Samstag, 28. Januar 2017

o² can`t do!? Oder: Muss man immer erst drohen?

Samstag, 07.01.2017
Alles fing ganz harmlos an: Entspanntes (und altersgerechtes?) abhängen auf der Couch während bei Netflix House-of-Cards-Frank-Underwood seine intreganten Spielchen im Weißen Haus spielte. Natürlich durfte das obligatorische "Och, eine Folge geht noch" bei mir dabei nicht fehlen - bis dann gegen 22.30 Uhr der Stream plötzlich stoppte - die Internetverbindung war zusammen gebrochen. Hmmm, das hatten wir lange nicht mehr - seit der neue Router installiert war, lief das Netz stabil und schnell. Okay, Router aus, Router wieder an - nix... nochmal Router aus - warten - länger warten - noch ein bißchen warten - Router wieder an... Nö, kein Internet. Merkwürdigerweise waren sowohl das Laptop als auch das Handy über WLan mit dem Router verbinden, konnten aber keine Verbindung zum Internet aufbauen. Ebenso das Tablet und das Handy vom Lieblingsmenschen: Verbunden mit dem Todessternchen*-Router aber eine Internetverbindung liess sich nicht herstellen. Okay, dann eben den Router über Nacht ausstellen und ins Bett. Morgen würde das sicher wieder funktionieren. 

Sonntag, 08.01.2017
Ausschlafen, entspannt frühstücken - ein herrlicher Start in den Tag. Irgenwann erinnerten wir uns dann an den ausgeschalteten Router und die mißlungene Verbindung zum Internet. Wir schalteten den Router also wieder ein und .... nix passierte. Wir konnten uns weiter mit dem Gerät verbinden, aber weiter ging auch nix. Schnell mal über das Handy die Störungsmeldungen bei O² checken. Aber nö, keine bekannte Störung in unserem Bereich. Gut, dass verkaufsoffener Sonntag war und dass im Stadtzentrum ein o²-Shop war. Den wollten wir doch mal befragen. 
Doch leider konnte der bemühte Mitarbeiter dort auch nicht mehr tun, als in den Störungsmeldungen nachzuschauen und festzustellen, dass in umserem Umkreis keine Störung gemeldet war. Aber er gab uns eine Hotline-Nummer, unter der wir den Service erreichen würden. Wieder zu Hause rief ich dort auch an und landete nach kurzer Wartezeit bei einer Mitarbeiterin, die mit mir versuchte, den Router mithilfe eines Zahnstochers auf Werkseinstellungen zurück zu setzen. Betonung liegt hier auf "versuchte", denn obwohl ich ihre Anweisungen genauestens befolgte, wollte sich der gewünschte Erfolg einfach nicht einstellen. Dafür habe ich in dem ca. 20 minütigen Gespräch wirklich versucht, die abwechselnden "Lichteffekte" beim Router möglichst aufregend und abwechslungsreich zu schildern. Sie zeigte sich davon aber unbeeindruckt und diagnostizierte, dass der Router kaputt wäre und ausgetauscht werden müsste. Der neue Router sollte am Montag direkt verschickt werden. Die Anschrift wurde noch schnell abgeglichen und damit stellten wir uns auf "ein paar Tage" ohne Internet und Telefon ein. 

Dienstag, 10.01.2017
Der Router traf nicht ein - entsprechend rief ich dann abends "mal kurz" bei O² an um den Versandstatus zu checken. Die Zeit des Wartens auf die Verbindung zur Hotline war mit knapp 15 Minuten erfreulich "kurz". Weniger erfreulich war die Aussage, dass der Router nicht wir versprochen am Montag verschickt worden wäre, sondern erst am heutigen Dienstag in die Post gegangen wärde. Immerhin stimmte die Versandadresse und auch der Firmenzusatz war im System hinterlegt. Wenigstens etwas. 

