Freitag, 17. Oktober 2014

16.10.14 - The Fog - Training des Grauens...

Donnerstag abend, Eisbahn Stellingen - 22.15-23.15 Uhr - eine  "ganz normale" Trainingszeit, die HSV Frauen gehen gemeinsam mit der 1c-Herrenmannschaft auf das Eis. 
Ja, es ist spät und ja, es ist bereits in dieser Jahreszeit recht schwierig, sich der Couchanziehungskraft zu widersetzen und die Fahrt nach Stellingen anzutreten. Und das wird nicht einfacher werden - je kälter es wird, desto verlockender ist die warme Stube. Aber dazu dann gegebenenfalls später mehr.

Auf jeden Fall fanden sich 9 Spielerinnen tapfer und pünktlich in der Kabine ein. Gemeinsam mit den Männern ging es dann aufs Eis - und ehrlich gesagt verloren sich aus meinem Blickwinkel dann die Spuren der anderen. Es war einfach zu warm und die Luft war zu feucht - und damit war es über dem Eis neblig - 
nein, es war sehr neblig! 

Blick von der Tribüne auf die Eisfläche - JA, es sind Spieler auf dem Eis! ;)

Von meinem Tor aus konnte ich beim Aufwärmen mit Mühe noch bis zur blauen Linie schauen, die von meinem Tor ca 22 m entfernt ist. (Abmessungen des Eishockey-Feldes) Im Laufe des Trainingsspiels verschlechterte sich die Sicht massivst und ich konnte noch ca 5 m weit klar sehen - danach kam der Nebel des Grauens. Nicht einmal die Spielerbank war vom Torraum aus sichtbar. Da war einfach nur nur ein wabernder, grauer Nebelschleier über dem Eis. Gelegentlich tauchten dann unangekündigt und überraschend Menschen vor mir auf - mal mit, mal ohne Puck. Mal in roten oder orangen Trikots (das waren die Guten, meine Mitspieler), mal in schwarzen und gelben Trikots (die Gegner). Wobei schwarz und rot auf die Distanz auch nicht auseinander zu halten waren. Da musste ich eher gucken, ob der Spieler mit Puck vorwärts (Gegner) oder ohne Puck rückwärts (Mitspieler) lief. Gelb und orange konnte ich hingegen einigermaßen unterscheiden.
Aber im Großen und Ganzen war das Training eher wie ein Hörspiel für mich: Das Klacken, wenn der Puck angenommen wurde, das Kratzen der Skates auf dem Eis, das Knallen, wenn der Puck an die Bande krachte und die Rufe, die den Feldspielern signalisierten, dass sie im Nebel auf einen Gegenspieler zuliefen. Spannend, was für Gedanken man sich macht, wenn man plötzlich kaum noch etwas sehen kann. Irgendwann war ich mir dann überhaupt nicht mehr sicher, ob der Nebel über dem Eis hing oder ob meine Kontaktlinsen mittlerweile beschlagen waren. Aber da ich meine Füße klar und deutlich erkennen konnte, konnte es ganz eindeutig nicht an den Linsen liegen. Ich hab auch kurzzeitig überlegt, ob es überhaupt jemandem auffallen würde, wenn ich das Tor einfach aufs Eis legen und schon mal zum Duschen in die Kabine gehen würde. Ich glaube, das hätte niemand gemerkt. ;) 

Nein, richtig Spaß hat das Training so nicht gemacht - vor allen Dingen dann, wenn plötzlich ein Schlagschuss von der (für mich ja nicht mehr sichtbaren) blauen Linie abgefeuert wurde, der nur überraschend dem Nebel auftauchte. Zum Glück war das die Ausnahme und es ist auch nichts passiert. Hoffentlich wird es bald richtig kalt, damit wir wieder mit klarem Blick über die ganze Eisfläche trainieren können.

Aber jetzt gilt es, die Augen erstmal auf das nächste Spiel zu richten: Sonntag, 19.9.2014 - 18.45 Uhr in Salzgitter! Auf geht's!

