht mehr Herr seiner Sinne war und durch "allgemeines Klingelbrettklingeln" Einlass in das Haus begehrte. Ich glaube, gegen 4 Uhr gab er dann endlich Ruhe... :-( 
Gerädert und verlegen ging es dann am Sonntag zum Treffpunkt - irgendwie hatte sich mein Kopf nachts eine Schlafposition gesucht, die dem Nacken nicht behagte. Aber nützt ja nix, was uns nicht umbringt macht uns härter. Also schnell gefrühstückt, die Tasche gepackt (ja, dabei habe ich peinlichst genau darauf geachtet, dass die Knieschützer auch tatsächlich in der Tasche lagen!) und ab zur Eisbahn.
Bedingt durch einige Absagen war unser Kader bei diesem Spiel etwas kleiner als bei den letzten Heimspielen. 1 Torwart - 4 Verteidiger und dazu 8 Stürmer! Das bedeutete aber auch, dass sich niemand ü
ber zu wenig Eiszeit beschweren durfte!

"Aufstellung SG HSV1b/Tdf. Beach Girls"
Das Spiel war von Beginn an schnell und beide Teams konnten sich gute Torchancen erspielen... ach... warum schreib ich hier eigentlich? Da war doch ein professioneller Berichterstatter beim Spiel, der u.a. für die Internet-Sportseite hl-sports.de berichtet. Und der Saubermann hat seinen Bericht auch bereits brav geschrieben, abgeliefert und veröffentlicht:

"Bitte Brini - gern geschehen! "
Ehrlich, ich selbst schreib wirklich gern die Berichte über unsere Spiele - aber es fällt mir dabei immer schwer, meine eigene Leistung zu beurteilen. Wenn man bei sich selbst von "guter Torhüterleistung" schreiben darf/muss/kann, dann klingt das immer so sehr nach Eigenlob.  Und Eigenlob stinkt ja bekanntlich!

"Es ist vollbracht!"


Egal - endlich im 3. Spiel das 1. richtige "zu Null" in den gesamten 60 Minuten Spielzeit erreicht. In der Kabine kamen nach dem Spiel dann doch noch einige Fragen auf. 

Berit zum Beispiel wollte wissen, was mir durch den Kopf geht, wenn ein oder zwei Stürmer frei auf mich zulaufen. Gute Frage... ich weiß es gar nicht. Ich weiß, dass ich mich dann einfach nur auf die Situation und meine Gegenspieler konzentriere. Ich kann dann auch meinen Mitspielern keine Hinweise mehr zubrüllen (was ich ja sonst das ganze Spiel über tue, da mir sonst vermutlich der Kopf platzen würde). Ich glaube, ich denke da gar nicht mehr sondern rufe nur die Abläufe ab, die seit Jahren trainiert werden. Routine quasi. In dem Moment gibt es doch realistisch betrachet eh nur eine Fifty-fifty-Chance:
Optimal: Der Schuss kann abgewehrt werden  
Suboptimal: der Gegner erzielt ein Tor
Logo, Ziel ist (wie überall im Leben) immer die optimale Lösung - aber das muss ich hier wohl nicht erwähnen. 

Ausserdem kam dann (die nicht ganz erst gemeinte) Frage, ob ich jetzt überhaupt noch Ziele für diese Saison hätte. Nach einem kurzen, zögerlichen "neee, eigentlich nicht" kamen Yvonne und ich dann drauf, dass in meiner Statistik der Scorerpunkt für eine Vorlage doch auch recht gut aussehen könnte. Nun denn... Das ist doch ein Ziel - nicht einmal ein unmögliches! Also: weiter gehts! Allerdings erst am 7. Dezember mit der Auswärtsfahrt nach Erfurt ... und wenn einer eine Reise macht, dann kann er was erleben. Mal sehen, was erwähnens- bzw. bloggenswertes passiert. 