Freitag, 13.01.2017
Bislang war noch kein Router eingetroffen - daher: erneute Nachfrage bei O². Wartezeit in der Hotline ca. 30 Minuten - und die ernüchternde Auskunft, dass der Router ja schon am Donnerstag zugestellt worden wäre. Hmmm... komisch, die verschicken doch mit DHL und unser DHL-Bote ist echt klasse. Wenn der nicht weiß, wo er ein Paket an unserer Adresse abliefern soll, dann hält der uns im Büro alles unter die Nase und fragt... sehr merkwürdig. Ich machte mich also hausintern auf die Suche. Im Lager war (wie erwartet) nichts angekommen - aber bei unseren "Untermietern" war das Paket tatsächlich am Donnerstag abgegeben worden. Okay, die hatten nur vergessen, das Paket runterzubringen. Kann passieren, war aber ärgerlich. Denn am Donnerstag abend hätte ich mehr Zeit gehabt, das Gerät zu installieren. Immerhin bestritten an diesem Freitag die DHB-BadBoys ihr erstes Spiel bei der Handball-WM in Frankreich und die Übertragungen konnte man nur im Internet verfolgen. 
Freitag abend versuchte ich dann verzweifelt, den Router schnell anzuschließen und einzurichten (dass das nicht so schwer war, wusste ich bereits, denn vor knapp 4 Monaten hatten wir gerade erst einen neuen Router bekommen und die Installation war nicht so schwer gewesen). Aber was soll ich sagen: Ich scheiterte! Es konnte keine Verbindung aufgebaut werden und das Handbuch empfahl mir einen Anruf beim Kundendienst. Nach 3 weiteren Verbindungs-Versuchen hing ich in der Hotline-Warteschleife bei O². "Ihre voraussichtliche Wartezeit beträgt ca. 10 Minuten!" Nach gut 40 Minuten flog ich aus der Leitung ... beim nächsten Anruf wurde mit eine Wartezeit von "voraussichtlich 45 Minuten" angekündigt. Ich rief an diesem Abend nicht mehr bei O² an und die BadBoys gewannen ihr erstes Spiel bei der WM ohne dass wir zuschauten. 

Samstag, 14.01.2017
Anruf bei o² - "Voraussichtliche Wartezeit ca. 45 Minuten" - nach etwa 90 Minuten hatte ich dann endlich einen Mitarbeiter am Telefon, der schlecht verständlich war. Es pfiff in der Leitung, als würde mein Gesprächspartner mit einem Headset auf dem Dach eines Hochhauses stehen und sich den Wind um die Nase wehen lassen. Irgendwie filterte ich ein paar Worte heraus und versuchte, die Anweisungen zu befolgen - nur leider konnte immer noch keine Verbindung hergestellt werden. "Ich geb das mal an die Kollegen aus der Technik weiter (ääähhh... wo bin genau ich denn jetzt gelandet???). Sie kriegen gleich ne SMS mit ner Ticketnummer. Dann rufen Sie am besten morgen nochmal an und fragen nach - vielleicht können die die Störung ja bis dahin schon beheben." Gegenfrage: "Kann ich mir die Ticketnummer kurz notieren" "Ne, die wird erst nach dem Telefonat generiert und per SMS verschickt. Ich kann Ihnen die jetzt noch nicht sagen." ... verrate ich jetzt ein Geheimnis, wenn ich sage, dass die SMS mit der Ticketnummer nicht kam? 😒 Dafür erreichte mich aber am Abend um 21:39 Uhr eine SMS mit dem Hinweis, dass ich bereits 80% meines Datenvolumens aufgebraucht hätte und für nur 7,99 € zusätzlich 2 GB Datenvolumen kaufen könnte, die auch monatlich wieder gekündigt werden könnten. Wollte ich aber nicht, ich wollte nur eine funktionierende Telefon-/Internetverbindung zu Hause haben.... 😯

Montag, 16.01.2017
Nächster Anruf bei O², wieder gefühlt eine Ewigkeit in der Warteschlange, aber immerhin eine Mitarbeiterin, die nett, freundlich und gut zu verstehen war. Sie nannte mir die (tatsächlich vergebene) Ticketnummer und versuchte mit mir nochmal, den Router auf Werkseinstellungen zurück zu setzen. Wieder lief ich bei der Schilderung der Funktionen der Kontrolleuchten zu rhetorischen Höchstleistungen auf, doch leider wollte die Info-Lampe einfach nicht blinken/leuchten oder sonst irgenwas tun. Ich bekam den Hinweis, bitte nur noch den neuen Router zu verwenden, ihn unbedingt eingeschaltet und angeschlossen zu lassen und auf eine Meldung von o² zu warten. Nicht wirklich befriedigend und weiter waren wir auch noch nicht. 

