Montag, 16. November 2015

14.11.2015 - Anni will 'ne Party? Anni kriegt 'ne Party!

Man soll die Feste feiern wie sie fallen ... so jung wie heut kommen wir nicht mehr zusammen .... bla bla blubb. Ja, im Phrasenbingo hätte ich mit nur 2 Sätzen jetzt gleich mal die 2 Volltreffer gelandet. Das ändert aber nichts daran, dass ein Fünkchen Wahrheit darin steckt.
Unsere Freundin die Verteidigungskante und HSV-Fraueneishockey-Legende Anni feierte nämlich ihren 50. Geburtstag und wie sie den feierte! Die "Pflicht", den ersten kleinen Umtrunk, hatte es bereits an ihrem eigentlichen Geburtstag in der Kabine vor'm beim Training gegeben, die "Kür" folgte dann am vergangenen Samstag.

O Yeah! Let's have a Party!

Nachdem Datum, Uhrzeit und Ort der Feierlichen bekannt waren, gründete Lara eine WhatsApp-Gruppe und die Planungen begannen.

Anni hatte irgendwann einmal in einem Nebensatz den Wunsch geäußert, dass sie gern an ihrem 50. Geburtstag mit einer Stretch-Limousine über den Kiez fahren würde. Tst, so was darf man uns doch nicht anvertrauen... ;-) Aber Geburtstag ist ja irgendwie Wunschzeit und so sorgten wir dafür, dass der Wunsch in Erfüllung ging.
Gesucht, gefunden und gebucht hatte Yvonne die Limousine. Die 7 möglichen Mitfahrerplätze waren schnell besetzt und auch das "Finetuning" wie Getränkeversorgung, sonstige Geschenke etc. war ratzfatz erledigt. Im Vorfeld mussten dann noch ein paar Kleinigkeiten organisiert und beschafft werden. Dazu nutzen wir die WhatsApp-Gruppe seeeehr intensiv - so intensiv, dass an einem Abend mal eben locker 137 Nachrichten auflaufen konnten, wenn man sein Handy nicht im Blick und unter Kontrolle hatte. ;-) Aber es musste eben abgestimmt werden, ob es ein Krönchen, ein Hütchen oder eine Schärpe geben soll... Und welche Bilder die eigens kreierten Flaschenetiketten zieren sollten .... So richtig wichtige Entscheidungen eben, die natürlich immer ausgiebig bebildert und kommentiert wurden. Auch bei der Abstimmung der Kleidungsordnung hatten wir etwas Diskussionsbedarf bis wir uns auf Turnschuhverbot und somit das "quasi kleine Schwarze" einigten. 
  Am Samstag war es dann endlich so weit. Lara, Silvie und Chantal waren um 17 Uhr bei uns und der Lieblingsjens fuhr uns auf dem Weg zu seinem Handballspiel bei Anni vorbei. Berit, Yvonne und Maike kamen direkt. Wir dekorierten das Treppenhaus ein wenig, postierten uns mit Kuchen und "semi-brennenden" Kerzen am Fuß der Treppe und freuten uns, dass Anni sich freute.
 
Als dann die Tür geöffnet wurde und die pinkfarbene Stretchlimousine vor der Tür stand, brachen die Dämme erstmals. Anni hatte im Vorfeld überhaupt nichts mitbekommen, war vollkommen ahnunglos, mega-überrascht und freute sich tierisch!


Es gab eine kurze Einweisung von unserem Fahrer, der uns erklärte, dass bitte niemand ausser ihm die Türen öffnen dürfte und wie wir unsere eigene Musik vom Handy über Bluetooth auf die Anlage einspielen konnten. Anni wurde noch schnell "dekoriert" und dann durfte sie einsteigen und sich den allerschönsten Platz aussuchen.

