Sonntag, 17. Mai 2015

16.05.2015 ... Berlin - Berlin ... wir fahren nach...

Samstag morgen - 4:15 Uhr - der Wecker klingelt! WTF??? Ist schon wieder Eishockey? Die Sommerpause hat doch gerader erst angefangen...??? Ach neeeeee! Handball ist! Es geht nach Berlin zum EHF Final 4, dem Finalspiel um den EHF-Pokal. Am heutigen Samstag spielen wir um 14:30 Uhr in Halbfinale gegen Skjern Handball (Dänemark), im 2. Halbfinale stehen sich die Füchse Berlin und Gorenje Velenje (Slowenien) gegenüber. Also: ZACK ZACK! Raus aus den Federn und ab dafür. 7:00 Abfahrt nach Berlin.
Beim Packen am Vorabend hatten Jensemann und ich bereits ein echtes Erfolgserlebnis, denn obwohl wir den inoffiziellen Titel des "Gepäck-Massen-Weltmeisters bei Kurzreisen" tragen, war es uns wirklich gelungen, alle unsere Klamotten in eine Sporttasche zu bekommen! Und, NEIN! - es handelte sich dabei NICHT um meine Eishockeytasche. ;) Der HVV-Bus war pünktlich, die S-Bahn auch und entsprechend kamen wir mehr als rechtzeitig am Hamburger ZOB an. Das lief ja schon mal wie geschmiert, sehr gut! 
 
Alle Reisenden der Teamsport-Reisen-Reisegruppe "Rundum-Sorglos" waren pünktlich und abfahrtsbereit am Treffpunkt. Als der Bus vorfuhr, gab es dennoch kurz irritierte Blicke. Gut, da stand der Mannschaftsbus des VfB Bad Schwartau, die in der 2. Handball-Bundesliga spielen. Immerhin war die Sportart richtig - also schnell das Gepäck eingeladen, eingestiegen und ab auf die Autobahn. Die Stimmung im Bus war gut und Bier, Prossecco & Champagner wurden "fachgerecht entsorgt" und brüder- bzw. schwesterlich geteilt. 
 
Jensemann hatte Biggi ein Champagner-Frühstück versprochen - gesagt getan! Prost!
Beim einzigen Rastplatzstop entdecken wir einen Pappaufsteller mit Quitsche-Entchen. Klar, dass ich mein Handy zücken muss - dass Motiv ist einfach zu gut. Eine Ente fehlt ... ein kleiner Schönheitsfehler, nichts weiter. Dass ausgerechnet diese fehlende Ente wieder auftauchen würde .... das konnte doch niemand ahnen.
Wir kamen mehr als rechtzeitig an unserem Hotel an. Die Zimmer konnten leider noch nicht bezogen, aber das Gepäck immerhin schon mal im Hotel deponiert werden. Und natürlich gab es die Chance für einen Toilettenbesuch. Bis zur Busfahrt zur Halle hatten wir anschließend gut 90 Minuten Freizeit und die nutzten wir für einen Abstecher zum nahen Ku'damm. Dort fanden wir - Überraschung- einen Imbiss mit "Original Berliner Currywurst". Jupp, es war Zeit für einen kleinen Snack.

"Ich nehme bitte das Menü 2: Currywurst / Pommes und ein alkoholfreies Getränk. Da hätte ich gern eine Cola Light!"
"Jo! Watt zu trinken dazu?"
"Eine Cola Light bitte!"
"Kettschapp oder Majoooooh?"
"Nein, danke!"
Kurze Pause ... .... ....
"Einmal Curry mit Pommes Majoooooh - wollten se watt trinken?"
Naja, die Currywurst in Hamburg schmeckt mir besser und da muss ich mich auch nicht entscheiden, ob sie einen Darm habe darf oder nicht. ;-)

Nach diesem kulinarischen Highlight ging es entspannt zurück zum Hotel. Dort enterten wir den Bus und machten uns auf den Weg zur Max-Schmeling-Halle, wo wir die anderen HSV-Fans mit alternativen Anreisemöglichkeiten trafen. "Hallo Freunde schön, Euch zu sehen. Lasst uns mal gemeinsam die Bude rocken" 
Und während wir über die Anreise und den bisherigen Tagesverlauf schnackten, zeigte Jule mir ein Foto und sagte, sie konnte nicht anders, sie musste das gezeigte Objekt für unsere Badezimmer-Sammlung kaufen... 
Und *zack* da war sie, die fehlende Ente von der Autobahnraststätte! Als ich Jule dann im Gegenzug das Gruppenfoto mit dem leeren Fach zeigte, war das Gelächter natürlich groß.