Montag, 13. Oktober 2014

11.10.14 - Der frühe Vogel gähnt ... und spielt trotzdem morgens um 10 Uhr auswärts Eishockey

Samstag morgen - 4.45 Uhr - der Wecker klingelt ... 
warum? Nun, um 6 Uhr treffen wir uns um zum Auswärtsspiel in Bremerhaven (Spielbeginn 10 Uhr) zu fahren. Gähn - das ist absolut nicht meine Zeit. Ich kann um diese Uhrzeit weder Kaffee trinken noch frühstücken - auch die Dusche hilft nicht wirklich. Dennoch: Pünktlich um 6 Uhr sind alle in Stellingen, verteilen sich auf die Autos und ab geht's. Natürlich sind um diese Uhrzeit die Autobahnen frei und wir kommen pünktlich um 8 Uhr an. 
Die Taschen werden schnell in die Kabinen verfrachtet (das Türschild irritiert uns ein wenig - aber irgendwie zeigt es ja auch, dass der Hallen-Hausmeister auch noch nicht wach ist ;) - 
Prominente, professionelle Vormieter - die ihr Spiel allerdings n.P. verloren haben - ob das ein Zeichen ist? 
 und dann geht es schnell zur naheliegenden Tankstelle um einen Kaffee zu holen. Zurück in der Halle stellen wir fest, dass in der Zwischenzeit jemand unsere Kabine abgeschlossen hat. An sich nicht weiter tragisch - wenn denn der Schlüssel auffindbar wäre. Aber auch dieses Problemchen lässt sich innerhalb von 10 Minuten lösen und wir kommen wieder an unser Equipment und haben sogar einen Kabinenschlüssel. Geht doch!

In der Zwischenzeit sind auch die BeachGirls angekommen und die Vorbereitung auf das Spiel kann beginnen. Laufschuhe an und los. Vor die Tür müssen wir nicht, in der komfortablen Halle kann man im Umlauf der Tribünen seine Runden drehen - und genau das tun wir auch. In der Halle ist es warm und stickig - laufen, dehnen, stretchen und ab zum Umziehen in die nicht minder warme Kabine.

Das Warm up auf dem Eis läuft gut - bis zum letzten Schuss, der mit einer nicht optimal gepolsterten Stelle des Brustpanzers an der Schulter gestoppt wird. Auuuuu.... Zum Glück hat der Sanitäter (ohne den man im Eishockey bei Spielen nicht einmal zum Aufwärmen auf das Eis darf) schon Eisbeutel vorbereitet, so dass die Prellung vor Spielbeginn noch ein wenig gekühlt werden kann. 
Frauen-Power in Bremerhaven!
Das Spiel beginnt und ehe wir uns versehen, liegt die Scheibe in unserem Tor und wir liegen 0-1 zurück. 22 Sekunden sind gespielt. Na, das geht ja gut los... :-/
Doch so leicht lassen wir uns nicht verunsichern - was ist schon ein Gegentor? Nix - jedenfalls im Eishockey. Es entwickelt sich ein munteres Spielchen, bei dem wir allerdings zu häufig in der Zuschauerrolle sind. Die Pässe kommen nicht präzise, zu oft werden wir überlaufen und das Überzahlspiel klappt trotz 2 Strafen gegen unseren Gegner nicht. Mit dem 0-1-Rückstand gehr es in die 1. Pause.