Dienstag, 17.01.2017 
Eingang einer SMS: 
"Lieber Kunde! Bitte rufen Sie uns unter der Rufnummer 0800/XXX XXX XXX an, um einen Technikertermin zu Ihrer Störung Nr. XXX XXX zu vereinbaren. Ihr o2-Team"
Na, immerhin. Dummerweise erreichte mich diese SMS erst um 19:31 Uhr und ich stand zu diesem Zeitpunkt schon fast auf dem Eis und konnte so erst am folgenden Tag anrufen, da die Hotline nur bis 20 Uhr besetzt ist. 

Mittwoch, 18.01.2017
 Anruf bei O², Eingabe der inzwischen ja vorliegenden Ticketnummer und nach 'kurzer Wartezeit' (*räusper*) hatte ich einen Mitarbeiter am Telefon, der mir einen Techniker-Termin für Montag, den 23.1. anbot. Fand ich gut, denn ich wusste, das Jens an dem Tag Urlaub hatte und so jemand zu Hause sein könnte. Ich konnte zwischen zwei Zeitfenstern wählen (8-14 / 14-20 Uhr) und entschied mich für die frühere Option. Der Termin wurde eingeloggt, telefonisch bestätigt und dann kam der Kracher: Der Mitarbeiter bot mir an, dass ich für nur 11,99 € bei ihm sofort 2GB zusätzliches Datenvolumen bestellen könne. Äh... die  hatte man mir doch per SMS schon angeboten, nur 4 € günstiger? Als ich dies entgegnete, wurde der Mitarbeiter ein wenig patzig. Er hätte es ja nur gut gemeint, weil mein Volumen ja schon fast aufgebraucht wäre und das wäre ja nun mal ein guter Preis etc. Danke, nein. Der Techniker-Termin reichte mir vollkommen aus. Das zusätzliche Daten-Volumen buchte ich dann im Anschluss online dazu und nutzte auch direkt gleich wieder die monatliche Kündigungsfrist.

Montag, 23.01.2017 
Der Tag des Techniker-Termins. Hurra! Da ich zum Geburtstag meiner Mutter eingeladen war, hatte Jens 'Stallwache'. Er stand ab 8 Uhr frisch geduscht bereit und als ich die Wohnung verliess, prüften wir sicherheitshalber noch einmal, ob die Klingel wirklich funktionierte - jupp, machte Geräusche. Wir waren perfekt vorbereitet, der Techniker konnte kommen. 
12.00 Uhr: Nachfrage bei Jens per WhatsApp, ob der Techniker schon da war? Nö! Okay, der hatte ja auch bis 14 Uhr Zeit. 
13.39 Uhr: Nächste Nachfrage... nein, kein Techniker. 
14:26 Uhr: Telefonat mit Jens - es war kein Techniker da und es lag auch keine "Wir haben Sie leider nicht angetroffen-Nachricht" im Briefkasten.
15.00 Uhr: Anruf bei O²  Unter der ersten angerufenen Nummer kam die Band-Ansage, dass das Ticket, zu dem die Störung gehört, bereits in Bearbeitung wäre und der Techniker zwischen 8-14 Uhr käme.... hmmmm - solche Ansagen möchte man am Tag des Termins gut 1 Stunde nach Ende des Zeitfensters und mittlerweise dann ja mehr als 7 Stunden vergeblichem Wartens nicht hören.
Unter einer anderen Nummer erreichte Jens dann immerhin einen
O²-Mitarbeiter. Dem war nur leider das Programm abgestürzt und er sagte Jens einen 'zeitnahen' Rückruf zu. Der kam nur nicht... Jens rief daraufhin später nochmal an, nur leider konnte man nicht weiterhelfen, denn man hatte noch keine Rückmeldung vom Telekom-Techniker. Ja, wie denn auch? Der war ja nicht da... (Kopf ↔ Tischplatte) Wir sollten Geduld haben und morgen nochmal anrufen. 
Abends um 21:18 Uhr kam dann eine SMS von O²: 
"Lieber Kunde! Bitte rufen Sie uns unter der Rufnummer 0800/XXX XXX XXX an, um einen Technikertermin zu Ihrer Störung Nr. XXX XXX zu vereinbaren. Ihr o2-Team"
Ging natürlich abends um die Uhrzeit nicht mehr - also mussten wir bis Dienstag warten. 