So, und dann wurde es Ernst! Wir waren ja nicht (nur) zum Spaß unterwegs! Unser gemeinsames Tagesziel lautete: Finaleinzug!  
Vor dem Spiel gab es noch Showprogramm mit Musik und Feuerwerk und dann legten unsere Jungs los wie die Feuerwehr. Torwart Jogi machte seinen Kasten dicht, die beiden Kevins auf den Aussenpositionen wirbelten und trafen und Kenny sorgte in der Rückraum-Mitte für mächtig Tamtam. Mit einer 14:11-Führung ging es in die Halbzeitpause. Das sah doch schon alles ganz gut aus.

Auch in der 2. Halbzeit gaben unsere Jungs mächtig Gas, ließen den Dänen keine Chance, gewannen 27:23 und zogen verdient ins Finale ein. Einziger Wermutstropfen war aus unserer Sicht die Verletzung, mit der unsere "Nachverpflichtung" Johan Petersson (der in der vergangenen Woche in einer Nacht- und Nebelaktion als Ersatz für zwei schwerverletzte Rechtsaussen aus dem Handball-Ruhestand zurückgeholt und verpflichtet wurde) zu Beginn der 2. Halbzeit ausgeschieden war. Nach ca 6 Minuten Einsatzzeit musste er von der Platte gebracht werden und konnte dabei seinen rechten Fuß nicht belasten. Später sollte sich herausstellen, dass er sich die Achillessehne gerissen hat. Tragisch und ungerecht. Gute Besserung Johan!


Glücklich, gutgelaunt und leicht heiser bereiteten wir uns auf das 2 Halbfinale vor. Das konnten wir recht entspannt verfolgen, wir hatten unser Tagesziel ja schon erreicht. Im 2. Halbfinale war Berlin Favorit, Velenje jedoch (wohl nicht nur) mein persönlicher Wunschgegner für das Finale. Doch es kam, wie es kommen musste: Berlin gewann und so sollte es ein deutsch-deutsches Finale geben. Okay .... Challenge akzeptiert. Dann führte der Weg zum Titel eben über die Füchse. 
Bedenklich fand ich dennoch das Verhalten des Stadionsprechers, der - ich erinnerne daran, dass es sich um ein internationales Turnier des EHF handelte und Berlin "nur" Ausrichter war - jegliche Neutralität vermissen ließ und die Füchse das ganze Spiel über nahezu frenetisch anfeuerte. Schade ... und unsportlich. Das ließ für das Finale am Sonntag einiges befürchten. :-/

Dennoch verließen wir zufrieden und verhalten optimistisch die Halle. Mit einer kleinen Gruppe von HSV Fans machten wir uns zu Fuß auf den Weg zu einem von "ortskundigen Eingeborenen" im Vorfeld sorgfältig ausgewählten Italiener. Die Gruppe war von ursprünglich 10 Teilnehmern spontan auf 14 Teilnehmer gewachsen - mal gucken, ob man den Tisch ausziehen kann. Konnte man nicht, aber es gab noch freie Tische, so dass jeder einen Sitzplatz fand. Das Essen war gut, die Getränke kühl und der Geräuschpegel stieg permanent.
Irgendwann merkten wir aber, dass der Tag schon ganz schön lang war und beendeten das SitIn. Statt den Heimweg mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anzutreten, entschieden wir uns für ein Taxi - ein Großraum-Taxi, denn immerhin mussten wir mit 6 Leuten in unser Hotel zurück. Das Taxi kam und alle fanden irgendwie Platz. Der wortkarge Fahrer startete und wir waren überrascht. Hinten auf der letzten Bank (da wo die Rückenlehne ungefähr in Höhe der Beckenknochen begann) saßen Marc und ich und wir waren uns sicher, dass unser Fahrer gerade der Meinung war, den Stadtkurs der F1 in Monaco zu fahren. Die anderen Passagiere waren überrascht, dass es in der Berliner Innenstadt wirklich Bereiche gibt, in denen man 100 km/h fahren darf. Ja, das war schon ein Erlebnis - da wurde gerast, gedrängelt, geschnitten, gebremst... Nein, ich muss das nicht öfter haben. Als "Lehrer-Landwirt" Jens dann während der Fahrt auch noch anfing aus seinem Alltag als Sportlehrer zu berichten und das Thema "Ringen und Raufen" ansprach, war es vorbei - wir machten kurzerhand "Singen und Saufen" daraus - wollten aber aufgrund der Taxi-Fahrer-Fahrweise gerade weder das eine noch das andere. ;-) 
Dennoch kamen wir unbeschadet und schnell (ach was...?!) am Hotel an. Nachdem es auch den Passagieren von der letzten Bank gelungen war, sich zu befreien, scchloss der Fahrer die Türen und drehte die Musik im Wagen auf .. UTZ UTZ UTZ UTZ UTZ BOOM BOOM BOOM ... Nun gut, wir checkten endlich ein, bezogen unser Zimmer, machten uns frisch und rafften uns auf um noch für einen Schlummertrunk an die Hotelbar zurück zu kehren. Mit Müh und Not gelang es uns, diesen zu trinken und ins Zimmer zurück zu kehren, ehe uns die Augen zu fielen.
Gute Nacht, John-Boy! Gute Nacht Berlin! Morgen ist ein neuer Tag - morgen ist Fiiiiiiiinaaaaaaaleee ohoooooooo! 