In den zweiten Spielabschnitt starten wir eigentlich ganz gut - bis die Schiedsrichter anfangen, Strafen zu verteilen. In der 24. Minute 2 Minuten gegen Anni, in der 27. Minute geht Poeppel auf die Bank, in der 38. Minute Johanna und Spiessie geht dann in der 39. gleich hinterher. Immerhin gibt es aber in diesem Drittel auch gegen die Heimmannschaft eine Strafe. Mein persönliches Highlight der Schiedsrichter-Kunst zeigt sich übrigens, als einer Spielerin der Stock bricht und diese mit dem zerbrochenen Schläger in der Hand zu eigenen Bank fährt, um zu wechseln. Proteste von allen Seiten werden von den Schiedsrichtern mit der sinngemäßen Aussage "ich entscheide, wann ich pfeife und ich erachte das Verhalten nicht als unkorrekt" abgetan. Okayyyy, kann man so machen - schade nur, dass die Regeln ganz eindeutig vorsehen, dass ein Spieler seinen zerbrochenen Stock SOFORT und UNVERZÜGLICH auf dem Eis fallen lassen muss. Das Spiel muss dann entweder ohne Stock fortgesetzt werden oder der Spieler (natürlich auch ohne Stock) fährt direkt zum wechseln. Alles andere wird ganz klar mit einer 2-Minuten-Strafe geahndet - da lässt das Regelbuch nun wahrlich kein Spielraum für die SR. Aber gut - is halt ne Tatsachenentscheidung! 
In der 40. Minute kann Svea dennoch unser erstes Tor in diesem Spiel machen und erzielt so den umjubelt-verdienten Ausgleich zum 1-1. Doch die Freude währt nicht lange. Bremerhaven setzt sich in Überzahl in unserem Drittel fest. Unsere Verteidiger schaffen es aber trotzdem mit einiger Mühe, die  Scheibe aus dem Drittel zu schießen - so denken wir jedenfalls für den Bruchteil einer Sekunde. Der Schiedsrichter hebt dem Arm, zeigt Abseits an, überlegt es sich aber nach einer Sekunde anders und lässt den wieder Arm fallen und das Spiel weiterlaufen. So ist das angezeigte Abseits wieder aufgehoben. *hmpf* Regelkonform geht anders - aber protestieren lohnt nicht, diese Erfahrung haben wir ja schon machen müssen. Kurze Zeit später fällt das 2-1 für Bremerhaven - und mit diesem Rückstand geht es in die 2. Pause.
Im letzten Drittel müssen wir gut 5 Minuten warten, bis Antje einen Pass von Fenja und Bubi aufnehmen und in aller Seelenruhe auf das gegnerische Tor zulaufen kann. Ganz ruhig kann sie sich die Torfrau ausgucken und setzt den Puck dann rechts an die Innenseite des Pfostens! PERFEKT & SEHR SEHR GEIL! Ausgleich! Jawollja! 
Trotz weiterer Strafen gegen uns und auch gegen Bremerhaven fällt kein weiteres Tor. 2-2 nach regulärer Spielzeit - das Penaltyschießen muss über den Zusatzpunkt entscheiden. Wie ich es liebe...
Drei Spielerinnen pro Mannschaft laufen an und während meine Mädels keinen Penalty verwandeln, passt der 3. Penalty von Bremerhaven genau in den Winkel.
Der Zusatzpunkt bleibt damit in Bremerhaven und wir nehmen einen Punkt mit nach Hause. Das hätte auch anders rum gehen können - ist halt ärgerlich, ist eben Glückssache. Ab unter die Dusche und schnell nach Hause - nächste Woche geht es schon weiter mit dem nächsten Spiel. Sonntag um 18.45 Uhr spielen wir in Salzgitter. Mal gucken, was da so passiert.


Und hier noch der Spielbericht, der eindeutig aus Bremerhavener Sicht geschrieben ist ;-)
www.frauen-eishockey.de

Dienstag, 7. Oktober 2014

05.10.14 - Gameday! Auf in die neue Saison!



 Hurraaaaaa... das Ende der Sommerpause naht! Und ehrlich: So super-sonnig-mega-schön der Sommer auch war - die Pause war lang und weilig...




Aber nun gibt es endlich wieder das gewohnte Bild und die ToDoListe sieht entsprechend ansprechend aus:



Gegner im ersten Heimspiel waren die Dark Wings aus Salzgitter - gegen die Mädels hatten wir in der letzten Saison 2 x gewonnen und 2 x verloren. Das letzte Aufeinandertreffen brachte uns einen 1-0-Erfolg und den Pokalsieg. -> Schön war's! :o)

Doch neue Saison - neues Glück - und *hurra* neue Klamotten. Der September hielt leider für uns nur 3 Trainingszeiten bereit und die Vorbereitung auf das erste Spiel war daher eher mäßig. Ich hatte in der Zeit viel mit der neuen 2nd-Hand-Ausrüstung zu kämpfen. Fang- und Stockhand sind super, die Hose passt, aber mit den neu-gebrauchten Schlittschuhen kam ich in Verbindung mit den ebenfalls neu-gebrauchten Schienen überhaupt nicht zurecht. Die Schienen sind ein ganzes Stück länger und ich hätte echt nicht gedacht, dass das so ein Unterschied ist. Im Zusammenspiel mit den Schlittschuhen kam ich mir immer vor, als stünde ich zum allerersten Mal überhaupt auf dem Eis. Ein schreckliches Gefühl, doch zum Glück gab es eine gute Lösung für das Problem: Die neuen Schienen in Kombination mit den alten Schlittschuhen machen es erträglich. Und die neuen Skates werden dann im Laufe der Saison im Training eingelaufen.