Dienstag, 24.01.2017
Nächster Anruf bei der Hotline - 'nur' knapp 20 Minuten Wartezeit bis ich einen Mitarbeiterin am Telefon hatte. Na, immerhin war das einigermaßen schnell gegangen. Man bot mir einen Termin mit dem Techniker für Freitag, 27.01. an, ich könnte wieder zwischen den beiden Zeitfenstern 8-14 bzw. 14-20 Uhr wählen. Ich fragte nach einem Termin am Samstag und bekam zur Anwort: "Das geht nicht!" Nach Absprache mit meinem Kollegen (der für Samstag einen Termin mit der Telekom hatte, weil sein Neuanschluss eingerichtet waren musste) 'buchte' ich zähneknirschend den späteren Termin am Freitag und bat darum, dass der Techniker mich eine halbe Stunde vor Ankunft anrufen möge. "Das geht nicht!" war wieder die Antwort. Auch den Einwand, dass wir ja bereits einen Urlaubstag geopfert hätten, zog nicht. 

Freitag, 27.01.2017 
Püntklich um 13.53 Uhr war ich zu Hause, prüfte beim Betreten des Hauses noch gleich die Funktion der Klingel, ging mit einem dezenten Hinweisschild auf Nummer sicher

und gab O² bei Facebook noch eine kleine Drohung mit auf den Weg: 

Hallo O2,
es ist Freitag, 27.1. / 13.54. Ich habe heute zwischen 14-20 Uhr einen Termin mit einem von Euch beauftragten Telekom-Techniker. ICH bin jetzt zu Hause, habe das Türschild geprüft und auch die Klingel einem Funktionstest unterzogen und drücke mir jetzt die Daumen, dass der Techniker uns nicht noch einmal versetzt. Sonst hätte ich nämlich richtig richtig schlechte Laune und müsste die Bundesnetzagentur einschalten - und das wollen wir doch alle nicht, oder????


Dann bezog ich Stellung am Küchenfenster, denn von dort konnte ich den Eingang gut beobachten. Jeder Fußgängen, der an unserem Haus vorbeikam wurde beäugt. Doch zunächst tat sich nichts. Gegen 15:30 Uhr klingte es dann und tatsächlich war es der erwartete Techniker. Hurra, das hatte ja immerhin schon mal geklappt. Der gute Mann liess sich den Weg zur Telefonbuchse zeigen und verkabelte irgendein Gerät mit der Buchse. Währenddessen tippte er wild auf einem Tablet herum und murmelte vor sich hin. Nach etwa 5 Minuten stand er auf, sagte "Ich hab den Port neu eingerichtet. Sie müssen jetzt noch etwa 15 Minuten warten und dann funktiniert das wieder!" entkabelte sich und wollte gehen. "Moment, Sie gehen jetzt und ich kann erst in 15 Minuten rausfinden, ob das alles wirklich wieder geht?" "Jupp!" "Und was ist, wenn es nicht geht?" "Dann setzen Sie sich mit ihrem Telefonanbieter in Verbindung und machen einen neuen Termin. Tschüss!" Und dann war er weg. Und ich starrte abwechselnd auf die Uhr und auf den Router. Tatsächlich fingen die Lämpchen irgendwann an zu blinken und auch die Info-Lampe leuchtete... Hurra! Und auch die Software zum Einrichten des Routers zeigte mir endlich 3 grüne Haken und liess mich die Einrichtung / Installation abschließen. 

Toll - nur 20 Tage nach Auftreten der Störung war selbige behoben und wir konnten wieder telefonieren und eine Internet-Verbindung herstellen. Ja, ein Defekt kann auftreten, keine Frage. Aber wenn ich zur Behebung gefühlt (und vielleicht auch ein wenig übertriebenen) 10 Stunden in der Warteschleife bei O² hängen muss und die Mitarbeiter dann auch noch wenig kompetent und/oder unfreundlich bis genervt wirken, dann veranlasst mich das dazu, die Vertrags-Kündigung zum nächstmöglichen Termin vorzumerken. Wir werden sehen, ob O² vielleicht dann einmal bei uns anruft. 😉

