Dienstag, 17. Juni 2014

Immer der Nase nach - bis der Hintern weh tut

 Sonntag, 15. Juni 2014
Während Jens sich arbeitend in Münster aufhielt, brannte hier in Hamburg und Umgebung die Sonne vom Feinsten vom Himmel. Eine gute Gelegenheit, mal zu schauen, ob das mit  dem Fahrrad und mir noch hinhaute. 
Erster Check: Luft - fehlte natürlich - also ab an die Tanke und Reifendruck prüfen. Das war schnell erledigt -> dem Start in Richtung Elbe stand also nichts mehr im Wege.

Als ich dann Richtung Elbchaussee startete, passierte die jährliche Fahrrad-Sternfahrt gerade Schenefeld und ich überlegte kurz, mich anzuschließen. Aber die Vorstellung, quer durch die Stadt bis zum Museum der Arbeit zu radeln, fand ich dann doch nicht so verlockend. Also auf an die Elbe. 


Und so radelte ich fröhlich vor mich hin, genoss den Blick auf den Fluss, die wunderbare Landschaft. Ich strampelte vorbei am Blankeneser Segelclub, dem Rissener Leuchtturm und stellte unterwegs höchst erstaunt fest, dass es direkt an der Elbe einen Campingplatz gibt und kam irgendwann in Wedel an. 

Dort bummelte ich über das Hafenfest und schwang mich wieder aufs Rad um nach Hause zu kommen. Wir immer empfand ich die Hinfahrt deutlich einfacher und leichter als die Rückfahrt. Egal - irgendwann hatte ich auch diesen Weg geschafft. Untrainiert 34 km ... Not so bad! Und der Hintern tat mir auch nur noch 2 oder 3 Tage weh. ;-)





Dienstag, 10. Juni 2014

MOVE YOUR ASS!!!

Tja, lange lange ist hier nichts mehr passiert.
Die Eishockey-Saison ist mit dem Pokalsieg erfolgreich zu Ende gegangen und aufgrund extem doofer Arbeitszeiten findet das Sommertraining derzeit leider ohne mich statt. Stattdessen sitze ich pro Woche 50 Stunden und mehr im Büro und baue Kondition ab. 
In der Zwischenzeit bin ich aber im Freezers-Schlussverkauf zur Schnäppchen-Queen mutiert, habe mich mit einer (fast) neuen Ausrüstung belohnt und konnte sie auch schon bei einem Freundschaftsspiel ausprobieren. Na gut, ausprobieren ist vielleicht nicht der richtige Ausdruck, dafür war das Spiel zu einseitig. Auf dem Eis anprobieren trifft es wohl eher. Fühlt sich auf jeden Fall komisch bzw. ungewohnt an - da wird noch die ein oder andere Eiszeit nötig sein, bis ich mich an die neuen Klamotten gewöhnt habe. Aber schick sehen sie aus... ;-)

Zum Glück haben wir bereits am 15. Juli wieder das nächste Eistraining. Und das ist ja auch nicht mehr so lang hin. 

Viel kürzer ist allerdings die Zeitspanne bis zum nächsten Sporttermin: Am 21. Juni findet der HSH Nordbank Run statt, wir gehen mit den Störtis als Team auf die 4km lange Strecke und wie mir mit Schrecken bewusst wurde, sind es bis dahin keine 14 Tage mehr. Au weia! Wenn das mal gut geht. Fakt ist: Das Trainingspensum muss erhöht werdem oder richtiger: Das Training muss beginnen! 
Natürlich bin ich gut im Erfinden von Ausreden und Entschuldigungen - aber jetzt wird es ernst... Heute wurden erstmals nach langer Zeit wieder die Turnschuhe geschnürt und ab ging es an den See. Die Temperaturen waren eher ungünstig zum Laufen - aaaaaber: Ich hab mich tapfer eine Runde um den See geschleppt. 
Über meine Rundenzeit decke ich lieber den Mantel des Schweigens - nur soviel: 
Egal - es wird weitergelaufen und der Nordbank-Run wird geschafft -  jawollja! 

Montag, 14. April 2014

Jawollja! WIR SIND POKAL!!!