In Stellingen, unserer Hamburger Heimspielstätte, waren wir noch gar nicht auf dem Eis und durch das wunderbare, sonnig warme Wetter stand zu befürchten, dass es auf der halboffenen Eisfläche wieder einmal sehr neblig werden könnte. Doch diese Befürchtung stellte sich glücklicherweise als unbegründet heraus, sowohl Spielerinnen als auch Zuschauer hatten beste Sicht auf das Spielgeschehen. 

Fleißige Hände hatten übrigens Sommerpause genutzt und die Kabinen etc. verschönert - eine (wie ich finde) gelungene Aktion: 










Die Aufstellungstafel darf natürlich nicht fehlen...

Die Tribüne ist gut gefüllt, die Stimmung gut und das Spiel konnte beginnen. Dafür, dass wir mit der SG noch gar nicht zusammen auf dem Eis gestanden hatten, liess sich die Partie echt gut an. Es wurde viel Druck auf das gegnerische Tor ausgeübt - auch wenn im ersten Drittel kein Tor erzielt werden konnte und es mit einem torlosen 0-0 in die erste Pause ging. 

2. Drittel - weiter ging es. In der 26. Minute schlug die Scheibe endlich im Tor der Gegner ein: Sassi stand goldrichtig, nutzte die Vorlagen von Spiessi und Brini und wir führten 1-0. Jubel! Knapp 5 Minuten später knippste Antje das 2-0 (Vorlagen Fenja und Berit!) - Tor in Unterzahl! Juhu! Das sah doch schon mal ganz gut aus. 
Doch zu früh sollte man sich dann doch nicht freuen: Mit einem Doppelschlag in der 35. bzw. 36. Minuten glich Salzgitter aus. Beim 2-1 passte der Schuss genau in die lange Ecke über die Stockhand und beim 2-2 stocherte Salzgitter die Scheibe irgendwie über die Linie. Mindestens 5 Leute um mich rum - und dazu noch ein Stockcheck in den Rücken. Meine Gegnerin sagte auf meine "freudliche Frage" hin, man hätte sie geschubst, sie wäre gestolpert und konnte sich nur auf meinem Rücken abstützen. Ja neeeee... is klar! Doppel-Hmpf und Autschn! Dennoch bekamen wir das Spiel wieder in den Griff - auch wenn es nach dem Drittel 2-2 stand. 

Im letzten Drittel waren noch keine 2 Minuten gespielt als Berit ihren ersten Saisontreffer erzielte - die Führung zum 3-2! Und weiter ging der Druck auf das Tor der Gäste. In der 50. Minute mussten gleich 2 Spielerinnen aus SZ auf die Strafbank. Urda nutzte die doppelte Überzahl aus und schoss uns mit 4-2 in Front. Salzgitter spielte zwar noch munter mit - aber der Drops war gelutscht. Wir gewannen mit 4-2, holten uns die ersten Punkte und waren nach Spielende *tadaaaaah* Tabellenfüher. 

Nächsten Samstag können wir gleich weiterspielen. Um 10 Uhr fällt in Bremerhaven der Puck zum zweiten Saisonspiel - am liebsten würden wir natürlich da weitermachen, wo wir aufgehört haben. Ob das klappt? Nun... wir werden sehen!


Und so berichtet HL-Sports über das Spiel: 

Mittwoch, 1. Oktober 2014

Samstag, 30. August 2014

Der Saisonbeginn rückt näher - der Spielplan steht

Jetzt geht's lohoooos... Naja, fast. Aber es dauert wirklich nicht mehr lange! Die neue Eishockey-Saison wirft deutlich ihre Schatten voraus! Eindeutiges Zeichen: In Wolfsburg fand die jährliche Termintagung statt und das Gefeilsche um die ersten, vom Verein bezahlten Eiszeiten geht los. 
Apropos Eiszeiten und Training ... Klar soweit?
In der Liga sind zwei Teams dazu gekommen: Crimmitschau (wieder einmal aus der 2. Liga runter gekommen, allerdings nicht als Absteiger) und der Altonaer SV. Während wir mit Crimmitschau (Wo is'n das???) auf einen bereits bekannten Gegner treffen, ist der Altonaer SV eine neue Mannschaft. Naja ... neu ist auch relativ, die Mannschaft ist quasi komplett vom FTV Hamburg zum Altonaer SV gewechselt. Und lustigerweise spielen auch die Altonaer Mädels in Stellingen - sprich: Wir werden ein Auswärtsspiel in unserer Heimhalle haben! Das Rückspiel (was dann ja unser Heimspiel ist) tragen wir dann in Timmendorfer Strand aus. Auch der FTV Hamburg meldet wieder eine Mannschaft. Wie der Kader ausschaut? Ich weiß es nicht. Aber: 3 Hamburger Frauenmannschaften in der Niedersachsenligs - da kann man schon von einer inoffiziellen Stadtmeisterschaft sprechen. ;o)