 




Donnerstag, 30. April 2015

25.04.2015 - Pokalturnier 2015: Wenig Finalrunde und (zu) viel Freizeit

Im Anschluss an das Allstar Game durften wir zum Mittagessen und schlugen uns den Magen mit Pasta voll - 1a Sportlernahrung mit Kohlehydraten um die Kraftreserven wieder aufzufüllen. Klar, nech? ;) 
Und dann? Dann hatten wir eine Menge Freizeit. Es ging erst um 17:15 Uhr mit dem 1. Halbfinale weiter. Und unser nächstes (und auch gleichzeitig letztes Spiel) war erst für 19:00 Uhr angesetzt. Puh... es gab mehrere Möglichkeiten, die Zeit totzuschlagen. Ein Teil der Mannschaft machte sich auf den Weg nach Bremen um dort bei einer irischen Billig-Bekleidungskette einzukaufen. Ein anderer Teil holte die Schulsachen hervor um für die Abi-Prüfungen zu lernen, einige Spielerinnen unterzogen die Gartenmöbel im nahegelegenen Baumarkt auf ihre Eignung als Schlafmöbel und ein weiterer Teil machte sich auf den Weg ins Stadtzentrum um dort ein wenig zu chillen und zu relaxen. Zu diesem Teil gehörte ich.
Wir landeten am Columbus Center, fanden nach einem Parkplatz auch irgendwann tatsächlich den Eingang und stellten fest, dass sich Einkaufszentren in Bremerhaven nicht großartig von denen in Hamburg unterscheiden - lässt man mal die Größe aussen vor.
Letztlich nahmen wir in einer Eisdiele in der Fußgängerzone Platz, lauschten dem Chor, der vor der Kirche versuchte, Amazing Grace zu singen und bestellten uns eine kleine Portion Eis.
Nachdem uns die Eisbecher serviert wurden, wussten wir, wo der Unterschied zwischen Bremerhaven und Hamburg ist: In Bremerhaven sind die Eisbecher deutlich günstiger als in Hamburg. In Hamburg hätten wir diesen Eisbecher sicher nicht unter 5 € bekommen sondern mindestens 2-3 € mehr dafür gezahlt. 

Doch auch diese etwas andere Eiszeit nahm ein Ende und wir kehrten zurück in die Eishalle. Dort bereiteten sich Adendorf und die SG FTV/Salzgitter bereits auf ihr Halbfinale vor. Wir nahmen entspannt auf der Tribüne Platz - eine Chance zur Titelverteidigung hatten wir eh nicht mehr und bis zum Beginn unseres letzten Spiels hatten wir noch knapp 2 Stunden Zeit.
Die Stimmung war gut - aber so langsam machte sich die Müdigkeit bemerkbar und wir hingen alle ein wenig durch. Adendorf gewann gegen die SG FTV/Salzgitte souverän mit 3-1. Im 2. Halbfinale tat Crimmitschau sich gegen Bremerhaven etwas schwerer, gewann aber letztlich mit 4-2. Das Finale würden also Adendorf und Crimmitschau bestreiben - keine wirklich große Überraschung. 