Eine Woche nach dem Gastspiel in Erfurt stand am Samstag dann der Saisonhöhepunkt auf dem Kalender: Der Norddeutsche Damen-Wanderpokal wurde in Bremerhaven ausgespielt. Zum 2. Mal fand das Ganze in Turnierform statt - eine willkommene Abwechslung und entsprechend vorfreudig und gut gelaunt reisten wir an. 
Abfahrt in Stellingen für die HSV-Spielerinnen war um 6 Uhr, trotz dickem Nebel auf den Bahnen rollten wir pünktlich um 8 Uhr auf den Parkplatz der Eishalle.



Die riesigen Kabinen (Highlight sind für mich immer noch die zahlreichen Steckdosen, die alle in ca. 2,5 m Höhe angebracht sind) waren schon bereit und auch der Spielplan hing bereits an der Tür. Berit sorgte noch schnell für Motivation mit einem Turbo-Tape-Graffitti und verschönerte die Innenseite der Tür damit.









Ursprünglich hatten sich ausser unserer Spielgemeinschaft noch die Crocodiles Hamburg, die Hannover Indians, die Dark Wings Salzgitter und die gastgebenden Fishtown Ladies Bremerhaven angemeldet. (Und wo ich das so lese, fällt mir gerade auf, dass unsere Spielgemeinschaft HSV/Timmendorfer Strand gar keinen spektakulären, aufregenden Beinamen hat...)
Die Crocos hatten leider noch kurzfristig abgesagt, so dass das Teilnehmerfeld nur noch aus 4 Mannschaften bestand. Der Modus sah zunächst "jeder gegen jeden" vor, ehe es für alle Teams in die Halbfinals ging. Dort sollten dann der 1. der Vorrunde gegen den 4. und der 2. gegen den 3. antreten. Dieser perfekt ausgeklügelte Modus stellte sicher, dass jedes Team 5 Spiele zu absolvieren hatte.
Bei uns hatte es ein paar Absagen von Spielerinnen gegeben, so dass wir mit einem (für unsere Verhältnisse) doch recht kleinen Kader antraten. 2 Torhüter, 4 Verteidiger und 8 Stürmer, dazu unser Trainer-Dreamteam Guido und Lutz wollten/sollten es richten und für ein erfolgreiches Turnier sorgen.
Wir begannen um 9.20 Uhr mit dem Spiel gegen die "Dunklen Schwingen Salzgitter" - eine Mannschaft, mit der wir in der laufenden Saison schon ein paar Schwierigkeiten hatten. Unser Heimspiel hatten wir knapp mit 1-0 gewonnen, das Rückspiel ging ebenso knapp mit 2-3 verloren. Nun, die Karten würden bei diesem Turnier eh neu gemischt. Karo startete im Tor, ich durfte die Bandentür für die Verteidiger öffnen. Karo machte einen gute Job und zeigte ein gute Paraden. Leider wurde in Unterzahl ein Puck von einer eigenen Mitspielerin abgefälscht und rutschte ins Tor. Im Gegenzug hatten wir - wie so häufig - einfach Pech im Abschluss und brachten die Scheibe nicht im gegnerischen Tor unter. Das Spiel endete mit 0-1 aus unserer Sicht. Egal... Mund abwischen - weiter gehts! 
Direkt nach der Eisbereitung ging es für uns mit dem nächsten Spiel weiter - diesmal gegen die Gastgeber. Karo, die ja schon warm war, hütete wieder die Kiste, ich sortierte die Verteidiger beim Ein- und Auswecheln so gut ich konnte. Zum Glück waren es nur 4, so dass immer 2 auf dem Eis und 2 auf der Bank zu sein hatten - übersichtlich und somit auch für mich machbar. ;)
Nach der Spielzeit von 30 Minuten stand es unentschieden 1-1 - es ging direkt ins Penatyschießen. Um es mal vorsichtig zu sagen: Das liegt uns nicht so.... Bremerhaven gewann das Spiel 2-1 und wir machten dicke Backen. Zeit für eine Pause. Da es für uns erst um 17.00 Uhr weitergehen sollte, nutzten wir die Zeit zum Duschen und zur Nahrungsaufnahme. Ein Teil der Mannschaft machte einen Ausflug nach Bremen ins Primark-Polyester-Klamottenparadies, der Rest amüsierte sich in der Halle. In der Zwischenzeit standen sich noch Hannover und Salzgitter und Salzgitter und Bremerhaven gegenüber und nahmen sich gegenseitig die Punkte ab. Salzgitter gewann gegen Hannover, unterlag aber Bremerhaven nach Penaltyschießen. 