Alle anderen kletterten dann ebenfalls in das voluminöse Wageninnere und ab ging die wilde Fahrt. Wir hatten die Limousine ohne Getränke gebucht, waren also Selbstversorger. 2 Flaschen Champagner, 3 Flaschen Sauren und 1 Flasche Eierlikör hatten wir dabei. Das sollte doch reichen - die Fahrt dauerte ja nur eine Stunde. Standesgemäß begannen wir mit Champus - man gönnt sich ja sonst nix - und der war echt lecker! Die erste Flasche war schnell geleert und wir düsten irgendwie durch Winterhude Richtung Alster. Durch die Scheiben verdunkelten scheiben bekamen wir nicht besonders viel vom Streckenverlauf mit. Abgesehen davon mutierten wir zu kreischenden, quietschenden, giggelnden "Whooooooohoooo-Girls". Wir lachten, sangen und tranken. Die erste Flasche von Laras köstlichem selbstgemachten Sauren war schnell weginhaliert.. Also brachten wir schnell die 2. Flasche an den Start. Keine Ahnung, wie oft wir auf Anniiiiiiiiiiiiiiii anstiessen - aber zweistellig dürfte das gewesen sein. In der Limousine wurden noch ein paar deftige Schinken-Käse-Muffins gereicht. "Damit wir eine Grundlage für den Alkohol haben!" - Guter Ansatz - aber um die Alkoholmengen irgendwie verarbeiten zu können, hätten wir wohl in etwa die 10fache Menge an Muffins benötigt. ;-) Der Eierlikör wurde angebrochen und wir giggelten +  quietschen weiter vor uns hin. Die Fahrt führte über die Reeperbahn in Richtung Altona und 1 weitere Flasche Sauren später kamen wir dann auch schon ab den Landungsbrücken an. Die (Fahrt-)Zeit verging echt wie im Fluge.
 
  
Gut gelaunt stiegen wir an den Landungsbrücken aus und trafen auf den Rest der Reisegruppe. Nach einem Gruppenfoto vor der Limousine gingen wir aufs Schiff - und da ging die Party dann fröhlich weiter. 

Das Schiff war nur mit 2 Gruppen belegt - wir dürften a) die größere und b) die fröhlichere Gruppe gewesen sein. Die Tanzfläche befand sich fest in unserer Hand und auch wenn der DJ ein für fast alle Altersgruppen kompatibles Musik-Standart-Programm abspielte, hatten wir  viel Spaß. Bei der Polonaise setzte ich persönlich aus - das hatteallerdings eher mentale als konditionell Gründe. ;-)
Die  Schifffahrt führte uns die Elbe hinauf bis nach Blankenese, dort wurde gedreht. Zurück ging es bis zur Elbphilharmonie und dann wieder zu den Landungsbrücken. 
Besonders viel haben wir von der Fahrt nicht mitbekommen, das Schiff lag wie ein Brett auf der Elbe.

Mit Abba, den Village People, Vicky Leandros, Helene Fischer etc. schipperten wir also übers Wasser und feierten.
Mit dem unvermeidbaren "Hamburg meine Perle" kamen wir in die Nähe der Landungsbrücken und wurden dort mit "Gute Nacht Freunde" vom Schiff geworfen. 
 Doch "Gute Nacht Freunde" war nicht unser Motto - und stand der Sinn weiter nach ausgelassener Party, wir wollten tanze,trinken und Sphaben. Also zogen wir weiter auf die Reeperbahn.  
Unser Ziel war mit dem Thomas Read schnell gefunden und erst morgens um 4 endete Annis Geburtstagsfeier dort. 

Oh what a night! :-)


Liebe Anni, 
 ich wünsche Dir, dass die nächsten 50 Jahre genau so fröhlich und ausgelassen werden, wie diese Partynacht. Bleib gesund - wir freuen uns schon auf die nächsten Partys mit Dir!


Montag, 9. November 2015

08.11.2015 .... Saisonauftakt - eeeeendlich! Wir wollen doch nur spielen!

Der Volksmund sagt: Alle Torhüter haben eine Macke! Ich persönlich würde das natürlich vehement bestreiten - aber so ganz von der Hand zu weisen ist dieses Vorurteil irgendwie doch nicht.... Hmmmm.... aber immer schön der Reihe nach.
Am letzten Donnerstag hatten wir wie üblich gemeinsam mit den HSV Oldtimers Training und da es warm und regnerisch war, was es einmal mehr neblig. Nein, es war nicht nur einfach neblig - es war sehr neblig.
Es war so neblig, dass man am Trainingsende beim Verlassen der Eisfläche Spieler der gegnerischen Mannschaft begrüßte, die man das ganze Training über nicht gesehen hatte. *ggg* Doch das ist eine ganz andere Geschichte. Trotz des Nebels war ich nach dem Training nicht unzufrieden mit meiner eigenen Leistung - für mich als Torwart ist es ja auch immer doch ein recht gutes Zeichen, wenn die gegnerischen Stürmer von einem genervt sind. ;-) Soweit so gut - und weil man als Torhüter ja nun doch einen gewissen Aberglauben hat und pflegt, merkte ich mir, welche Sportwäsche ich an diesem Abend beim Training getragen hatte.