Doch bis dahin genießen wir den Platz an der Sonne: 
Spitzenreiter... Spitzenreiter... Hey... Hey! :o) 


Sonntag, 3. November 2013

Gameday! Na, dann wollen wir doch mal wieder!

Neues Spiel - neues Glück! Das 2. Heimspiel steht auf dem Kalender, die "Wild Hornets" aus Erfurt sind zu Gast in der schönsten Stadt der Welt. Herzlich willkommen! 

Erfurt hatte das Vergnügen, ein Doppelwochende zu spielen und konnte am gestrigen Samstag abend in Hannover 5-0 gg. die dort heimischen Indians gewinnen . Bereits da war klar, dass das kein Spaziergang werden würde - auch, weil unsere letzten Spiele gegen Erfurt eher unangenehm eng waren. 

Egal, die Sonne scheint, alle sind pünktlich, die Stimmung ist gut und wir laufen uns entspannt warm, dehnen uns. Auch zum Umziehen bleibt genügend Zeit ... ääääh... oh nein ... wo sind die Knieschützer? Argh, die Mistdinger liegen im Keller und haben sich beim Packen der Tasche nicht bemerkbar gemacht. Blöd blöd blöd! Guter Rat war teuer, doch zum Glück fanden sich im Lagerraum des HSV tatsächlich noch Knieschützer, die halbwegs passten. Fühlte sich zwar nicht ganz optimal an, musste aber irgendwie gehen.Ab zum Aufwärmen auf das Eis. Komisch, wir waren langsam, spielten ungenaue Pässe, die Laufwege stimmten nicht... na, das konnte ja heiter werden. 

Und genau das wurde es dann auch - oder um es mit Coach Lutz zu sagen: "Das war das schlechteste 1. Drittel, das ich je gesehen habe!" Jupp, das kann ich so bestätigen! Die Fehler des Aufwärmens wurden im 1. Drittel konsequent fortgesetzt. Immer wieder standen Gegner frei vor meinem Tor - wenn ich für jeden "Miiiiiiitteeeeeee"-Ruf nur einen Euro bekommen hätte, hätte ich mir nach Spielende beim verkaufsoffenen Sonntag noch neue Schuhe kaufen können... ;-) Ich glaub, ich hab im ersten Drittel mehr Gummi gesehen als ein Igel auf der A7. Egal, mit einem (für uns ehrlich gesagten eher schmeichelhaften) 0-0 ging es in die 1. Drittelpause.

Zweites Drittel - Seitenwechsel... Sonnenschein und doof-ungünstige Lichtverhältnisse in Stellingen. Ich bin irgendwie geblendet. B-) 




Aber die Abwehr steht jetzt besser und auch die Pässe kommen bei den Empfängern an. Die Spieluhr zeigt genau 28:00 als der Puck erstmals im Tor einschlägt. Fenja hat einfach mal von der blauen Linie abgezogen und den Puck oben links in den Winkel geschossen. Endlich! Die 1-0 Führung beruhigt ein wenig und bringt Ruhe ins Spiel. Denkste... Erfurt spielt uns in Unterzahl ein wenig schwindelig. Schuss ... abgewehrt... Nachschuss... abgefälscht... Mistiger Mistmist! Vom Schlittschuh einer Mitspielerin rutscht die Scheibe ins Tor! So ärgerlich! Aber zum Glück nutzt Urda nur gut 1 1/2 Minuten später einen Abpraller und bringt uns wieder in Führung. Mit 2-1 geht es zur 2. Pause in die Kabinen. 