Dann waren wir endlich wieder dran - uns es ging nicht nur um den 5. Platz - es ging auch um die Ehre. Immerhin stand ein Hamburg-Derby an. Unser Gegner war unser Kabinennachbar aus Altona. Scherzhaft hatten wir vorgeschlagen, dass der Sieger das Vorrecht auf die Nutzung der Dusche hätten, doch ganz ernst wurde dieser Vorschlag nicht genommen. 
Das Spiel begann und wir kamen gut ins Spiel - nur das mit dem Tore schiessen sollte uns an diesem Tag anscheinend überhaupt nicht gelingen. Trotz guter Chancen fielen für beide Mannschaften keine Tore - nach 30 Minuten stand es immer noch 0-0 und es folgte... richtig ... das Penaltyschiessen. Das hatten wir ja heute schon mal probiert und waren nur "mäßig erfolgreich gewesen". Es konnte also eigentlich nur besser werden.
 Mit dem "freundlichen Schiedsrichter von neben dem Tor" gab es wieder das Geplänkel um die Position meiner Schlittschuhe vor Beginn des Penaltys und wieder beteuerte er, dass er mich mit dieser Anweisung nicht verarxxxen wollte. Egal, ich nahm das zur Kenntnis, stellte meine Füße in die Nähe der Grundlinie und das Penaltyschiessen konnte beginnen. 

1. Durchgang: 
Penalty für uns durch Brini - gehalten
Penalty für Altona - gehalten
2. Durchgang: 
Penalty für uns durch Chrissi - gehalten
Penalty für Altona - gehalten
3. Durchgang: 
Penalty für uns durch Lina - gehalten
Penalty für Altona - gehalten
immer noch keine Tore... gut, weiter ging es, jetzt in umgekehrter Reihenfolge und quasi im TieBreak. 
4. Durchgang: 
Penalty für Altona - gehalten
Penalty für uns durch Marlene: Tooooor
Aufgrund der etwas unklaren Zeichensprache der Schiedsrichter dauerte es einen kleinen Augenblick, bis wir Marles Treffer realisierten. Aber dann konnten wir uns immerhin über unseren 1. Sieg an diesem Tag freuen. Das Spiel ging mit 1-0 an uns und wir beendeten das Turnier so wenigstens auf dem 5. und nicht auf dem letzten Platz. Puh - Glück gehabt.
Eine kleine Anekdote dazu noch am Rande: Um unsere Penaltyschützen nennen zu können, musste ich nochmal bei meinen Mitspielerinnen recherchieren. Ich kann da ja immer nicht hingucken, wenn die Mädels anlaufen. Zum Glück gilt das aber nur für die Penaltys, die wir schießen - nicht auszudenken, wenn ich das bei den Penaltys der Gegner machen würde. ;o)
 
Und während jetzt die Mannschaften für die beiden letzten Spiele aufs Eis gingen, hatten wir Zeit um zu Duschen, uns wieder stadtfein zu machen, die Kabine aufzuräumen und die Ausrüstung in die Tasche zu packen. So sah es übrigens zuvor auf den Boden vor meinem Platz aus:


 Entspannt und frisch geduscht nahmen wir dann zum Finale-gucken auf der Tribüne Platz und verfolgten, wie Adendorf sich durch einen 3-1-Erfolg den Titel gegen Crimmitschau holte. Ein doch eher überraschender Erfolg, den Adendorf in erster Linie seiner Torfrau verdankte. Im Gegensatz zur Crimmitschauer Torfrau, die einige Unsicherheiten zeigte, hielt Elle im Kasten, was zu halten war. 

Herzlichen Glückwunsch an die Mädels vom AEC - passt gut auf den Pott auf. Nächstes Jahr trinken wir einfach etwas mehr Zielwasser und greifen wieder an.  ;-)

Einige Fotos vom Turnier gibt es übrigens hier auf der Seite von Detlef: <<Fotogalerie Shorthander Hamburg>> 


Der Vollständigkeit halber hier noch einmal Zahlen/Daten/Fakten: 

Vorrunde
08:00 REV Bremerhaven - ASV Hamburg 4-1
08:45 SG HSV/Tdf. Strand - SG FTV Hamburg/Salzgitter 2-0
09:45 REV Bremerhaven - Adendorfer EC 0-2
10:30 SG FTV Hamburg/Salzgitter - ETC Crimmitschau 0-2
11:30 ASV Hamburg - Adendorfer EC 0-7
12:15 ETC Crimmitschau - SG HSV/Tdf. Strand 1-0 n.P.