Frisch gewaschen (Watt mutt datt mutt!) kam eben genau diese Wäsche am Spieltag wieder in die Sporttasche - Schaden kann das ja nicht, never change a running system etc.
Unser Gegner beim ersten Spiel waren die Fischtown Ladies (nein, kein Schreibfehler, die schreiben sich wirklich mit SCH!) des REV Bremerhaven. In den letzten Jahren hatte diese Mannschaft immer recht große Fortschritte gemacht und uns damit das Leben meist sehr schwer gemacht. In der letzten Saison hatten wir beide Spiele verloren - wenn auch jeweils nur knapp. Für Bremerhaven war es bereits das dritte Saisonspiel - und die bisherigen Partien waren verloren gegangen. Dennoch kein Grund für uns, Bremerhaven zu unterschätzen.

Auch in dieser Saison durfte natürlich die "le-gen-däääääre Aufstellungstafel" nicht fehlen und ich bin bereits jetzt gespannt, an welchen Positionen ich sie in der Spielzeit 2015/16 knipsen darf. Diesmal stand sie ganz einfach nur in der Kabine auf der Heizung hinter der Tür:
Unsere Trainer konnten aus dem Vollen schöpfen - und dabei war der Kader noch nicht einmal komplett. Unser Team war voll motiviert und begannen wunderbar druckvoll und stürmisch das gegnerische Tor zu belagern. Rückkehrerin Fenja R. (Willkommen zu Hause - Pink steht Dir! :o)) ging dann in der 3. Minute ein wenig auf die Strafbank, doch in der Unterzahl konnten wir uns schadlos halten. Weiter ging es und Schuss um Schuss wurde auf das Bremerhavener Tor abgefeuert. Doch wir mussten bis zur 7. Minute warten, bis Berit die Scheibe im Tor unterbringen konnte. 1-0 - YEAH! Die Vorlagen kamen vom Dreamteam Svea und Silvie. Zur "Belohnung" ging Berit dann wenige Sekunden nach dem erfolgreichen Torabschluss wegen Beinstellens auf die Strafbank... Kann man so machen, muss man aber nicht! ;) Bremerhaven kam dann etwas besser ins Spiel und erspielte sich einige Torchancen, die für mich aber "leichte Beute" waren. Und wie ich da dann etwas später so in meinem Tor rumstand, das Spiel beobachtete und bei mir dachte "vielleicht sollten wir noch ein Tor schießen" lief auch schon die letzte Spielminute und Svea erhöhte auf Zuspiel von Berit und Silvie auf 2-0. Bääääm! Tor, Jubel, Pause - jupp, lief bei uns... ;) 
Die Trainer Lutz und Guido waren zufrieden mit uns und der gezeigten Leistung. Es gab nix wenig zu meckern - das mussten wir genießen, das gibt es selten. ;)
Leider schienen wir das ein wenig zu sehr zu genießen, denn wir kamen mit weniger Schwung aus der Kabine und liessen Bremerhaven ins Spiel kommen. In der 37. Minute kam dann, was kommen mussste: Der Bremerhavener Anschlusstreffer. An sich eher harmlos und aus ungünstigem Winkel geschossen, passte der Schuss genau ins lange Eck. Hmmm... doof! Aber nur zwei Minute später stand Svea dann goldrichtig. Sassi hatte auf das Tor geschossen und Svea nahm den Abpraller mustergültig auf und schoss halbhoch ins Tor! Die alte 2-Tore-Führung war somit zum Glück wieder hergestellt. Im Anschluss daran gab es einige Strafzeiten gegen unsere Gäste, die nun ein wenig ruppiger agierten. Leider konnten wir die Überzahlsituationen trotz einiger Chancen nicht nutzen und so ging es mit der 3-1-Führung in die 2. Pause. 
Die Trainer Lutz & Guido waren nicht mehr ganz einverstanden mit uns und der gezeigten Leistung und übten - zu Recht - Kritik. 