Nachdem die Termintagung durch ist, gibt es auch einen Spielplan - und der sieht wie folgt aus:

Sonntag, 05.10.14 - 18.30 Uhr  (Spielort HH-Stellingen)
SG HSV/EHCT - Salzgitter Darkwings 
Samstag, 11.10.14 - 10.00 Uhr
REV Bremerhaven - SG HSV/EHCT
Sonntag, 19.10.14 - 18.45 Uhr
Salzgitter Darkwings - SG HSV/EHCT
Sonntag, 26.10.14, 18.00 Uhr (Spielort Timmendorfer Strand)
SG HSV/EHCT - Adendorfer EC
Sonntag, 08.11.14 - 18.00 Uhr (Spielort HH-Stellingen)
SG HSV/EHCT - Hannover Indians
Sonntag, 16.11.14 - 12.45 Uhr (Spielort HH-Stellingen)
SG HSV/EHCT - ETC Crimmitschau
Freitag, 28.11.14, 20.00 Uhr (Spielort HH-Farmsen)
Crocodiles Hamburg - SG HSV/EHCT
Samstag, 13.12.14 - 18.00 Uhr (Auswärtsspiel aber in HH-Stellingen)
ASV Penguins - SG HSV/EHCT
Sonntag, 28.12.14, 12.30 Uhr
Hannover Indians - SG HSV/EHCT
Freitag, 02.01.14, 19.00 Uhr
Adendorfer EC - SG HSV/EHCT
Sonntag, 11.01.14, 10.15 Uhr (Spielort: Timmendorfer Strand)
SG HSV/EHCT - Crocodiles Hamburg
Samstag, 17.01.14, 10.00 Uhr (Spielort: Timmendorfer Strand)
SG HSV/EHCT - REV Bremerhaven
Sonntag, 15.02.14, 12.45 Uhr (Spielort HH-Stellingen)
SG HSV/EHCT - Wild Hornets Erfurt
Sonntag, 08.03.14, 10.15 Uhr (Spielort Timmendorfer Strand)
SG HSV/EHCT - ASV Penguins
Samstag, 14.03.14, 19.00 Uhr
Wild Hornets Erfurt - SG HSV/EHCT
Sonntag, 15.03.14, 07.30 Uhr
ETC Crimmitschau - SG HSV/EHCT

Als eher ungünstig empfinde ich die Tatsache, dass wir vor unserem ersten Spiel am 5. Oktober nur 2 Trainingszeiten haben. Aber gut... machen wir das Beste draus. Wird schon irgendwie... 

Gut gefällt mir hingegen, dass wir es geschafft haben, die "geliebten" Auswärtsfahren nach Erfurt und Crimmitschau auf ein Doppelwochenenede zu legen. Das wird zwar anstrengend (wenn nicht gar sehr anstrengend) aber wir müssen nicht ganz so viele Kilometer fressen. Und so ein Jugendherbergswochenende mit vielen Mädels und einer kurzen Nacht ist ja auch immer ganz spaßig. 

Im Anschluss an die Punktspiele findet dann noch das Turnier um den Norddeutschen Wanderpokal statt - noch ist allerdings offen, wann und wo es stattfinden wird. Aber bis März / April ist ja noch Zeit und es werden noch einige Blog-Einträge geschrieben. ;)

Nun denn - noch 4 Wochen bis zum ersten Spiel - der Eintritt in Stellingen ist frei und wir freuen uns über jeden Besucher! 
Also: Schauen Sie rein - Schauen Sie rein... das macht Spaß ... das macht Freude! 