Auch im letzten Drittel ein offener Schlagabtausch - nur Tore wollten bzw. sollten nicht mehr fallen. Ca. 10 Minuten vor dem Ende des Spiels rettete mir ein lautes, vertrautes und gern gehörtes "PING" den Arsch, als eine Erfurterin frei durch war und zu meinem Glück nur den Pfosten traf. Aber auch meine Mädels hatten Pech und trafen mehrfach den Puck ins aussichtsreicher Position nicht richtig, so dass die Scheibe am leeren Tor vorbeirutschte. Situationskomik vom Feinsten dann in der letzten Minute: Die Gäste wollten alles  riskieren und den Torwart zugunsten eines 6. Feldspielers vom Eis nehmen. Leider kam die zusätzliche Feldspielerin zu früh auf das Eis, die SR entschieden auf Wechselfehler und der Vorteil war dahin. Shit happens... ;-) Wir brachten das Ergebnis über die Zeit und dürfen uns weiterhin SPITZENREITER  (zur Tabelle bitte hier entlang) nennen. Und damit nicht genug: Durch den Erfolg konnten wir auch das von Coach Lutz für den Fall einer Niederlage angedrohte Straftraining verhindern und durfen den Nachmittag mit einem entspannten Pizza-Essen ausklingen lassen. Zu Hause angekommen packte ich meine Tasche aus und bildete mir ein, dass meine Knieschützer mich währenddessen auf ihrem Platz im Keller liegend leise kichernd und giggelnd ausgelacht haben... ;-)




Weiter geht es bereits am kommenden Sonntag, 10. November um 12.45 Uhr mit dem letzten Heimspiel in HH-Stellingen. Die Gegner reisen aus Salzgitter an und der Eintritt ist wie immer frei. 









Sonntag, 27. Oktober 2013

Ein sportlich-passives Wochenende mit Kampfgericht und "Lauhen"

Samstag - Gameday unserer 1. Frauschaft, die endlich auch in die Saison starten durfte. Und um spielen zu können, benötigt man neben den Schiedsrichtern auch ein Kampfgericht. Ich kümmere mich beim Spiel gegen Grefrath also um den Spielbericht - jaha! Ich hab nämlich die Lizenz zum Schreiben. ;-) Spielbeginn ist um 12.45 Uhr und irgendwie hab ich mich zu Hause ein bisschen mit der Zeit verdaddelt. Abfahrt nach Stellingen um 12.15 Uhr, Ankunft um 12.35 Uhr... knapp aber reicht. Auch wenn Teambetreuerin Veronika schon unruhig mit den Füßen tippelt. Sorry, beim nächsten Mal bin ich dann wieder früher da. ;-)  

So auf jeden Fall sieht mein Arbeitsplatz heute Nachmittag aus: 



... und irgendwie habe ich die ganze Zeit Angst, gleich unter der Sitzbank zu verschwinden. Wer denkt sich denn bitte aus, direkt unter dem Zeitnehmer-Sitzplatz elektrische Anschlüsse offen ohne Abdeckung anzubringen??? Eine falsche Fußbewegung und ich hätte voll unter Strom stehen können! ... also unter Umständen vielleicht eventuell - man weiß es halt nicht genau. Interessante Vorstellung, ich verzichtete allerdings dankend auf den Praxistest. 



Da sieht man mal wieder: Nix klappt, wenn man sich nicht um alles selbst kümmert... aber immerhin haben die Eismeister dieses Jahr ein "kleines Leckerli" vorbereitet und den Kabinenschlüssel in Schönschrift beschriftet. (Findet den Fehler! ;-))



Das Spiel war spannend und temporeich. Bereits nach 38 Sekunden stand es 1-1. Wenn das so weitergeht, dann wird das richtig interessant und amüsant. Spannend wurde es tatsächlich, allerdings fielen die Tore nicht mehr im Sekundentakt. Nachdem in der 27. Minute das 3-3 gefallen war, passierte lange Zeit nichts - jedenfalls nicht auf der Anzeigetafel. Trotz guter Torchancen dauerte es bis zur 60. Minute bis wieder ein Tor fiel - glücklicherweise war es der 4-3-Siegtreffer für unsere Mädels. :-)

Um den Tag sportlich ausklingen zu lassen, habe ich abends der U23 des HSV noch einen Besuch abgestattet und durfte einen souveränen Sieg mit 10 Toren Vorsprung sehen. Fein fein... 