 Halbfinals
17:15 Adendorf- SG FTV/Salzgitter 3-1
18:00 Bremerhaven - Crimmitschau 2-4
Spiel um Platz 5
19:00 SG HSV/Tdf. Strand - ASV Hamburg 1-0 n.P.
Spiel um Platz 3
19:45 Bremerhaven - SG FTV/Salzgitter 0-2
 Finale
20:45 Adendorf - Crimmitschau 3-1 


Hier bei <<www.hlsports.de/>> gibt es einen kurzes Bericht über unser Abschneiden beim Turnier.

Und jetzt... jetzt ist ertmal Sommerpause. 
Erstmal muss die Ausrüstung gewaschen, getrocknet und sommerfein gemacht werden... 

... denn geh schon mal in den Keller um die Laufschuhe zu suchen. Immerhin ist am 27. Juni der HSH Nordbank Run und auch wenn es nur ein Lauf für den guten Zweck ist, will ich wenigstens ein bisschen das Gefühl haben, ich würde mich gezielt vorbereiten.

Und sonst??? Nun.... normalerweise ist jetzt der Zeitpunkt, an dem ich überlege, ob es nicht an der Zeit wäre, die Schlittschuhe an dem Nagel zu hängen. Aber nach dieser Saison steht sich mir diese Frage überraschenderweise nicht. Ja, die Knie schmerzen nach jedem Training - aber insbesondere die wöchentlichen Trainingseinheiten mit unserer 3. Herrenmannschaft haben mir so viel Spaß gemacht, dass ich gar nicht aufhören möchte. Also warte ich einfach drauf, dass wir ab Mitte Juli wieder Eiszeiten haben und die Schlittschuhe schnüren können.
Eine fröhliche und hoffentlich sonnige Sommerpause wünsche ich Euch allen! 



... und ja, sicher werde ich den einen oder anderen Grund finden, um diesen Blog zwischendurch mal zu füttern. ;-) 

Dienstag, 28. April 2015

25.04.2015 - Pokalturnier 2015: 2 Vorrundenspiele und zu wenig Zielwasser

Mehr als 4 Wochen nach unserem Auswärtswochenende in Erfurt (<<hier>>) bzw. Crimmitschau (<<hier>>) stand mit dem Pokalturnier am 25. April in Bremerhaven endlich nochmal Eishockey auf dem Kalender. Offiziell war die Eiszeit für uns bereits seit Ende März beendet, denn wir bekamen von unserem Verein nach dem Abtauen des Eises in unserer Heimspielstätte keine Trainingszeiten mehr bezahlt. Aber motiviert, wie wir nunmal sind, schlugen wir den Verein ein Schnippchen und gingen auf eigene Rechnung auf's Eis - jahaaaa... ;-) Immerhin erwartete uns nicht irgendein 08/15-Turnier - sondern DAS Turnier, das wir im vergangenen Jahr minimalistisch und überraschend gewinnen konnten. Zur Erinnerung: (<<hier>>)

Samstag morgen um 4.45 Uhr klingelte sollte mein Wecker klingeln. Wegen einer Einladung am Vorabend war die Nacht nicht besonders lang, aber immerhin hatte ich mich abends noch motiviert, die Tasche zu packen - eine hervorragende Idee, wie sich herausstellen sollte - denn der Wecker klingelte eben nicht. Zum Glück wurde ich um 5:09 Uhr von allein wach und stand senkrecht im Bett. Schnell ins Bad,  Zähne geputzt, Kontaktlinsen in die Augen gedrückt und in die Klamotten gesprungen. In der Küche schnell etwas Proviant in den Rucksack geschmissen und Sprint zum Auto. Oh Shit ... das musste ja auch noch getankt werden. Waren mir gestern abend 1,409€ echt zu teuer? Gut, dann tank ich jetzt halt für 1,489€ .... *grummel* Nützt ja nix - schnell getankt und ab zum Treffpunkt. Tatsächlich war ich nur 4 Minuten zu spät dran - und da ich zwischen Treffen und Abfahrt noch 15 Minuten als Zeitpuffer eingeplant hatte, war alles gut. Die Mitreisenden verteilten sich auf die Autos und ab ging die "wilde Fahrt!" 