Dienstag, 24. Januar 2017

21.01.2017 - Walzer-Rhythmen und Fenja-Festspiele in Bremerhaven

Diese Saison hielt bereits ein Early-Bird-Spiel für uns bereit und nun sollte auch noch ein Saturday-Night-Game dazu kommen, denn unsere Partie Bremerhaven war für Samstag, 21.01.2017 / 20.30 Uhr angesetzt. Diese Uhrzeit hatte einige Vorteile, denn wir mussten so erst um 17.00 Uhr in Stellingen starten und hatten dementsprechend auch noch was vom Samstag. Die Reise-Planungen standen auf jeden Fall frühzeitig fest. Doch dann reduzierte sich unser Kader überraschend schnell und heftig. Svea war noch immer krank, Melanie und Anette waren verhindert, Antje hatte einen Unfall, Brini, Janina und Poeppel waren ebenfalls krank... schwuppdiwupp blieben noch 12 tapfere Spielerinnen über, die sich den Fischtown Ladies entgegen stellen wollten. Karo und Fenja B. reisten aus Lübeck an, in Hamburg starteten 8 Mädels plus 1 Coach und Chrissi wurde von ihren Eltern dankenswerterweise direkt nach Feierabend aus Osnabrück eingeflogen. Am Ende blieben also 10 + 2 ... die Aufstellung auf der magischen Tafel war entsprechend übersichtlich.

Ankunft in Bremerhaven war pünktlich wie geplant, die Stimmung in der Kabine entspannt-fröhlich und es blieb sogar noch Zeit für einen kurzen Klönschnack mit den Gegnern (Hallo Jackson!). Da Coach Lutz ja leider nicht mehr im Amt ist, trug Coach Guido die Verantwortung für Hühnerhaufen und Spiel wieder allein. Und da der Spielbericht immer vom Trainer und einem Mannschaftsleiter unterschrieben werden muss und ich in dem Moment gerade neben Guido stand, durfte ich mich sogar als Mannschaftsleiter mit einem Autogramm auf dem Spielbericht verewigen.
Beim Warmlaufen in die Halle drehten wir wie immer unsere Runden, dehnten und stretchten uns und ich ärgerte mich zum Ende hin wirklich wahnsinnig, dass ich mein Handy in der Kabine gelassen hatte. Denn während meine Mitspielerinnen rhythmisch durch die Gegend hüpften und sprangen, wurden die Halle für die parallel trainierenden Eiskunstläuferinnen mit Walzerklang beschallt und der Takt passte genau. Ein herrliches Bild! 
Wir tanzten gingen dann wieder in die Kabinen, zogen uns um und wärmten uns auf dem Eis auf. Oh je, ich hatte das Gefühl, das war nicht mein Tag. Bei mir klappte nicht viel und die einfachsten Pucks gingen an mir vorbei ins Tor. Na, das konnte ja heiter werden. Aber wie sagte Coach Guido in der Kabine zu mir? "Ist nicht Dein Tag? Mach ihn zu Deinem!" Nun gut... einen Versuch war es wert.

Vor dem Spiel hatten wir dann in der Kabine bis Spielbeginn deutlich mehr Zeit als geplant, denn es gab für die Schiedsrichter noch ein paar Formalitäten im Zusammenhang mit einer Zusatzmeldung zu erledigen. So mussten wir dann erst noch in der Kabine und dann später auch noch auf dem Eis warten und das Spiel begann nicht wie angesetzt um 20.30 Uhr sondern erst gegen 20.50 Uhr – bloß gut, dass wir diese späten Eiszeiten durch das ebenfalls späte Training in Stellingen schon fast gewohnt sind.
 
Der Start ins Spiel gelang uns gut und konnten uns von Beginn an gute Chancen erspielen. Doch es war wieder wie verhext: Selbst bei den besten Torschüssen bekam Marina im Bremerhavener-Tor irgendein Körperteil an die Scheibe und verhinderte so Gegentore. Maaaan, da hatte jemand seine Arbeitsplatzbeschreibung wirklich genau gelesen... ? Aber in der 11. Minute schlug Fenja (die mit dem B.) dann gnadenlos zu und netzte auf Vorlage von Chrissi ein. Hurra, der Bann schien gebrochen. Doch wie so häufig kassierten wir fast im Gegenzug (in diesem Fall gut 2 Minuten später) den Ausgleich. Nicht unhaltbar, aber im 2. oder 3. Nachschuss rutsche die Scheibe durch meine Beine. Ärgerlich. Aber machten das einzig richtige: Wir standen wieder auf, richteten das Krönchen und machten weiter Druck auf das Tor von Bremerhaven. Schade, dass in diesem Drittel keine weiteren Treffer fielen. Mit 1-1 ging es in die Kabinen. 
 
Auch im 2. Drittel war es nahezu ein Spiel auf ein Tor – zum Glück nicht auf meines. In der 29. Minute gab es dann binnen 13 Sekunden Strafzeiten gegen beide Mannschaften, so dass wir mit 4 gegen 4 Feldspieler spielten und den Platz auf dem Eis nutzte Fenja (diesmal die mit dem R.) aus. Es stand 2-1 – hurra! Weiter Gas geben, weiter stürmen, weiter den Gegner unter Druck setzen... Taten wir, machten wir, wollten wir – nur Tore sprangen dennoch in diesem Drittel nicht mehr raus. Menno!
In der Kabine wurde in der letzten Drittelpause dann die Frage diskutiert, wohin denn bitte noch geschossen werden solle, damit die Scheibe den Weg ins Tor fände. Geduldig und platziert lautete die Antwort – und damit gingen wir zum letzten Drittel aufs Eis.
Genau 52 Sekunden waren gespielt als Fenja R. zum 3-1 (Vorlage: Chrissi) traf und keine 3 Minuten erhöhte die andere Fenja (also logischerweise die mit dem B. auf Vorlage von Chrissi und Fenja R.) auf 4-1. So, da spiegelte sich langsam aber sicher endlich auch die Dominanz, die wir auf dem Eis zeigten, auf der Anzeigetafel wider. Fein. Bremerhaven konnte sich gelegentlich mit ein paar Angriffen noch verteidigen, aber die Schüsse wurde entweder von meinen Verteidigern abgefangen oder waren "leichte Beute". Wir spielten unseren Stiefel runter und hatten das Spiel weitestgehend im Griff. Erstaunlich fand ich, dass meine Mädels trotz des kleinen Kaders das Tempo weitestgehend hielten und nicht nachliessen. Zwischenzeitlich schien insbesondere Johanna wohl mehr als nur die 2. Luft zu haben, denn sie blieb in der Abwehr und machte knapp 2 Minuten lang (also quasi eeewig) keinerlei Anstalten auf die Bank zu gehen. Ich hatte den Eindruck, sie wollte den Rest des Drittels durchspielen. Doch irgendwann zog es sie aber dann doch wieder auf die Bank und ihre Wechselpartnerin Anja dufte noch ein bisschen verteidigen und mitspielen. Bei 56:00 konnte erneut Fenja B. auf Vorlage von Chrissi und Fenja R. die Bremerhavener Torfrau überwinden. Und damit sich an diesem Abend nicht nur Fenjas in die Torschützenliste eintrugen und weil auch die 2. Reihe in diesem Spiel richtig gut gekämpft und viel ge(r)ackert hat, freuten wir uns auch alle richtig doll, dass Yvonne mit dem 6-1 in der 58. Minute das letzte Tor erzielen konnte. (Vorlagen Lara und Chrissi) 
Alles in allem ein verdienter Sieg mit einem (wieder einmal) unnötigen Gegentreffer. Wir rutschen damit auf den 2. Tabellenplatz vor, aber so wirklich aussagekräftig ist die Tabelle im Moment noch nicht, denn Adendorf auf dem 3. Platz hat erst 3 Spiele bestritten und dabei noch keines verloren, während die Crocos und wir schon jeweils 6 Spiele bei je 1 Niederlage haben. Wie heißt es so schön: Am Ende kackt die Ente und bis Saisonende ist ja noch ein wenig Zeit, Mitte/Ende März sind wir alle schlauer. 
Wir machten uns auf jede Fall zufrieden auf den Heimweig und legten natürlich noch einen fast mitternächtlichen Zwischenstop beim "Goldenen M" ein ehe wir dann gegen 2 Uhr wieder in der schönsten Stadt der Welt eintrafen. Jetzt haben wir erstmal eine Woche spielfrei (jedenfalls fast alle, denn Fenja R. und ich dürfen am kommenden Wochenende in Wilhelmshaven mit den 1c-Oldtimer-Herren antreten) und erwarten dann am 5.2. die Pinguin-Damen des Altoner SV in Timmendorf am Strand zum Derby.






 Und noch ein paar Impressionen zum Spiel:


 
   


Montag, 16. Januar 2017

15.01.2017 - Heimspiel am Timmendorfer Strand - Indianerinnen zu Gast

 Neues Jahr – neues Spiel… mit nur wenig Training (um genau zu sein hatten wir als HSV-Frauenteam im Jahr 2017 noch gar kein Training mit eigenem Eis und auch nur eine Trainingseinheit zusammen mit den Oldtimer-1c-Herren) erwarteten wir am letzten Sonntag zum Heimspiel in Timmendorfer Strand die Indianerinnen aus Hannover.


Von ihren 6 bislang absolvierten Spielen hatten die Indians 2 x gewonnen, einmal regulär und einmal nach Penaltyschießen. In den restlichen 4 Spielen gingen die Punkte an die Gegner – zu denen auch wir schon gehört hatten und zum Saisonauftakt mit 7-1 gewinnen konnten. Dennoch wollten wir nicht zu siegessicher in das Spiel gehen und mahnten zur Vorsicht. Doch der Reihe nach… 

Die Anfahrt nach Timmendorf war sehr sonnig und irgendwie auch lustig. Ich war allein unterwegs, fuhr wie so häufig über die A7 bis nach Bad Bramstedt und von dort über die Landstraße an die Ostsee. Von der Autobahnabfahrt an hatte ich einen Mercedes vor mir, der unglaublich konsequent mit genau 70 km über die Straße düste – unabhängig davon, ob diese durch eine Ortschaft führte oder nicht. Leider hatte ich nicht ansatzweite eine Chance, ihn zu überholen und so tuckerte ich gemächlich und irgendwann auch leicht gereizt hinter ihm her und freute mich diebisch, als in Bockhorn der festinstallierte und vermutlich inzwischen allseits bekannte Blitzer auf die für die Ortschaft recht deutliche Geschwindigkeitüberschreitung reagierte und Fotos von ihm machte. Unglücklicherweise veranlassten die teuren und qualitativ ja in der Regel eher minderwertigen Fotos den Fahrer dazu, in der Folge nur noch 50 km/h zu fahren… 😞 In Bad Segeberg hatte ich dann aber endlich die Chance, den Wagen zu überholen und die restliche Strecke in normaler Geschwindigkeit zurück zu legen. Hurra! Dennoch kam ich rechtzeitig an der Halle an und so konnte die Vorbereitung auf das Spiel beginnen.  


Ich hatte mir leicht einen aufgesackt und war ein wenig angeschnupft und so fiel mir das schon das Warmlaufen schwer. Leider war Karo in ähnlich angeschlagenem Zustand und so "schnauften" wir gemeinsam unsere Runde über den Parkplatz und dehnten uns in der "warmen" Vorhalle. Im Gegensatz zu unserem letzten Spiel bei den Crocodiles gab es ein paar Veränderungen im Kader – die dabei wesentlichste Änderung war wohl der Rücktritt von SG-Trainer Lutz, der im Laufe der Woche aus vereinsinternen bzw. persönlichen Gründen von seinem Amt zurück getreten war. So lastete nun die 'gesamte Verantwortung' für die Mannschaft nun allein auf den Schultern von SG-Trainer Guido. Erfreulicher war, dass wir wieder mit einem deutlich größeren Kader spielen konnten: 2 Torhüter, 6 Verteidiger und 8 Stürmer standen auf der Meldeliste. Neben der gesperrten Fenja B. (#Dubistnichtbösedieanderensindzulieb) fehlten Anette, Zoe, Nico und Svea, dafür waren Frauke, Chrissi, Anja, Brini und Johanna wieder zurück im Kader. Vereinfacht optisch dargestellt las sich das wie folgt:

Da unsere Gegner aus Hannover an diesem Abend mit nur 10 Feldspielerinnen + 1 Torwart aufliefen, wollten wir natürlich schnell spielen. Dies gelang uns nur bedingt. Zwar hatten wir deutlich mehr Spielanteile und Torschüsse, ließen aber einmal mehr die Schussgenauigkeit vermissen und trafen immer wieder die gut spielende Torfrau der Indians. Bis zur 14. Minute hatte ich einen entspannten Abend, bis eine Stürmerin der Gäste frei auf mein Tor durchlaufen und von Anni nur mit einer einen Penalty für die Gäste. Notbremse gebremst werden konnte. Die Schiedsrichter entschieden nicht auf Strafe sondern auf Penalty. Hmmm... schon der 2. Torschuss der Hannoveraner sollte also ein richtiger Alleingang ganz ohne Gegenspieler werden ... ähm... okay, nützt ja nix. Der Schiedsrichter klärt ja den Torwart vor der Ausführung eines Penaltys noch über einige Regeln auf und sagen wir mal so: Ich habe die Anweisungen von Referee Maurice ziemlich gut befolgt - nur welche Anweisung genau das war,  das wird hier natürlich nicht verraten. Es gelang mir auf jeden Fall, den Schuss irgendwie mit dem rechten Bein aus der Ecke herauszufischen und so einen Rückstand zu verhindern... irgendwie? Naja, es war eine Mischung aus Spekulation auf die Ecke und etwas Können dabei – und Glück, ja, etwas Glück gehört natürlich auch dazu. Aber egal, es stand weiterhin 0-0 und von nun an ging das Spiel wieder in erster Linie auf das Tor der Gäste. Doch obwohl wir im weiteren Verlauf des Drittel wieder und wieder auf das gegnerische Tor anliefen und schossen und schossen und dann auch nochmal schossen, wollte der Puck einfach nicht ins Tor. Mit einem torlosen Remis ging es somit in die 1. Pause.

Die Manöverkritik fiel nach diesem Drittel nicht besonders positiv aus, denn wir spielten noch lange nicht das Eishockey, das wir uns vorgenommen hatten. Das konnten und wollten wir im 2. Drittel natürlich besser machen und gingen entsprechend entschlossen zurück aufs Eis. Doch auch jetzt wollte die Scheibe
den Weg über die Torlinieeinfach nicht noch finden – es sollte tatsächlich noch fast 10 Minute dauern, bis Chrissi einen langen Pass abfangen konnte und ihren Alleingang verwandelte. Hurra, endlich schien der Bann gebrochen, wir führten 1-0. Doch diese Führung sollte nicht lange Bestand haben, denn keine 2 Minuten später hatten die Indians einen Alleingang und leider war auch dieser von Erfolg gekrönt. In der 32. Minute stand es wieder Unentschieden, 1-1 prangte an der Anzeigetafel. Doch auch dieses Bild war nicht von langer Dauer, denn nur 14 Sekunden nach Wiederanpfiff war es erneut Chrissi, die die Scheibe ins Tor der Gäste bugsierte und uns so wieder in Führung bringen konnte. Wir hatten auch weiterhin gute Chancen – doch Tore wollten und sollten noch nicht fallen. Aber immerhin waren überhaupt schon mal Treffer gefallen, wir führten 2-1 und gingen somit ein wenig entspannter in die Kabine.

Im letzten Drittel ging es so weiter: wir machten Druck und die Gäste konterten. Gelegentlich zwar nur – aber wenn, dann meist mit gefährlichen Schüssen. In der 49. Minute spielten wir in Überzahl und Antje gelang ein absolutes Traumtor zum 3-1. Sie verwandelte ein Zuspiel von Fenja direkt und passgenau halbhoch in den Winkel. Bääääääääm! Ja, das kann man genau so machen. Traumschön und natürlich exakt so in der Ausführung geplant. Gut 4 Minuten später nutze Yvonne dann eine Vorlage von Chrissi und machte mit dem 4-1 den Deckel auf das Spiel. 



Okay, wir verbuchten die 3 Punkte auf unser Konto, verbesserten unsere Tordifferenz und freuten uns über einen Heimsieg und das Vorrücken auf den 2. Tabellenplatz. Doch unsere Chancenverwertung war – gelinde gesagt – nicht optimal und muss zum nächsten Spiel verbessert werden. Und das nächste Spiel steht bereits am kommenden Wochenende auf dem Plan, Samstag abend treten wir in Bremerhaven an und da müssen wir uns ganz sicher weiter steigern um die Punkte mit nach Hause zu nehmen. Zum Glück dürfen wir vorher tatsächlich mal wieder „ganz allein“ eine Stunde trainieren und ich vermute, dass Aufbau, Stellungsspiel und vor allen Dingen auch Schusstraining auf dem Plan von Coach Guido stehen werden. Nützt ja alles nix. 😎