Um das Wochenende nicht gänzlich als Passivsportler zu erleben, habe ich dann Sonntag morgen endlich mal wieder die Laufschuhe geschnürt. Durch die Zeitumstellung war das Wochenende ja 1 Stunde länger und die wollte ich nutzen. Das Wetter war toll, ein sonniger Sonntag morgen mit wunderbarem Blick auf den See:



Ich hätte übrigens nicht gedacht, dass Kondition so schnell schwindet, die 3 Runden um den See waren echt eine Qual. Lauf- und Gehabschnitte wechselten sich ab und ich überlegte, ob das eher "Lauhen" oder "Gehfen" war. Egal - ich war uterwegs. Weiterhin begleitet hat mich heute auch noch die Frage nach dem Warum! Warum grüßen sich Läufer eigentlich nicht, wenn sie sich entgegenkommen? Heute guckten alle zur Seite oder auf den Boden wenn man sie freundlich anlächelte... Fast wie im Fahrstuhl im Einkaufszentrum. Versteh ich nicht... Motorradfahrer grüßen sich doch auch?! Oder ist das nur in Schenefeld so? Ach neee... ich laufe ja in Hamburg und überquere zum Laufen immer die "Landesgrenze". Mal gucken, wann ich dazu wieder Gelegenheit habe. 


Sonntag, 20. Oktober 2013

Saisonauftakt! Jetzt gehts lohos...

oder: Du kannst gehen aber Deine Kopfhaut bleibt hier!

Wie die SG HSV1b/Timmendorfer Strand sich den Skalp der Hannover Indians holt ohne den Klappstuhl auszugraben... ;-) 

Nach dem überaus erfreulichen Sieg gegen Adendorf im Freundschaftsspiel vor zwei Wochen wurde es am Samstag ernst. Das erste Punktspiel stand auf dem Kalender, zu Gast bei uns in Stellingen waren die Indians aus Hannover. 
Das Trainergespann Guido/Lutz konnte aus dem Vollen schöpfen: 16 Feldspieler + 2 Torhüter wollten spielen und um Punkte kämpfen. Machte 4 Sturm- und 2 Verteidigungsreihen - not so bad! 



Das Spiel begann mit einer Strafe gegen uns (4. Minute), die folgende Unterzahlsituation nutzte Bubi um einen Konter wunderbar und eiskalt halbhoch auf der Stockhandseite der gegnerischen Keeperin zu versenken. 1-0 in Unterzahl - sehr schön! So kann es doch weitergehen! Denkste... meine Abwehr war der Meinung, dass ich auch was tun könnte/ sollte/müsste! Hervorragende Idee... hatte ich doch vor dem Spiel schnell nochmal neue Hosenträger gekauft und die Schlittschuhe schleifen lassen. Ich fühlte mich dadurch eh wie in einem kneifenden Korsett und konnte nicht einmal tief Luft holen. Und die torhütertypischen links-rechts-Gleitbewegungen gingen mit dem neuen Schliff auch eher schwer bis gar nicht. Das störte allerdings meine Mitspieler nicht bzw. war ihnen wohl egal. Unsere Gegner durften auf jeden Fall mitspielen und ich deshalb auch. Egal, mit der 1-0-Führung ging es in die Kabinen. 

2. Drittel - ähnliches Bild, 4. Minute, Tor für die SG - diesmal allerdings in Überzahl. 2-0!  Berit steht goldrichtig und schiebt die Scheibe freistehend ein. Sehr schön gemacht! Weiter geht es! Kurz nacheinander zwei Strafen gegen die Indians, doppelte Überzahl! Jawoll! Das schreit nach viel Druck auf das gegnerische Tor! Blick nach vorne ... warum zum Teufel laufen gerade 2 Gegnerinnen mit Scheibe auf mich zu? Wo sind meine Verteidigerinnen? Nicht zu sehen! Okay... dann kläre ich das eben allein. Es bleibt beim 2-0. In der 30. Minute sorgt Urda für das 3-0 und mit dieser Führung geht es im die Pause. Klingt deutlich - ist es aber nicht.