Dann war wirklich Pause - erst war Training der DEL II-Mannschaft, im Anschluss gab es eine öffentliche Laufzeit. Für die Teams wurde in der Zwischenzeit ein Pasta-Buffet aufgebaut und das schöne Wetter lud zu einem Spaziergang ein. Wir sind immerhin bis zum nahegelegenen Obi-Baumarkt gekommen und stellten erfreut fest, dass die integrierte Bäckerei ein kleines Café hatte. ;) Zurück in der Halle zogen sich einige Spielerinnen für ein Nickerchen zurück, andere testeten in dieser Zeit merkwürdige Selbstverstümmelungsmaßnahmen. Ich möchte dazu an dieser Stelle einfach nur sagen: "GABELN gehören NICHT in Fronttaschen von Rucksäcken"! *lol*

Weiter ging es dann um 17 Uhr mit dem Spiel gegen die Hannover Indians. Karo spielte - ich sortierte Verteidiger. Wie abgesprochen tauschten wir zur Hälfte des Spiels - Karo übernahm die Verteidiger-Dressur und ich hütete das Tor. Nach 30 Minuten Spielzeit stand es 3-3 und - jawollja - Penaltyschießen! Können wir nicht - wollen wir nicht, verloren wir mit 3-4 nach Penalty und standen nach der Vorrunde ohne Sieg mit nur 2 Punkten am Tabellenende. Blöd, aber noch war alles drin. Im Halbfinale ging es dann also für uns gegen den Vorrundenersten aus Bremerhaven. 
Unser Halbfinale sollte direkt im Anschluss an unser letztes Vorrundenspiel stattfinden. Also kurz die Beine ausgeschüttelt, ein trockenes Shirt untergezogen und los ging es.  Und tatsächlich ging es los, voll motiviert um die vorangegangen Niederlagen vergessen zu machen, stürmten meine Mädels im Vorwärtsgang auf das gegnerische Tor. Die Mädels aus Bremerhaven schien gar nicht richtig zu wissen, wie ihnen geschah. Zack - zack - zack.. Bubi knipste einen Hatrick! Am Ende siegten wir mit 4-0 und standen im Finale. Wow!

Im 2. Halfinale standen sich Hannover und Salzgitter gegenüber und es wollten in der regulären Spielzeit einfach keine Tore fallen. Penaltyschießen... Wir hatten es uns mittlerweile auf der Tribüne bequem gemacht und schauten und das (Schau)Spiel an. Eine Schützin nach der nächsten scheiterte. Man könnte aber auch sagen, die Torfrauen hielten einen Penalty nach dem nächsten. Erst der sage und schreibe 37. Penalty sollte verwandelt werden und für den 1-0 Endstand sorgen. Während sich die Mannschaften auf dem Eis mühten und mir beide Torfrauen echt schon leid taten, weil das Penaltyschießen wirklich anstrengend war, stieg bei uns die Stimmung und wir stimmten fröhlich in die Musik des DJ ein - egal ob Helene wieder atemlos war, Jack the road hitten sollte, Jürgen keine Panik auf der Titanic verbreitete oder Pharell einfach nur Happy war - wir waren textsicher! Unser Favorit war später dann jedoch "Scheixxdrauf... PENALTY ist nur einmal im Jahr - Ole ole und schalala!"
Dieses freundliche Kerlchen beobachtete die Spiele aufmerksam! :)
Nach dem rekordverdächtigen Penalty-Geschiesse stand dann aber endlich unser Gegner fest. Salzgitter war unser Finalgegner. Hannover und Bremerhaven bestritten vor uns das Spiel um Platz 3. Und... was passierte? Genau... es ging ins Penaltyschießen! Das war dann aber doch etwas schneller entschieden und wir konnten um 22 Uhr endlich unser Finale antreten. 
Auch in diesem Spiel gaben wir richtig Gas und setzten den Gegner unter Druck. Auf keine Fall wollten wir nochmal ins Penaltygemurmel, dieses Spiel wollten wir nach 30 Minuten regulär entscheiden! Klappte auch, denn ca. 10 Minuten vor Ende des Spiels brachte Bubi uns mit ihrem 5. Turniertor mit 1-0 in Führung. Auch wenn Salzgitter sich danach noch ein paar Chancen erspielen konnte, stand die Null. Wir siegten mit 1-0 und waren damit Pokalsieger! Wow - wer hätte das nach den Vorrundenspielen gedacht??? Entsprechend ausgelassen und fröhlich war die Stimmung nach dem Spiel und bei der Siegerehrung. Während die anderen Manschaften schon lange in den Kabinen verschwunden waren, krabbelten und tanzten wir immer noch auf dem Eis rum und genossen das extrem gute Gefühl, mit 2 minimalistischen Siegen das gesamte Turnier gewonnen zu haben. 

Ein unfuckingfassbar geiler Saisonabschluss! :)












Neue Beschriftung für die Kabinentür nach Turnierende - minimalistisch auf den Punkt! Also passend zum Tag! :) 

Ach ja.... offiziell liest sich das bei HL-Sports.de dann so: 
Beach Girls mit Pokalsieg
Danke, Saubi - bitte weitermachen! ;o) 

Für uns ist jetzt erstmal Sommerpause - Zeit um etwas Abstand zu gewinnen, ehe es Anfang Mai wieder mit dem Sommertraining losgeht. Ich freue mich bereits jetzt auf Zirkeltraining, tiefe Kniebeugen, Liegestütze etc. Dazu hole ich wieder die Laufschuhe raus und kümmere mich um "mein Revier" am Schacksee, damit ich den HSH Nordbank Run im Juni auch einigermaßen überstehen kann. Auch darauf freue ich mich - ehrlich!

Aber spätestens in 4 Wochen sieht es dann eh wieder so so aus: 



Und dann ... geht alles wieder vor vorn los! :)

Erfurt ... dritter und letzter Versuch!

Eine Woche nach dem Heimsieg gegen die Crocos und dem sichergestellten Vizemeister-Titel stand noch das Nachholspiel in Erfurt auf dem Spielplan. Wir erinnern uns: Den ersten Termin  im Dezember hatten die Erfurter abgesagt (klick) und beim zweiten Termin streikte unser Wagen (klick)
Neuer Termin: Sonntag, 6. April um 18.00 Uhr - ein Traum-Termin ... jedenfalls, wenn man Montags frei hat. In den Genuss eines freien Montags kamen aber leider nur die wenigsten. Dennoch machten wir uns mit 19 Personen (2 Trainer, 2 Torhüter + 15 Feldspieler) auf den Weg. Bei dem Wetter folgten wir dem Rat des Navis und düsten durch den Harz. Unterwegs gab es noch eine kurze Rast und wir planten, die nächste Raststätte mit Tankstelle anzupeilen um noch eine Kaffeepause zu machen. Aber was soll ich sagen? Da kam nix mehr! Also: Kein Kaffee sondern durch bis nach Erfurt! Die Fahrt verlief dennoch sehr entspannt, wir kamen gut durch und waren eigentlich viel zu früh an der Halle. Aber die Hauptsache war ja: Wir waren da!
Wir sind tatsächlich da - es scheint, als wären wirklich aller guten Dinge 3!
Und während (wie uns Augenzeugen im Norden berichteten) in Hamburg Dauerregen herrschte, strahlte für uns in Thüringen die Sonne. Wetter vom Feeinsten - und wir hatten (leider) mehr als genug Zeit, um die Sonne zu geniessen. In der Eishalle lief nämlich noch ein Kleinschülerturnier und die Siegerehrung war erst für 18:05 Uhr angesetzt. Wir nutzten die Freizeit um in der nahegelegene Tankstelle den Tankwart mit Kaffeebestellungen zu verwirren und wilde Tiere in freier Wildbahn rund um das "Gunda-Niemann-Stirnemann-Eislaufzentrum" zu beobachten ehe wir die Taschen ausluden und in die "Kabinchen" brachten. 
Schräg! Konnte man drehen wie man wollte - lief irgendwie immer vorwärts!

 Wie sich herausstellte, verzögerte sich das Turnierende dann wegen  diverser Penaltyschießen sogar noch weiter und auch wenn uns versprochen worden war, die Siegerehrung neben dem Eis stattfinden zu lassen, war das nicht der Fall. Um 18.30 Uhr gingen wir endlich zum Warm up auf die Eisfläche, Spielbeginn war dann tatsächlich um 19.05 Uhr. Toll, schon über eine Stunde Verzug... :-(
This is how we do it!


Egal ... das Spiel begann und zwar äußerst doof! Bereits in der 4. Minute kullerte bei versperrter Sicht ein abgefälschter Schuss langsam an mir vorbei ins Tor - na, das fing ja schon mal gut an... In der 19. Minute konnte Antje dann aber ausgleichen und mit 1-1 ging es erstmals in die völlig überhitzten Kabinen. Boah, war das warm da - erholsam war der Aufenthalt in den winzigen Kabinen wahrlich nicht! Also schnell zurück in die kühlere Eishalle. Dort liessen wir uns vom Schild am Eingang nur kurz irritieren.
Weder noch - aber doch mittendrin statt nur dabei! *ätsch*
In der 23. Minute brachte Bubi uns dann mit 2-1 in Führung, doch diese sollte leider nur bis zur 39. Minute bestehen bleiben. Ausgleich - zur Abwechslung mal wieder ein vom eigenen Verteidiger abgefälschter Schuss...

  Im letzten Drittel fielen keine weiteren Tore, 2-2 nach 60 Minuten - Penaltyschießen! War an dem Tag leider nicht so unser Ding. Erfurt sicherte sich mit dem 3. Penalty den Zusatzpunkt, feierte den Sieg wie eine Meisterschaft und wir konnten endlich nach Hause fahren. Nach McDoof-Stop, Autotausch, Volltanken und Leihwagen-Rückgabe war ich um 4.18 Uhr wieder zu Hause, um 4.30 Uhr im Bett. Schön, dass der Wecker am Montag bereits um 7.00 Uhr wieder klingelte. In solchen Momenten merkt man wieder, dass man echt bekloppt sein muss, um diesen Sport zu lieben... ;-)

Der Saubermann hat übrigens bei HL-Sports wieder einen Artikl veröffentlicht -> Beach Girls verlieren knapp in Erfurt

Dienstag, 8. April 2014

Endspurt... der Sommer naht! :-)

Seit dem letzten Eintrag hier ist ja nun schon eine Weile vergangen- das lag aber nur bedingt daran, dass ich schreibfaul war sondern eher daran, dass wir lange spielfrei hatten. Zwar hatten wir nach der missglückten Auswärtsfahrt nach Erfurt noch ein Heimspiel gegen Bremerhaven, aber aufgrund eines anderen Termins übernahmen Karo und Vivian den Wachdienst und hüteten das Tor so gut, dass am Ende ein 4-0 Heimsieg dabei heraussprang. Klasse, das habt Ihr gut gemacht, Mädels! :-) 

Weiter ging es dann erst am 30. März mit dem eigentlich letzten Saisonspiel gegen die Crocodiles aus Hamburg-Farmsen. Bei den Crocos hatte es zuvor einige mannschaftsinterne Streitigkeiten gegeben und die Mannschaft hatte die Spiele am 22./23. März abgesagt. Der Flurfunk brodelte und so waren wir mehr als gespannt ob und wenn ja, mit welcher Truppe die Crocos zum Saisonfinale in Timmendorf auflaufen würden. Zu unserer Erleichterung kam am Samstag eine Mannschaftsmeldung und am Sonntag waren die Gäste trotz Sommerzeit pünktlich mit 10 Feldspielern + Torwart in der Eishalle eingetroffen. Wir konnten wieder aus dem Vollen schöpfen und einen großen Kader aufbieten. Alles, was "Rang & Namen" hatte, war zum Spiel erschienen. Entsprechend umfangreich war die Aufstellung - aber die Kaderstärke rief geradezu nach einem "richtigen" Mannschaftsfoto. 

  


 Außerdem entstanden in gelöster Atmosphäre noch einige weitere Schnappschüsse




Auch das Spiel selbst war sehr entspannt - zumindest, wenn man das Trikot der SG trug. Und da Bilder mehr sagen als tausend Worte hier nur noch eines:

Ich kann mich nicht erinnern, schon einmal so einen hohen Sieg gefeiert zu haben. Dennoch großen Respekt für die Crocos, die sich fair gegen die Niederlage stemmten und das Eis mit erhobenem Kopf verlassen konnten. 
"Selbstverständlich" gibt es auch wieder einen Bericht im Saubermann: 






Sonntag, 2. März 2014

Wenn im Crafter die Kontrolllämpchen leise blinken...

Samstag = Hockeytag! Das Nachholspiel in Erfurt steht an. Erfurt? Da war doch was?!? Richtig: Dezember 2013: Spielabsage - aber der Xaver kann nix dafür... 
372 km einfache Strecke - ohne Stau knapp 4 1/2 Stunden Fahrtzeit. Diese Strecke wollten wir nicht mit Privatwagen fahren sondern mieteten uns wieder zwei Busse. So hatten wir 17 Sitzplätze und auch ausreichend Stauraum für unsere Ausrüstungen. Pünklich um 12 Uhr starteten wir in Stellingen und rollten bei Sonnenschein und freien Straßen gen Osten. Lutz fuhr den kleineren Vito, ich hatte den "Der Gerät-Crafter" unterm Hintern, die Taschen finden komplett im Crafter Platz. In beiden Bussen ging die Mega-Dose Haribo Colorado um und die Laune war bestens. 

An der Hildesheimer Börde machten wir dann die erste Pause für einen Snack und einen Kaffee. Wir genossen den Frühlingssonne und stiegen entspannt wieder in die Autos. Auf der Beschleunigungsspur war es mir, als hätte der Crafter sich beim Schalten vom 3. in den 4. Gang "verschluckt" - komisch. Blick aufs Armaturenbrett - warum zur Hölle will der Wagen bei Tempo 120 und (natürlich) laufendem Motor vor glühen??? Und warum wird der Wagen langsamer, nimmt kein Gas mehr an und regelt bei 80 km/h den Motor ab? O.o Die liebe FennFenn guckte ins Handbuch und las vor: "Motorsteuerung gestört!" Na super! Dann mal ab auf den Standstreifen. 
Motor aus - warten - Motor an. Und? Lampe blinkt. Nochmal: Motor aus - warten - Motor an. Lampe blinkt noch immer! Mist! Anruf bei der Vermieterin der Wagen. "Das kennen wir, ist 'n VW-Fehler. Da ist ne Glühkerze defekt. Damit könnt ihr weiterfahren!" "Bist Du Dir sicher? Inzwischen leuchtet die nächste Kontrolllampe ... die Abgaskontrollleuchte ist an. Im Handbuch steht, dass man sofort in die nächste Werkstatt fahren soll!" 
Wir fahren langsam weiter und warten auf die nächste Ausfahrt. Im Auto überschlagen sich inzwischen die Gespräche - jeder berichtet von irgendwelchen Defekten, möchte Analysen und Infos haben... Ja Mensch, da blinkt ne Leuchte und die andere ist dauerhaft an - ich weiß es doch auch nicht. Das Telefon klingelt, wir bekommen den Rat, die Batterie für fünf Minuten abzuklemmen. Dann soll der Fehlerspeicher gelöscht sein. Machen wir - aber erstmal muss ne Ausfahrt kommen. Wo bleibt die Abfahrt wenn man sie braucht?  Ah - da! Abfahrt Rhüden mit Autohof. Dort angekommen geht die Suche nach der Batterie los. Im Motorraum ist sie nicht - also muss sie unter dem Fahrersitz sein. Wer denkt sich denn so was aus? Um die Verkleidung zu lösen braucht man einen Torx-Schlüssel. Klar ... hat man ja immer dabei! :-( Guido improvisiert und mit minimalem Gewalt-Einsatz lässt sich die Batterie freilegen. Das Abklemmen geht schneller - nützt nur leider nix. Die Lampen leuchten nach wie vor. Aber telefonisch gib es gute Nachrichten: Knapp 10 km entfernt befindet sich eine Werkstatt mit Notdienst - ein Fahrer ist auf dem Weg zu uns. Yeah!
Wir warten ... und der Pannenhelfer kommt schnell, schließt seinen Computer an und blickt in den Motorraum - beobachtet vom 30 neugierigen Augen, die wissen wollen, was los ist. Er weiß es aber auch noch nicht, die Computer-Analyse ist nicht aussagekräftig. Probefahrt - Rückkehr zum Autohof. Und??? "Fahren Sie mir bitte hinterher, ich gucke in der Werkstatt noch genauer"
In der Zwischenzeit haben wir den Ligenleiter und den Erfurter Trainer schon mal vorsorglich informiert - weiß ja niemand, wie lange das hier noch dauert. 
Die Werkstatt befindet sich in Lutter und die Fahrt dorthin ist kurvenreich. Wir folgen dem Abschleppwagen und staunen, wie rasant man mit dem Geschoss durch Kurven fahren kann. Ich hätte bei der Strecke lieber ein Motorrad dabei gehabt und Antje bemerkte trocken: "Wenn der bremst würd ick och bremsen!" Danke! Mach ich! ;-) 
Wir warten wieder ... zum Glück ist es mild und regnet nicht. Wir vertreiben uns die Zeit mit essen, trinken, klönen, lachen und Ball spielen. Der Wagen ist weiter in der Werkstatt verschwunden. Dann öffnet sich das Tor und der Wagen bricht zu einer Probefahrt auf. Als er zurückkommt wird er wieder direkt in die Werkstatt gefahren. Nix zu machen - die Kontrollleuchte geht nicht aus, irgendwelche Werte stimmen nicht. Weiterfahrt unmöglich. Anruf beim Ligenleiter und in Erfurt, das Spiel wird abgesagt. Nächste Sorge: Wie kommen wir mit unserem Gepäck wieder nach Hause? Ein VW Bus kann besorgt werden doch beim Blick in den Kofferraum kommen Zweifel auf. Auch mit dem Vito bekommen wir nie alle Taschen mit nach Hause. Die Alternative ist, dass in Hamburg noch ein Crafter losfährt um uns einzusammeln. Hmmm - das dauert locker noch zwei/zweieinhalb Stunden. Wir versuchen unser Glück und beginnen, die Taschen aus- und wieder einzuladen. Wenn irgendwann mal bei den olympischen Spielen die Sportart "Eishockeytaschen-Tetris" ins Programm aufgenommen wird: Wir sind echte Medaillen-Anwärter! 
 
13 Eishockeytaschen, zwei Paar Torwartschienen, zwei Trikotsätze, ca. 25 Schläger, diverse Taktiktafeln, Trinkflaschen und Proviantrucksäcke sind verstaut. Und jeder hat einen Sitzplatz. Hey, das soll uns erstmal einer nachmachen. 
Trotzdem: Von Lutter nach Erfurt wären wir jetzt noch 2 1/2 Stunden unterwegs - im Leben nicht mehr rechtzeitig bis Spielbeginn. Um 18.15 Uhr rollen wir vom Hof und schlagen den Weg nach Hamburg ein. Unterwegs klingelt das Telefon: Vito an T5 - bei uns ist gerade eine Warnmeldung für den Motorölstand im Display! Aaaaaaah! Das darf nicht wahr sein! Doch die Meldung verschwindet zum Glück schnell wieder und wir setzen die Fahrt fort.
Der obligatorische Zwischenstop bei McDonalds darf trotzdem nicht fehlen und gegen 20.30 Uhr kommen wir wieder in Stellingen an. So viel Aufwand für nix - aber Spaß hatten wir trotzdem. Irgendwer will wohl nicht, dass wir dieses Jahr nach Erfurt kommen. :-( 
Wir müssen jetzt abwarten, was die Ligenleitung entscheidet und ob Erfurt noch Eiszeiten für ein Nachholspiel anzubieten hat. Wir sind bereit und würden gern einen dritten Versuch starten. :-)