Dienstag, 19. August 2014

Finaltag in Ehingen - auch ohne zu siegen können wir singen :)

Sonntag, 17. August 2014 - 2. Turniertag

Wieder klingelte der Wecker früh ... eigentlich viel zu früh für einen Sonntag. Aber nützt ja nix - zumal ja durch den Zimmertausch von Jule & Nicole beide Zimmer jeweils einen weiteren Gast in die Duschlogistik aufnehmen mussten - was natürlich problemlos gelang. ;-) Dann ging es wieder in den Frühstücksraum der Sonne - selbstverständlich Nichtraucher-Bereich - 
wo wir langsam wach und munter wurden. Wir unterhielten mit unserem Geplauder und Gelächter den gesamten Frühstücksraum - was nicht weiter schlimm war, denn wir trafen später eh alle  wieder in der Halle: Hinter uns saßen Göppinger und am Nebentisch eine Kadetten-Fanin. 

Doch da heute "nur" 3 Spiele auf dem Plan standen, mussten wir nicht ganz so früh in der Halle ankommen. Wir hatten also genug Zeit, Koffer zu packen, Autos zu beladen und noch einen Spaziergang durch das sonnige Ehingen zu machen. Schön hier und muggelig. Am Rathausmarkt trafen gerade die Mannschaften zum Empfang ein - ein guter Moment, um einen kurzen Schlachtruf über den Platz zu jagen. Die Franzosen müssen auch denken, dass wir sie verfolgen. Ja, okay, das tun wir ja gewissermaßen auch - aber dieses Treffen war wirklich Zufall! 
Wir holten uns in der nahegelegenen Bäckerei noch einen Kaffee zum Mitnehmen, nutzten das lokale WLAN und begutachteten den Brunnen. Niedlich - mit Angler-Jungen und Froschn. Letzteren musste Svenni noch ein wenig "belästigen" und küsste ihn...
... aber das änderte  nix: Der Frosch blieb ein Frosch und Svenni findet ihren Traumprinzen bestimmt bald woanders. 

Wir beendeten unseren Rundgang, fuhren zur Halle und sicherten uns unsere Plätze durch rechtzeitiges Da-Sein. Beim Betreten der Halle kam Jens mit einem anderen Mann ins Gespräch und während ich dachte "Mit wem quatscht der denn jetzt schon wieder" stellte er mir seinen Kumpel Didi aus Berlin vor, mit dem er Anfang 2000 in der Hauptstadt zusammen Handball gespielt hatte. Zufälle gibt es.... unheimlich! Dietmar war in Begleitung von Richard, den er 2012 in London bei den olympischen Spielen  kennengelernt hatte, als die beiden gemeinsam das Kampfgericht des Tuniers unterstützt haben. Richard lebt an sich in England, hat aber in Deutschland studiert und hält sich zur Zeit in seinem Ferienhaus in Balingen auf. Ein spontaner Entschluss hatte die beiden am Sonntag nach Ehingen geführt und wer weiß, ob man sich getroffen hätte, wenn man nicht zeitgleich die Halle betreten hätte. Was für ein schöner Zufall!?! :-) 

Das erste Spiel bestritten Zagreb und die Kadetten Schaffhausen - nett, aber für uns nicht wirklich relevant. Egal, Spaß hatten wir trotzdem. 


Im Spiel um Platz 3 trafen dann Chambery und Göppingen aufeinander. Göppingen wurde als Lokalmatador gehandelt - und der Support der mitgereisten Fans war unglaublich lahm und leise. Es gab ein bisschen Geklatsche und das war es dann auch. Interessanterweise dauerte es eine Weile, bis die FrischAuf-Fans begriffen, das wir ihren Klatsch-Takt aufnahmeb und mit lautem "Chambeeee" zu unserem Schlachtruf umfunktionierten. Sie wurden daraufhin noch leiser ... laaaangweilig! Wir hingegen wurden immer kreativer und lauter. Und natürlich wurde jedes Tor von "für immer unsere Nummer 14" Bertrand Gille lautstark gefeiert. HEY BOBO HEY!!! Wer weiß, wann wir dazu nochmal die Gelegenheit haben? Und zum Glück waren es einige Tore! Strafzeiten vertonten wir mit "In Hamburg sagt man Tschüss" bzw. mit "Junge komm bald wieder" ... die Sommerpause war halt lang... Wir waren so gut, dass sich schon in der ersten Halbzeit ein Berliner Füxxe Fan umdrehte und uns ein "unmoralisches Angebot" machte: Wenn wir im Finale die Füxxe anfeuern würden, würde er auch Chambery mit anfeuern!" Wow ... ne, Du! Lass mal ... das ist total gegen unsere Überzeugung.... ;-) Auch das Videoteam vom Ehinger-Stadtportal kam während wir gerade singend verkündeten, dass man in Hamburg Tschüss sagen würde, bei uns an und fragte, ob sie vielleicht ihre Kamera ... - NEIN!!! 
Göppingen gewann das Spiel zwar - aber wir bekamen unseren Dank in Form einer ganz persönlichen Welle von Bobo. *schnüffseuftz* Wie sagte Jens anschließend sinngemäß während er sich die Sonnenbrille aufsetzte: "Echte Fans weinen nicht, die schwitzen aus den Augen!" 
Im Anschluss begann das Finale zwischen Berlin (die ja bekanntlich ohne unsere Anfeuerung auskommen mussten) und Veszprem. Die Flug-Fraktion musste sich leider schon langsam auf den Weg nach Stuttgart machen, wir wollten eigentlich auch nur noch kurz Tschüss sagen. Während wir zusammen mit Fanny und Paulina aus Ulm bzw. Chambery  vor der Halle warteten, kamen wir unter anderem mit den beiden Schiedsrichtern aus Hamburg ins Gespräch, die auch sehr entspannt waren und zufällig den gleichen Flug wie Jule, Svenni und Sanni nach Hamburg nahmen. Im Flugzeug gab es dann wohl ein freudiges, lautstarkes Wiedesehen mit unserer Flug-Fraktion und den netten norddeutschen "HBL-Pfeifen"
In Ehingen gewann in der Zwischenzeit Veszprem  das Finale gegen Berlin - und wir warteten ... und warteten ... Die Pokale waren überreicht, die Halle leerte sich als Bobo endlich um die Ecke kam und sich Zeit für ein Gespräch mit uns nahm. Und irgendwie war es wie immer: Alle Spieler von Chambery sitzen im Bus, der Busfahrer hupt - Bobo erzählt, der Busfahrer hupt erneut - Bobo erzählt immer noch, es wird zum dritten Mal gehupt und dann kommt der Co-Trainer um die Ecke um Bobo wirklich einzusammeln. 
Die guten Nachrichten: Bobo lässt ♡liche Grüße an alle HSV-Fans ausrichten, die ihn kennen und mögen (als gäbe es andere...!?). Und wenn es nach Bobo geht, wird er auch die Saison 2015/16 noch spielen - vorausgesetzt Körper und Verein machen mit. Wir drücken (nicht ganz uneigennützig) die Daumen, freuen uns auf das nächste Treffen und sagen Tschüss - denn das heißt ja Auf Wiedersehen! 

Na, alle Details beachtet??? Auch das Fähnchen an der Tasche??? 


Für uns sollte die Reise noch weitergehen - wir hatten eine Woche Bodensee gebucht und wollten eigentlich schon lange auf der Straße unterwegs sein. Aber es war wie immer: Dietmar und Richard waren noch da, wir wollten noch schnell ein Abschiedsbier trinken und blieben im Gespräch hängen. Der Grillwagen wollte schließen und schob die Reste rüber, die Bierzeltgarnituren wurden zusammen geklappt und wir standen immer noch ... Irgendwann bekamen dann auch Jens und ich die Kurve und verabschiedeten uns - fröhlich, glücklich und zufrieden wurde aus der Boboseh-Tour eine Bodensee-Tour - und die sollte auch ganz toll werden. :)

An dieser Stelle noch einmal ein dickes DANKE an die Reisegruppe Ehingen - es war eine Freude mit Euch unterwegs zu sein ... jederzeit gern wieder! Der nächste Drink mit "einem Hoch auf uns!" 

Ein großes Lob auch noch an das Orga-Team - das war super, das war elegant! Danke für die freundliche Aufnahme! 


Montag, 18. August 2014

Stimme ölen ... Wettkampfmodus... Allez Chambéry!

Samstag, 16. August 2014 - 1. Turnier Tag

Der Wecker klingelt um 7 Uhr und erinnert uns daran, dass wir nicht zum Spaß unterwegs sind. Also zackzack ... früh raus aus den Federn und dannn ab zur Halle. Die große Unbekannte heißt nämlich FREIE PLATZWAHL! Das Frühstück in der Sonne ist zweckmäßig-ausreichend: Brötchen,  Aufschnitt + Marmelade, Eier, Saft und ganz wichtig: Kaffee satt! Die Frage von "Herbergsvater Josef" ob wir heute abreisen irritiert uns kurz - "Nein, wir bleiben bis Sonntag!" Hmm - Buchungsfehler und Doppelbelegung. Erstmal nicht unser Problem, wir bleiben und räumen die Zimmer nicht. Jule und Nicole tauschen zwar ihr Zimmer und müssen Sonntag in den anderen Zimmern um Duschasyl bitten, aber dabei bleibt es dann auch. 
An der Sporthalle kommen wir rechtzeitig an, warten brav vor dem Eingang, holten unsere Einlassbänder ab und sicherten uns die gestern ausgesuchten Sitzplätze. Der Spielplan umfasste 6 komplette Spiele - ein langer Tag, nicht nur für die Aktiven. 
Das erste Spiel war für uns eher Aufwärmen, aber im zweiten Spiel bekamen wir dann schon einen ehemaligen HSV-Spieler zu sehen: Andy Nilsson, der erst kurz vor Saisonbeginn nach Ungarn wechselte, lief für Veszprem auf. Zum Aufwärmen schon mal ganz nett ;-) 
Doch erst im dritten Spiel werden wir richtig munter - und laut. Jedes Tor der Franzosen wird beklatscht, Tore von "unserer Nummer 14" natürlich besonders frenetisch bejubelt. Und tatsächlich kommen wir in den Genuss eines Sieges von Chambery. Wir überlegen kurz und stellen fest: Tatsächlich der allererste Sieg von Chambery, den wir live erleben. Sachen gibt's... Das wir das noch erleben dürfen! Oh ja, die Freude ist groß! 
Mittlerweile sind wir Hamburger in der Halle bekannt wie bunte Hunde. Mit unseren Sitznachbarn sind wir schon lange im Gespräch, der Ordner passt auf unsere Sachen auf und die "echten" Franzosen unter den Fans trauen sich auch, uns anzusprechen und nach den Beweggründen für unser lautstarkes Engagement zu fragen. Das gleiche tat übrigens auch die lokale Presse. Wir gaben Interviews und kamen in die lokale Presse.

 


 
Wir haben auch wieder die Gelegenheit zu einem kurzen Gespräch mit Bobo und erfahren unter anderem, dass die Qualität des Hallenbodens in Relation zum Alter eines Handball-Profis steht. Oder um es im O-Ton zusagen: "Ich bin heute so oft auf den Arsch gefallen ... je älter ich werde, desto härter wird der Hallenboden!" Dass sich Aussenstehende dann mit ins Gespräch einmischen und beteuern, dass es ja eine Frechheit wäre, ein so hochklassiges Turnier auf einem so schlechten Hallenbiden durchzuführen, lassen wir mal unkommentiert.
 Schnell noch Geschenke übergeben, Foto machen und gut is - der "alte Mann" braucht ja auch seinen Schönheitsschlaf. ;-) 
Man beachte bitte die Buttons... :o)
Alles in allem ein sehr lustiger Tag mit sehr freundlichen und aufgeschlossenen Menschen. Ich schätze, wir haben an dem Tag um die 15 - 20 Restauranttips erhalten (für verschiedene Lokalitäten versteht sich). Das letzte Spiel des Tages war erst nach 22 Uhr beendet und wir wollten anschließend noch ein Abschiedsfoto mit Abschiedspräsent für Andy Nilsson machen. Das hat auch geklappt:
 

Dadurch waren wir aber erst kurz vor 23 Uhr wieder in der Sonne. Warme Küche gab es in den Restaurants in der Nähe nicht mehr - aber ein Feuerwerk ... und Jens und ich liefen direkt drunter durch.. das hab ich so auch noch nicht erlebt. 


Schön - aber nicht sättigend. ;-) Zum Glück gab es auf dem Marktplatz noch eine geöffnete Wurstbude, bei der wir einen Snack bekommen konnten. Ich habe an dem Abend zwar nicht rausbekommen, was der Unterschied zwischen "a rode oda a weisse Wurscht" ist, aber wenigstens mussten wir nicht hungrig ins Bett. 
Auf den Absacker in der Katzenpipi-Lounge verzichteten wir. Auch weil der Duft an diesem Abend besonders ausgeprägt schien...