Letztes Drittel - die Indians werden aggressiver und wollen auch zum Torerfolg kommen. Nicht mit mir! Die Shorthander, die unser Spiel wieder vollzählig und lautstark auf der Tribüne verfolgen (Danke dafür!), haben vor dem Spiel via Facebook ein "zu null" verlangt. In der 50. Minute macht Fenja das 4-0 und in der 52. Minute knipst Bubi das 5-0. Der Drops sollte gelutscht sein... 56. Minute: Unsere Trainer nehmen eine Auszeit. Sie wechseln mich aus und Karo ein ... Mist! War ich etwa zu passiv in meiner Spielanlage und habe mich zu selten ins Angriffsspiel eingeschaltet??? ;-)  (Achtung - nur n Spässle gemacht!) Auch Karo hält den Kasten sauber und es bleibt beim unserem 5-0 Auftaktsieg! 

Schöner Nebenaspekt: Spitzenreiter ... Spitzenreiter ... hey hey... :-) 
(Muss an dieser Stelle erwähnt werden, dass es in der Liga bislang nur ein einziges Spiel gab? Ich glaube: NEIN!)

Die Statistik zum Spiel gibt es hier:
Zahlen - Daten - Fakten

Die Tabelle gibt es hier:
noch mehr Zahlen

Und Fotos gibt es hier:
Detlefs Bilderkiste

Und falls jemand unser nächstes Heimspiel besuchen möchte, gibt es hier den Spielplan:
Tage und Zeiten

Weiter geht es am 3.11. um 12.45 Uhr in Stellingen - zu Gast sind dann die Wild Hornets Erfurt. 

PS: So sieht es aus, wenn ein Torwart ein Tor erzielt:



Ich glaube, mir wären das hinterher zu viele Schulter- und Helmklopfer.  Es geht doch nix über die Einsamkeit im eigenen Torraum. ;-) 






PS: Für die jüngeren Leser: Das Zitat "Du kannst gehen aber Deine Kopfhaut bleibt hier" stammt aus einem Song von "Die Ärzte" -  der hier zu finden und zu hören ist ;)

Sonntag, 13. Oktober 2013

Erholen in Polen

Eine Woche ... naja ... fast eine Woche setzen wir uns nach Polen ab. Wellness in Pobierowo haben wir gebucht, Nähe Swienemünde, direkt an der Ostsee gelegen. "Aktiv & Fit" heißt das Paket, das für uns neben Halbpension noch einige Massagen sowie die Nutzung vom Fitnessraum beinhaltet. Nun, wir sind gespannt und hoffen auf erholsame Entspannung. 

Montag morgen machen wir uns auf den Weg. Quer durch Hamburg, auf die A1, die A20 über Usedom nach Swinemünde und von dort mit der Fähre über die Swiene um dann über die Landstraße den Ort Pobierowo zu erreichen. Und weil ich ja neulich schon so schön über das Wasser gelaufen bin, nehme ich auch diesmal nicht die " normale " Fähr-Route - seht selbst: 



Die Anreise war echt entspannt, knapp 6 Stunden dauerte es, bis TomTom uns auf den Hof des Wy&Spa führte. Wy&Spa heißt übersetzt laut Aushang im Zimmer übrigens "Insel der Erholung" - okay, da legt jemand die Meßlatte recht hoch. ;-) Das Einchecken an der Rezeption ist kurz und schmerzlos, wir werden über das Gelände geführt, die wichtigsten Anlaufpunkte Restaurant, Spa und Fitnessraum werden uns gezeigt ehe wir in unsere Suite geleitet werden. Jedes der Häuser hat einen eigenen Parkplatz, der nur nach Ankündigung verlassen werden kann weil das Tor vom Hausmeister geöffnet werden muss - die wissen schon was das soll. Die 3 Häuser befinden sich direkt an der Steilküste zum Strand, nur durch einige Bäume abgetrennt und Meeresrauschen ist hier deutlich zu hören. Herrlich! Erstmal kurz die Koffer auspacken und dann umsehen. Ein Abstecher an den Strand, Terminvereinbarung im Spa und dann ein Kaffee im Restaurant. Das Leben kann so schön sein! Auch beim Abendessen werden wir nicht enttäuscht - ganz im Gegenteil. Wir dürfen unser 3 Gang Menü a la carte zusammenstellen und finden eine Euro-Asiatische-Speisekarte vor, die uns das Wasser im Mund zusammen laufen lässt. Das Essen halt, was es verspricht, der Service ist aufmerksam und freundlich. Ganz klar: Daumen hoch für diesen 1. Tag!