Diese schien zu fruchten, denn wir kehrten im letzten Drittel wieder mit mehr Elan zurück auf's Eis. Schon in der 44. Minute nutzte Antje eine Vorlage von Sassi und knallte die Scheibe mit aller Wucht in die Maschen. Ein sensationeller, spektakulärer Treffer! WOW! (Ich gebe zu: Antje hat mich gebeten, ihr Tor so zu umschreiben. "In Echt" rutschte der Puck in unglaublicher Zeitlupengeschwindigkeit über die Linie - was aber an der Tatsache, dass wir nun mit 4-1 führten, nichts änderte!) 
Doch Bremerhaven kam im Anschluss wieder besser ins Spiel und erspielte sich einige gute Chancen, die ich jedoch mit Glück und etwas Können (*räusper*) allesamt vereiteln konnte. In der 46. Minute wurde die Scheibe dann direkt am Pfosten, neben meiner Kufe blockiert. Die Schiedsrichter pfiffen ab und entschieden auf Bully vor unserem Tor.
Alles gut soweit, doch Jackson, die Bremerhavener "Captaineuse" sah das anders, kloppte den Schiedsrichtern einen "rotzigen Spruch" an den Kopf und fand sich mit einer zehnminütigen Disziplinarstrafe auf der Strafbank wieder. So schnell kann es gehen - und dabei hatte ich sie vor dem Spiel noch angeflachst, ob sie sich ihr Sitzkissen schon auf der Strafbank zurecht gelegt hätte. Sie hatte das verneint - aber vielleicht hätte sie das doch tun sollen.  ;o)
Doch zurück zum Spiel: In der 48. Minute wurde eine weitere Strafe gegen Bremerhaven angezeigt - ich schaffte es tatsächlich zur Bank zu sprinten und auf dem Eis Platz für einen weiteren Feldspieler zu machen. Und siehe da: Fenja R. konnte die Überlegenheit ausnutzen und die Scheibe im Tor unterbringen. Die Vorlagen kamen von Christina und Fenja B. 5-1 - sauber! Das Spiel ging weiter und ich wähnte mich in Gedanken eigentlich schon in der Kabine unter der Dusche. Doch so ganz sollte das nicht klappen, denn in der 55. Minute gönnte sich Sarah (aka Poeppel) noch eine Auszei auf der Strafbank und es wurde nochmal hektisch und trubelig vor meiner Kiste. Tat das Not? Ich packte noch ein, zwei, drei Saves aus und dann hatten wir es endlich geschafft. Wir gewannen mit 5-1, holten die ersten drei Punkte und schafften es tatsächlich, schon am 1. Spieltag ein Mannschaftsfoto zu machen - mehr geht fast nicht...
Wie so oft gehen die Meinungen der Spielbeobachter auseinander. Während es Stimmen gab, die uns eine konsequente Top-Leistung bescheinigen, sind andere Beobachter der Meinung, dass mit ein wenig mehr Glück auf Seiten der Gäste auch ein Auswärtssieg möglich gewesen wäre. Und eine weitere Stimme sagte zu mir, dass ich ja chtig Glück gehabt hätte, dass meine Verteidiger mir so häufig den Arxxx gerettet hätten. 
Natürlich darf jeder seine eigene Meinung haben (auch wenn ich letztere Meinung nicht wirklich teilen kann) - aber man kann es drehen und wenden wie man will.... Fakt ist: Wir haben gewonnen, die 3 Punkte gehen auf das Konto unserer SG und gemeinsam mit Ilmenau sind wir derzeit Tabellenführer, der zugegebenermaßen noch nicht besonders aussagekräftigen Tabelle.
Ich denke, dieses Spiel hat uns auf jeden Fall Selbstvertrauen gegeben. Weiter geht es für uns am Sonntag, 29.11.2015 mit dem Heimspiel gegen den Altonaer SV, das um 18.00 Uhr in Timmendorfer Strand stattfindet.
 Wir sind bereit - und ich habe mir genau gemerkt, welche Schweißwäsche als Glücksbringer gedient hat. ;-) 
Zum Abschluss habe ich dann noch einige Fotos, die Yvonne von ihrem Beobachtungsposten auf der Strafbank aus geschossen hat. 
 Danke für die Bilder - beim nächsten Mal hätte ich Dich trotzdem gern wieder im Kader! Gute Besserung weiterhin!



Nachtrag: HL-Sports berichtet wieder - und ich habe keine Ahnung, warum dort in den Überschriften immer nur von Beach Girls geschrieben wird... 
Beach Girls mit souveränem Auftakt