Wobei... wild war die Fahrt gar nicht. Der Elbtunnel war genau so frei wie der Rest der Autobahn und wir kamen gut durch. Entsprechend pünktlich waren wir auch an der Eishalle in Bremerhaven. 

Der Spielplan war in diesem Jahr ein wenig zerrisen. Da 6 Mannschaften teilnahmen, gab es 2 Gruppen á 3 Teams, . Das bedeutete in der Vorrunde genau 2 Spiele pro Mannschaft. Wir durften um 8.45 Uhr gegen Salzgitter/Farmsen und um 12.15 Uhr gegen Crimmitschau spielen. Also ganz schön viel Freizeit zwischen diesen beiden Spielen. Nützt aber ja alles nix, liess sich aufgrund der Eishallen-Belegung halt nicht ändern. 

Die Kabine teilten wir uns in diesem Jahr mit den Mädels vom ASV Hamburg und bei der Kabinengröße war das überhaupt gar kein Problem. Beide Teams hatten ausreichend Platz, die Stimmung war gut und zum Glück sagte uns sogar die Musikauswahl des ASV zu. ;) Da der ASV in der Vorrunde immer das Spiel vor uns zu bestreiten hatte, konnten wir uns auch in Ruhe umziehen und vorbereiten. 

Durch ein paar kurzfristige, krankheitsbedingte Absagen war unser Kader übersichtlich:

Im ersten Spiel gegen die neugegründete SG Salzgitter / Farmsen hütete Karo den Kasten. Leider waren wir in der Abwehr ein wenig planlos und im Angriff harmlos. Unsere Gegner erzielten zwei Tore, wir trafen nicht. 0-2 stand es am Ende der 30 Minuten aus unserer Sicht. Das hatten wir uns anders vorgestellt - und das hätte auch anders ausgehen können, wenn wir mehr Zielwasser getrunken hätten. 
Nun gut, noch war nichts verloren. Mit einem Sieg im 2. Vorrundenspiel war noch alles drin.
Wie gesagt: Wir hatten jetzt viel Zeit bis zu unserem nächsten Spiel. Erst um 12.15 Uhr ging es für uns weiter. Die Zeit zwischen den Spielen vertrieben wir uns mit zuschauen - 3 Spiele standen an: 
Bremerhaven unterlag Adendorf 0-2, Farmsen/Salzgitter verlor 0-2 gegen Crimmitschau und der ASV verlor gegen Adendorf 0-7. Hmm... es sah fast so aus, als solle heute eine Mannschaft immer ohne geschossenes Tor vom Eis gehen. 
Egal - dann waren wir endlich wieder dran. Unser Gegner war niemand geringeres als der aktuelle Meister aus Crimmitschau. Aber wie hatte ich im Vorfeld für mich analysiert: Wir hatten in unsere Liga-Spielen gegen Crimmitschau in dieser Saison gut mitgehalten, Crimmitschau richtig geärgert und immer erst im letzten Drittel verloren - und zwar, weil wir konditionell eingebrochen waren. Da dieses Spiel aber nur 30 Minuten dauern würde, sollte nach meiner These dieser Einbruch eben nicht stattfinden.
Das Spiel begann und die Trainer erfüllten mir meinen "ich will gegen Crimmitschau spielen"-Wunsch. Die Partie entwickelte sich leider mit einer recht klaren Rollenverteilung: Crimmitschau griff an und wir verteidigten. Ehrlich gesagt: Anders rum wäre es mir zwar lieber aber wohl auch langweiliger gewesen. Wir schmissen uns also in die Schüsse und ich hielt Pucks was das Zeug hielt - und ja, wir hatten auch ein bisschen Glück mit Pfostenschüssen. Leider hatten wir kaum eigene Torchancen, doch unser Kasten blieb sauber. 0-0 stand es nach 30 Minuten. Das Penaltyschiessen musste entscheiden. Hmmm, das liegt uns ja eigentlich nicht so. Aber watt mutt, datt mutt. Also: Ran da und ab dafür! 
Ich würde mich gern kurz fassen, doch die Diskussionen mit dem Schiedsrichter über die Position des Torhüters beim Anlauf des Schützen war durchaus interessant. Während ich der Meinung bin, dass es reicht, im Torraum zu stehen ohne die Linie zu berühren und abzuwarten, bis der Puck vom Angreifer berührt wird, erklärte mir der Schiedsrichter, dass ich wartend fast auf der Torlinie zu stehen hätte. Ich glaub, ich hab 10x nachgefragt, ob er mich verarschen will - und bekam jedes Mal die gleiche Antwort: Nein! Egal, ich hab geguckt, dass ich meine Hacken an die Linie bekam und nicht weiter diskutiert, damit es endlich losging.
1. Durchgang: 
Penalty für uns durch Brini - Treffer! 
Diskussion mit dem Schiedsrichter
Penalty für Crimmitschau - FAST gehalten (Puck sprang von meiner Stockhand weg und landete im Tor - und ärgern ärgern ärgern...) 
2. Durchgang: 
Penalty für uns durch Antje - gehalten
Penalty für Crimmitschau - gehalten
3. Durchgang:
Penalty für uns durch Chrissi- gehalten
Penalty für Crimmitschau - Treffer
 Tja, das war jetzt echt ärgerlich, Crimmitschau gewann damit 1-0 und uns blieb nach dieser Niederlage nur noch das Spiel um den 5. Platz. Ehrlich, das hatten wir uns anders vorgestellt - aber wer keine Tore schiesst, darf sich auch nicht beschweren, wenn er dann verliert. Trotzdem haben wir Crimmitschau in diesem Spiel wieder ganz schön geärgert. Wenigstens etwas! ;-)

Im Anschluss an unser Spiel fand das "All-Star-Game" statt. Aus jeder Mannschaft hatten gegnerische Trainer 5 Feldspieler herausgesucht, die dann "Gruppe A" gegen "Gruppe B" spielten. Karo vertrat unsere SG im Tor - ausserdem spielten Marle, Chrissi, Frauke, Lina und Anni mit. Brini hatte dankend verzichtet. Team A gewann gegen Team B mit 2-1 - da ich unter der Dusche stand und nur die letzten Minuten des Spiels sah, kann ich nicht mehr zu diesem Programmpunkt schreiben. Aber ich hab ein Foto von der Halle... das ist doch auch was, oder?
 


Und dann war erstmal MITTAGSPAUSE... 

(Fortsetzung folgt!) 

Sonntag, 5. April 2015

31.03. - 02.04.2015: Berlin - Berlin ... wir waren in Berlin ...

Kaum aus dem Ski-Urlaub zurück, schon hieß es wieder "Tasche packen und los". Nach Berlin führte die Reise und diesmal durfte mein Jensemann auch mit. Wir starteten Dienstag morgen und anstelle des Autos hatten wir den Berlinlinienbus als Transportmittel gewählt. Vom Preis her (Frühbuchen lohnt sich) unschlagbar und mit etwas über 3 Stunden Fahrzeit auch durchaus noch akzeptabel. Für den Gesamtfahrpreis hätten wir an unserem Hotel gerade mal 3 Tage die Tiefgarage nutzen können ... wir sind schon echte Sparfüchse... ;-)

Dienstag, 31. März 2015

Pünktlich um 8 Uhr ging es los und im Bus war es recht leer, so dass wir uns im "Erdgeschoss" des Doppeldeckers richtig schön ausbreiten konnten.
Ankunft in Berlin trotz Schneeregen und Windboen pünktlich und ohne Zwischenfälle - die Weiterreise zum Hotel in der Nähe des Potsdamer Platz' mit der BVG dank Handy-App ebenfalls reibungslos. Nur das Wetter missfiel uns. Es war stürmisch, regnerisch und sehr ungemütlich. :-( Nach dem Einchecken im Hotel machten wir uns dennoch tapfer zu Fuß auf Erkundigungstour. Wir liefen und liefen und landeten irgendwann am Reichstag, am Brandenburger Tor und damit natürlich auch am Adlon Hotel. Da uns der Magen mittlerweile in den Kniekehlen hing, kehrten wir zum Mittagessen ein.
Weiter ging dann gesättigt der Fussmarsch rund um die Touri-Hotspots.
 
 
Nach einem weiteren Graupel-Schauer hatten wir die Nase voll und traten zunächst den Rückzug ins Hotel an. Am Potsdamer Platz besorgten wir uns für den Abend noch Kino-Tickets, schlenderten durch die überdimensionierte und offensichtlich von Lindt gesponserte Berlin-Mall und zogen uns zum chillen ins Hotel zurück.

Nach kurzem (und eigentlich auch eher unfreiwilligem) Power-Napping waren wir dann wieder fit genug, um beim Australier unser Abendessen einzunehmen (Leider war das Essen mässig und der Laden somit nicht weiter zu empfehlen) und anschließend Colin Firth in "The Kingsman" zu bewundern. Toller Film, super Bild- und Tonqualität - aber leider irrsinnig laut. Und den aufgesetzten Sssssprachfehler von Samuel L. Jackson fanden wir unnötig und nervig.
Trotzdem gingen wir zufrieden in Richtung Hotel und fielen erledigt ins Bett.

Mittwoch, 1. April 2015 

Wir starteten entspannt in den Tag, suchten uns ein Café in Hotelnähe um in Ruhe zu Frühstücken und setzten dann unsere Erkundungstour fort. Der Kudamm war unser erstes Ziel und da es auch am Mittwoch sehr stürmisch und ungemütlich war, besuchten wir viele Geschäfte und achteten weniger auf Architektur. Bereits an der Gedächtniskirche hatten wir den ersten Regenschauer abbekommen und dies setzte sich tagsüber weiter fort. Irgendwann waren wir dann leider so durchnässt, durchgefroren und genervt, dass wir wieder den Rückzug ins Hotel antraten. 
Abends wollten wir (und das war natürlich der Hauptgrund für diese Reise) zum Handball gehen, die Füchse Berlin empfingen unseren HSV Handball. Vorher hatten wir uns noch mit Freunden im Café Meta verabredet, das direkt gegenüber der Halle liegt. Dank Tischreservierung klappte alles wunderbar, das Essen war gut und der Service "typisch berlinerisch kodderig und freundlich" - jederzeit gern wieder!
Das Spiel ging leider verloren, zudem hatte sich mit Hans Lindberg noch ein Hamburger Spieler schwer verletzt und im Café Meta fanden wir auch keinen Sitzplatz mehr um ein Absacker-Bier zu trinken. :-( Nach einem ewig langen Fußmatsch landeten wir dann mit Birte und Claus bei einem Italiener, der mit freien Sitzplätzen und Bier lockte. Wenigstens hier ein versöhnlicher Ausklang.

Mittwoch, 2. April 2015

Als wir wach wurden, schien die Sonne - das ließ  uns doch für den letzten Tag in Berlin hoffen...
Wir checkten im Hotel aus und machten uns auf den Weg zum ZOB um dort unser Gepäck zu deponieren. In einer nahegelegenen Bäckerei gab es ein akzeptables Frühstück mit gutem Kaffee und gestärkt machten wir uns auf den Weg, weiter die Stadt zu erkunden. Mit dem 100'er Bus fuhren wir am Kudamm los, passierten
den Reichstag
das Schloss Bellevue,
die Siegessäule,
 den Berliner Dom,
... und landeten schließlich am Alexanderplatz.
Dort fand eine Art Osterrummel statt - ohne Karussells aber mit einer Menge Verkaufsstände. Wir bummelten ein wenig herum und da der nächste Schneeschauer auf uns hernieder ging, flüchteten wir ins Alexa, das nahegelegene Einkaufszentrum. Auch dort konnte man viel Zeit verbringen - und sicher auch viel Geld ausgeben. Wir wollten eigentlich weder das eine noch das andere,  hatten aber wg. des Wetters leider kaum eine andere Wahl. :-/ Als das Wetter sich dann besserte, machten wir noch ein paar Fotos von uns und dem Fernsehturm
und traten dann den Rückzug Richtung ZOB an. Diesmal mit der U2. Nach einem guten und umfangreichen Abendessen im "Cancún" kletterten wir in den (diesmal leider nicht ganz so leeren) Bus und kamen pünktlich wieder in der schönsten Stadt der Welt an. Home sweet Home - auch wenn der Taxifahrer, der uns von der S-Bahn-Station nach Hause fuhr, leider ein ziemlicher Vollpfosten war.... :-( Aber das ist eine andere Geschichte .... 

Und ja, @Berlin - ich komme wieder, gern schon Mitte Mai, spätestens aber Mitte Juli! Und dann erwarte ich, dass Du Dich wenigstens wettertechnisch etwas freundlicher präsentierst - einverstanden???


... jetzt ist auch erstmal wieder gut mit Urlaub, versprochen!  Und ja, Eishockey wird dieses Jahr auch nochmal gespielt und bebloggt. Am 25. April findet das Pokalturnier in Bremerhaven statt! Ich freue mich drauf!