Am 2. Tag beginnt dann der "Erholungsstress" - Termine , Termine, Termine...  




 Wir starten mit dem Frühstück - klassisches Frühstücksbuffet, da kann man nicht viel falsch machen. Dann schnell umziehen - unser Paket enthält ja 4x Nordic Walking oder eben "Spazieren mit die Stööööcke" wie man es im Spa charmant nannte. Angeleitet und in Begleitung machen wir uns auf den Waldweg. Eine Stunde bzw. 5,4km später erreichen wir wieder den Ausgangspunkt und müssen gleich weiter. Ganzkörperpeeling + Massage - ab dafür. Im Anschluss daran versuchen wir, einen Geldautomaten zu finden und landen im Nachbarort Rewal. Genau wie in Pobierowo sind hier die Bürgersteige hochgeklappt, die Fenster der Restaurants und Geschäfte sind "vernagelt" - weit und breit kein Mensch. Eigentlich fehlen nur noch die Präriegrasbüschel, die wie in schlechten Italo-Western über die Straße geweht werden. Wahrscheinlich ist es einfach nicht windig genug. ;-) Doch hey, was ist das? Ein offener Schmuckladen! Schnell rein und eingekauft - wer weiß, was sonst noch kommt? Die Kaufentscheidung war goldrichtig - ausser einem geöffneten Supermarkt finden wir keine Spur der Zivilisation mehr. Ein Hoch auf die Nachsaison. Den Rest des Tages lassen wir uns einfach treiben, lesen und tun nichts. Großartig! 


Mittwoch - der Tag beginnt natürlich wieder mit "Spazieren mit die Stöööcke!" 5,4 km in einer knappen Stunde absolviert - anschliessend Freizeit. Die wollten wir nutzen, um einen Ausflug ins Shopping-Mekka Stettin zu unternehmen. Meine Güte, gibt es in Polen viele feste Blitzer... Dafür sitzen dann aber direkt an den zweispurigen Schnellstraßen Menschen, die eimerweise Waldpilze zum Kauf anbieten. Nach einer kurzen Rundfahrt durch Stettin finden wir das Einkaufszentrum "Galaxy" - H&M, BodyShop, Deichmann ... lauter landestypische Geschäfte also. :-( Ob die ECE die Verwaltung übernommen hat? Im Real-Markt hatte Jens dann deutlich zu große Auswahl ... 




Aber er hat das Problem gut gelöst: Eine Musterflasche mitgenommen, der Rest wird dann bei positiver Bewertung online geordert. Halt ein richtig echter Logistiker! ;-) 

Auf dem Heimweg kreuzte dann ein Outlet-Center an der Ausfallstraße unseren Weg - es schrie förmlich "biegt ab und besucht mich!" Klar, dass wir uns nicht zweimal bitten liessen. Mit gut gefüllten Einkaufstaschen ging es dann wieder ins Auto und auf den Rückweg nach Pobierowo. Dort ging es dann schnell zum wieder großartigen Abendessen und dann schnell ab ins Bett. Nichtstun kann so anstrengend sein ... ;-)

In der Nacht zu Donnerstag scheint es einen heftigen Regenschauer gegeben zu haben. An sich nicht schlimm, denn morgens waren die Wolken schon weitergezogen und der Himmel riss auf. Schnell zum Frühstück um anschließend pünktlich die Stöcker zu schwingen. Oh nein ... Jens' Schuhe standen über Nacht auf dem Balkon und sind jetzt viel zu nass um damit zu walken. Was'n Ärger?! Ich gehe trotzdem brav los und weil die Trainerin echt Kumpel ist, wählen wir heute die lange Route. Wir absolvierten die knapp 8 km in 80 Minuten und hätte ich nicht Sand in den Schuhen gehabt, wäre ich auch blasen-/verletzungsfrei aus der Nummer rausgekommen. Egal, die anschließende Kosmetikbehandlung entschädigt eindeutig. Abends vor dem Essen werden mir beim "Fußritual" (das nennen die hier echt so, ich habe mir das nicht ausgedacht!) noch 20 Minuten die Füße geknetet, massiert, eingeölt, gezupft, verdreht. Wow! Das ist toll, ganz wunderbar. Kann ich den Mann mit nach Hause nehmen, damit er mit täglich die Füße massiert? Oder macht der alternativ auch Schulungen? Ich hätte da jemanden... 


Freitag dann nochmal "Spazieren mit Stöööcke". Jens Schuhe sind inzwischen getrocknet und so ist er auch wieder mit dabei. Inzwischen gab es Neuankömmlinge, die das gleiche Paket wie wir gebucht haben. 4 Frauen stehen am Treffpunkt und bei einer Frau sind wir sehr überrascht, als sie tatsächlich Stöcker in Empfang nimmt und sich auf den Weg macht. Während Jens und ich grinsend die Führung der Gruppe übernehmen und vorweg laufen, verleihen wir einstimmig den Preis für das unpassendste Sport-Outfit des Monats. Gegenkandidaten? Brauchen wir nicht ... seht selbst:



Nach 5,5 km und 1 Stunde sind wieder wieder auf dem Hotelgelände und geben zum letzten Mal unsere Stöcke ab. Schade, morgen reisen wir ab und sehen somit nicht, für welches Sportdress man sich entscheidet. 
Der weitere Tagesablauf bietet nochmal (fast) alles, was das Spa-Programm hergibt: Ganzkörpermassage, Fußpflege und als krönender Abschluss noch eine Gesichtsmassage. Herrlich - erwähnte ich eigentlich schon, dass Wellness toll ist?
Zum Abendessen gibt es dann erst den Salat mit WanTan, dann die 5 Köstlichkeiten, die die thailändischen Köche zauberten und zum krönenden Abschluss noch die gebackene Banane mit Vanilleeis und Karamelsoße. Ich platze gleich! Ein letzter Verdauungsspaziergang zum Zimmer ehe wir tot, vollgefuttert und zufrieden ins Bett fallen. 

Samstag - Koffer packen - Frühstück & Check out. Abfahrt! Die Sonne scheint, eine leichte Brise weht und ... in Swienemünde passieren wir einen Polenmarkt. Haaaa! Wir sind super in der Zeit, niemand hetzt uns. Das schreit doch förmlich nach einem Abstecher. Also Autoparken und los! Es gibt Markenklamotten so weit das Auge reicht. Hilfiger, Levis, Paul & Shark, Wellensteyn, Bench... dazu Zigaretten, Parfüm und Schmuck. Okay, ganz mit leeren Händen reisen wir nicht ab. Und ja, ich nehme Wetten an, wie lange die giftgrüne IceWatch tatsächlich hält. ;-) 

Diese wunderbaren Schnäppchen haben wir übrigens nicht gekauft:


Nach einer Stärkung mit einer Krakauer treten wir die Weiterfahrt an, machen auf Usedom noch einen Abstecher nach Heringsdorf und kommen abends geschafft aber gut erholt wieder zu Hause an. Schön wars - und mit Sicherheit nicht unser letzter Besuch in Polen. 

Dziękujemy Polska - możemy wrócić!



*************************

Hier noch ein paar Impressionen: