Dienstag, 26. Januar 2016

24.01.2016 - Penaltykrimi beim Spitzenreiter ... kann man so mal machen!

Kaum aus dem Skiurlaub zurück, wurde schon gleich die nächste Tasche gepackt: Eishockey war angesagt - auswärts wurden wir am Sonntag abend vom Tabellenführer aus Adendorf in Adendorf erwartet. Mit Sicherheit kein leichtes Spiel - allerdings waren wir a) im letzten Jahr in dieser Partie >als Sieger vom Eis< gegangen und b) genau deshalb hochmotiviert. Und Wiedergutmachung für das schwache Spiel in Bremerhaven wollten wir ja ausserdem noch betreiben. Also .... nix wie hin da. 

Wir kamen rechtzeitig an, richteten uns in der Kabine häuslich ein und nutzten die verbliebene Zeit für einen kurzen Plausch mit den Gegnern. Natürlich erkundigte man sich erstmal, warum wir denn in Bremerhaven so deutlich verloren hätten um uns dann fast im gleichen Atemzug nochmal kurz vom deutlichen 14-1-Sieg in Farmsen am Freitag zu erzählen. ;o



Meine Beine waren wohl nach dem Skiurlaub und der langen Heimfahrt noch ein wenig müde. Während beim Warmschießen durch Fenja B. Stock- und Fanghand recht gut funktionierten, wollten die Beine irgendwie gar nicht so recht mitspielen. Na, das liess nichts Gutes erahnen. :o/ 

Zum Glück hatten wir noch etwas Zeit bis zum Spielbeginn und die nutzte Lutz für die taktische Einstellung. Lutz strahlte einen offensichtlichen Optimismus aus, den ich persönlich irgendwie noch nicht teilen konnte. Als dann die Geräusche der Eismaschine verstummten, wussten alle: Es geht los! Und irgendwer sagte dann auch laut und deutlich: "Die Eismaschine ist fertig, wir können raus!" - ein Aufstönen ging durch die Kabine. In Verbindung mit den entsetzen Blicken irritierte das insbesondere Fenja R. deutlich. Sie guckte mich so verwirrt an, dass ich fast schon lachen musste. Doch sie hatte richtig gehört, denn so richtig-richtig-richtig voller Vorfreude auf das Spiel schien in diesem Moment erstmal noch niemand zu sein. Komisch eigentlich. 

Doch es änderte nichts, das Spiel begann und die Heimmannschaft legte gleich die bekannt ruppig-harte Gangart an den Tag. In der 2. Minute bekam die gegnerische Torfrau (!) die erste 2 Minuten-Strafe wg. Beinstellen, in der 3. Minute ging eine weitere Spielerin des AEC gleich hinterher. Dummerweise konnten wir die doppelte Überzahl nicht nutzen. Im Gegenteil, wir bekamen bei einfacher Überzahl in der 5. Minute ein Gegentor durch einen Konter. Hmm... absolut supoptimal! Aber dieses Gegentor warf uns nicht zurück, im Gegenteil, die Mädels gaben weiter Gas und stürmten nach vorne. In der 11. Minute war es Fenja R., die einen Zuckerpass auf ihre Vornamensvetterin Fenja B. spielte. Die wiederum ließ der gegnerischen Torfrau keine Chance und knipste den 1-1-Ausgleich. Doch es kam noch besser, denn in der 15. Minute schoss Silvie ihr erstes Saisontor (na endlich!!!) und brachte uns in Führung. Da ich nicht richtig erkennen konnte, wie genau sie die Scheibe ins Tor gebracht hatte, fragte ich sie nach dem Spiel. Ihre Antwort: "Ich weiß nicht genau, irgendwie hat mich keiner gesehen und da habe ich die Scheibe in die Ecke geschossen. Dann habe ich gejubelt und die anderen haben so wohl auch bemerkt, dass ich ein Tor gemacht habe und sich mit mir gefreut." Ach so, ja, das klingt logisch. ;-) Mit dieser nicht unverdienten 2-1-Führung ging es in die erste Kabine. 
Dort wartete Obst auf uns - ich überlegte, mir eine Banane zu schnappen. Dann musste ich aber an das letzte Spiel in Bremerhaven denken und dort hatte mir die Banane in der 1. Pause kein Glück gebracht - also: Keine Banane für mich - es lebe der Aberglaube!

Auch im 2. Drittel bekamen die Zuschauer ein schnelles, abwechslungsreiches Spiel zu sehen. In der 25. Minute konnten wir damn tatsächlich auf 3-1 erhöhen. Lt Spielbericht hatte Chrissi ein Zuspiel der beiden Fenjas nutzen können. Bäääm - kann man mal machen. Die Adendorfer ihrerseits erhöhten daraufhin nicht nur das Tempo, sondern zeigten auch noch deutlicher ihre körperliche Präsenz. Natürlich ist Eishockey ein Sport, bei dem man nicht zimperlich sein darf - aber im Frauen-Eishockey ist der absichtliche Körperkontakt nun einmal nicht erlaubt und genau den zeigte der AEC unnötigerweise immer häufiger. In der 29. Minute kam dann ein Adendorfer Schuss aufs Tor - halbhoch, gut geschossen, doch ich hatte freie Sicht und streckte die Fanghand aus .... *pling* machte es ... An sich für das Torwart-Ohr grundsätzlich erstmal kein ganz schlechtes Geräusch. Aber in diesem Fall prallte der Puck von der Kante meine Fanghand gegen den Pfosten und von dort ins Tor. *Scheixxe*, da hatte mal ich sauber so richtig daneben gegriffen. So ein Mist!!! Doch es kam noch schlimmer, denn nur gut eine Minute später klingelte es schon wieder in meinem Kasten. Eine Adendorfer Stürmerin konnte frei aufs Tor zulaufen und einen Schuss, der normalerweise locker an Tor vorbei gegangen wäre, abfangen und ins Tor schieben. Verdammt, unsere schöne Führung war dahin. Doch fast wäre es noch schlimmer gekommen, denn in der letzten Minute konnte eine Adendorferin ganz allein auf mich zulaufen. An sich nicht so schlimm - doch sie hatte dabei auch noch den Puck. Und sie machte fast alles richtig - aber irgendwie gelang es mir, meine Stockhand in den Schuss zu halten und so ging der Puck über das Tor - puh, Glück gehabt. Es blieb also nach 40 Minuten beim 3-3-Unentschieden. 

Ansage von Lutz in der Drittelpause: "Genau so weiter spielen wie bisher". Okay, da er das ausdrücklich so wollte, taten wir das natürlich auch. In der 34. Minute hatte der AEC allerdings wieder ein Konterchance. Den ersten Schuss konnte ich noch parieren, doch der Nachschuss war drin. 4-3 - Adendorf lag in Führung. Doch das gefiel nicht nur mir nicht.... Auch unsere FFC-Reihe (Fenja-Fenja-Chrissi) fand das wohl doof und ziemlich unangebracht. Nur 19 Sekunden nach dem AEC-Tor glichen die Mädels aus .... bääääm - 4-4, das Spiel war wieder offen. Sehr geil! Dann begann ein Adendorfer Sturmlauf mit zahlreichen guten bis sehr guten Chancen, aus dem wir uns nur noch gelegentlich mit einigen Kontern befreien konnten. Doch der Puck wollte einfach nicht mehr über die Torlinie, weder auf der einen, noch auf der anderen Seite - so blieb es nach 60 Minuten beim 4-4. Wow, einen Punkt hatten wir sicher. Doch beim Eishockey gibt es kein Unentschieden - ein Sieger muss her und deshalb ging es direkt ins Penaltyschießen. 
Die Adendorferinnen fingen mit dem Schießen an und wir mussten nachlegen.
1. Penalty AEC - gehalten 
1. Penalty SG - gehalten
2.  Penalty AEC - gehalten 
2. Penalty SG - gehalten
3. Penalty AEC - gehalten
3. Penalty SG - gehalten
2. Durchgang (Wechsel der Reihenfolge)
4. Penalty SG - gehalten
4. Penalty AEC - gehalten 
5. Penalty SG - Treffer! Fenja B. netzt ein!
Jetzt musste ich nur noch den nächsten Penalty halten und der Zusatzpunkt wäre unser .... na wenns weiter nichts ist...
5. Penalty AEC - gehalten 
YESSSSS! Sieg! 4-5 nach Penaltyschießen - so stand es am Ende auf der schicken Anzeigetafel im Walter-Maack-Eisstadion. 
Eine große Jubeltraube bildete sich, ehe wir glücklich und zufrieden unsere nicht ganz so fröhlich dreinschauenden Gegnerinnen abklatschten und uns gutgelaunt verabschiedeten. Wir ließen uns von den mitgereisten Fans bejubeln, hörten vom ehemaligen Adendorfer Coach das Kompliment, dass wir "das schön ruhig runtergespielt hätten" und freuten uns später noch über Nachrichten von Spielerinnen anderer Teams, die mitteilten, dass man uns gerade ein wenig feiern würde. 
Hach, Auswärtssiege sind schon schön. Wir könnten uns dran gewöhnen. :-D Auch in der Tabelle hat uns dieser Erfolg wieder nach oben gebracht, wir verbessern uns auf den 2. Tabellenplatz. 


Weiter geht es für uns schon am kommenden Samstag, 30. Januar um 19.00 Uhr mit dem Auswärtsspiel in Hannover am Pferdeturm. 2 gg. 3. - das wird nicht einfach. Aber einfach kann ja auch jeder. 
Und 'natürlich' sind auch die wieder Spielberichte über uns zu in den weiten des Internet zu finden:


HL-Sports.de berichtet:
>Sieg im Dorfderby: Beach Girls besiegen Adendorf<

Und aus Adendorfer Sicht liest sich der Spielbericht so: 
>Frauen-Eishockey.de - Gemischtes Doppelwochenende für die Damen des Adendorfer EC< 

Samstag, 23. Januar 2016

15.-22.01.2016 - Es geht bergab - aber nur auf Skiern! ;-)

Hurra - endlich wieder Urlaub! Zusammen mit Lutz und Nicole stand erneut eine Woche Heiligenblut auf den Kalender, denn nach dem erfolgreichen und schönen Urlaub im letzten Jahr hatten wir uns für eine Wiederholung entschieden. Donnerstag abend um 22.30 wurde ich zu Hause eingesammelt und dann ging es auf die Bahn Richtung Österreich. Gut 1.160 km lagen vor uns und zum Glück fuhren wir vor dem angekündigten Wintereinbruch weg, der Schneefall setzte erst hinter uns ein. Lutz wurde von Bjarne Mädel "Rote Grütze mit Schuss" vorgelesen und so brachte er uns gut und sicher durch die Nacht. 

FREITAG, 15.01.2016
Gegen 9.30 Uhr kamen wir leicht müde aber gutgelaunt in Heiligenblut an. Kurz vor dem Ziel war auf Lutz' Wagen noch ein anderes Fahrzeug ganz leicht aufgerutscht, doch zum Glück wurden weder Personen verletzt noch Gegenstände beschädigt. Wir bezogen dann im Gasthof Sonnblick unser Appartement, tranken noch einen Kaffee und machten uns auf den Weg in den Ort um unseres Ausstattung auszuleihen.

Erst holten wir uns Skipässe, dann sollte die Ausrüstung zusammengestellt werden. Während Lutz und Nicole recht schnell Skistiefel fanden, liess ich mir Zeit. Selbst das 3. Paar saß noch nicht richtig, erst drückte es, dann hatte es zu viel Spiel... Nun ja, ich wollte es dann aber wenigstens mit dem 3. Paar ausprobieren und im Zweifelsfall später nochml tauschen, wenn es denn gar nicht gehen sollte. Dann ging es weiter mit den Skiern und ich wollte auf dem Handy kurz ein Foto raussuchen, dass das Modell vom letzten Jahr zeigte. Dabei fand ich auch ein Foto der Skistiefel, die ich 2015 hatte und siehe da, genau dieser Stiefel stand doch noch im Laden und so konnte auch wunderbarerweise sowohl auf die Ski als auch auf die Stiefel vom letzten Jahr zurückgreifen. Perfekt!

Von dort fuhren zum "Idiotenhügel", der hier ja freundlicherweise "Schulwiesn" heißt und probierten uns dort ein wenig aus. Die Skier liefen gut, wir hatten Spaß und beschlossen, auf den "richtigen" Berg zu fahren. Gesagt, getan - auch dort hatten wir Spaß und konnten die Müdigkeit etwas aus den Beinen schütteln. Spannend war jedoch die Streckenführung in der Viehbühel, denn kaum aus dem Lift geklettert, wussten wir nicht mehr so recht, wo es langging. Lutz setzte testweise einen Ski auf den Schnee und als der fast bis zum Knie einsackte, wussten wir immerhin, dass da nicht die Piste sein konnte. Wir suchten uns dann einen Weg, der einigermaßen befahrbar war und fuhren anschließend die Strecke gleich nochmal. Irgendwann ließ dann die Kraft nach und so fuhren wir runter zur Talstation. Kein Wunder, dass wir müde waren, waren wir doch mehr oder weniger die Nacht durchgefahren. Also ging es ab in den Gasthof und erinnerten uns daran, wie wohltuend so eine heiße Dusche sein kann und genossen anschließend das Abendessen. Mit Mühe und Not hielten wir uns dann noch bis 21.00 Uhr wach, ehe wir wie Steine in die Betten fielen.

SAMSTAG, 16.01.2016
Ich fasse mich kurz - wenigstens in der "Tageszusammenfassung". Interessant wurde es erst am Abend. ;-)
Also: Frühstück / Skibusfahrt / Skilauf / Mittag / Skilauf / Talfahrt / Skibusfahrt / Duschen / Abendessen
An sich wollten wir nach dem Abendessen nur noch ein bisschen chillen und dann entspannt ins Bett gehen - doch auf dem Kalender stand DAS Highlight des Winters: Das "Heiligenbluter Musikfest" mit Livemusik im Dorfsaal. Nicht einmal Lutz, der gefühlt seit 100 Jahren hierher in den Sommerurlaub fährt, wusste, wo dieser Saal ist. Doch das liest sich ja herausfinden. Wir dackelten also zu Fuß in den Ort und gingen in den Dorfsaal. Dort war der Höhepunkt des Musik-Festivals, ein bunter Abend mit 3 lokalen Musikgruppen stand an und natürlich mussten wir uns das anschauen. Entgegen der Ankündigungen erwartete uns allerdings nur Volksmusik wie z.B. "Der alte Jäger" oder "Dem Land Tirol die Treue"  und das konnten wir nur kurzzeitig hören. Jedes Mitglieder unserer Reisegruppe ist Ü40 - aber wir haben den Altersdurchschnitt bei der Veranstaltung noch gesenkt. Dann haben wir versucht, uns mit Radler & Willi an die Schönheit der Musik heranzuarbeiten - das allerdings klappte nicht, da die Servicekraft zu langsam war. ;-) Also tranken wir schnell aus und begaben uns in die Mühle, die örtliche Cocktailbar - Red Flirt, Red Kiss, Cuba Libre - und auf speziellen Wunsch eines einzelnen Gastes *räusper* ertönte dort auch nochmal "Der alte Jäger".
Von dort ging es zu Fuß zurück zum Sonnblick - den Weg über dribbelten und schossen wir mit herumiegenden Eisbrocken - und die Zeit verging trotz der Eiseskälte wie im Fluge. Und ich hatte unterwegs sogar noch Zeit, einem Schneemann den Kopf zu verdrehen - oder hab ich ihm vielleicht doch das Genick gebrochen???

SONNTAG, 17.1.2016
Der Tag startete mit einem entspannten Frühstück und dann ging es mit dem Skibus ab zur Piste und hoch auf den Berg.
In der Viehbühl war es wolkig und kalt - aber in der Fleiss schien trotz der fiesen Minusgrade die Sonne. Herrlich! Also verbrachten wir unseren Tag in der Fleiss. Nach Abfahrt ins Tal mussten wir noch die Wartezeit auf den Skibus überbrücken und so gingen wir über die Straße in die Hirschenbar. Nach einem Blick auf die Karte frage ich die Bedienung "Was ist denn Heißer Olaf?" und bekam die Anwort "Das ist heißer Baileys mit Sah..." - "JUPP - nehmen wir, 3x bitte"
Olav wird vor unseren Augen zubereitet und wir sind verliebt in diesen kleinen, süßen Burschen. ;-) 
Yammi, ist das lecker. Unsere Reisegruppe ist komplett, wir haben unseren Urlaubsbegleiter gefunden. ;-) 

MONTAG, 18.1.2016
Eigentlich das gleiche Programm wie immer: Aufstehen - Frühstücken - Anziehen - Pferde auf der Nachbarweide begrüßen
 - Skibus - Skifahren ....
Es herrschte strahlender Sonnenschein, perfektes Wetter auf der Viebühl und der Fallbichlabfahrt. Und weil es so gut läuft, so viel Spaß macht und das Wetter so gut ist, wagen wir Flachlandtiroler uns einfach mal an die Kärntenabfahrt zur Mittelstation. Tatsächlich, das lief. :-)  Bei der Mittagspause stellten wir erfreut fest, dass Sepp & seine Crew vom Restaurant im Panorama-Restaurant auch heißen Baileys mit Sahne können.... okay, der hieß da (noch) nicht "Heißer Olaf" und der Mini-Oreo fehlte auch - aber lecker war es trotzdem. Einer geht noch.... ;-)

Am Ende des Tages haben wir lt. Sportstracker insgesamt knapp 25 km absolviert  (jaha, inkl. Liftstrecken) - Höchstgeschwindigkeit demnach 121 km/h .... ich hatte echt keine Idee, woher diese Zahl stammen könnte, aber es las sich doch beeindruckend, also schenkten wir dem doch mal Glauben.  ;-)
Abfahrt ins Tal - Wartezeit mit Olaf - Skibus - Duschen - Abendessen - Chillen - ab ins Bett.

DIENSTAG, 19.01.2016
Frühstück - Skibus - Abfahrt bei strahlendem Sonnenschein

Wir waren gut unterwegs - knapp 30 km hatten wir abends auf dem Zettel, allerdings lag die Höchstgeschwindigkeit nur bei 60 km/h. Das war ja nix....  erschien ins aber doch etwas realistischer als die Zahlen vom Vortag. ;-)
Und während wir den Tag Revue passieren ließen, kam aus dem Stubaital von Lieblings-Memme die Nachricht, dass er sich beim Skiläufen eine Rippe gebrochen hätte ... Ups. Passend dazu - nur eben ein bisschen spät, erreichte mich eine WhatsApp-Nachricht von meinem Bruder:
-> WWW.RUTHE.DE <-
Schlechtes Timing - aber dennoch sehr lustig. Ich beschloss auf jeden Fall, spätestens ab jetzt, nur noch im Stand umzufallen und nicht mehr bei voller Fahrt, denn sicher ist sicher. Und was soll ich sagen: Das hat geklappt! ;-)

Unser Tag war super, hatte aber uns körperlich aber durchaus gefordert. Nach einem kurzen Abstecher zu Olaf brachte uns der Skibus in den Sonnblick und ich war echt kaputt.
Nach dem Abendessen hatte Lutz uns aber im Kärtner Hof auf einen kurzen Besuch angemeldet - frühschlafen gehen war also nicht. Trotzdem war der Abend sehr nett - und als wir nach dem einen oder anderen Willi den Heimweg zu Fuß antreten wollten, bot Wirtin Marietta uns an, uns kurz rumzufahren. Draußen waren -12° - wir mussten nicht lang überlegen. ;-)

MITTWOCH, 20.01.2016
Späteres Frühstück, späterer Skibus - wolkenverhangene, vernebelte Sicht auf dem Gipfel. Die Pisten in der Fleiß waren vereist, auf der Viebühel hatte es geschneit und die Sicht war auch nicht gut, die Kontraste waren schwer zu erkennen. Hmmmm.
Wir überlegten, ob wir schon ins Tal fahren sollten, beschlossen aber, erstmal im Panorama-Restaurant bei Sepp eine Pause zu machen und abzuwarten. Olaf leistete uns quasi unaufgefordert Gesellschaft. Kellnerin Chrissi lachte über den norddeutschen Ausspruch "Ein guter Bauer erkennt seine Schweine am Gang", wusste aber sofort, was wir meinten.
Nach der Pause klarte das Wetter wunderbarerweise auf und die Sonne kam raus. Alles richtig gemacht, denn so sah das ja gleich viel besser aus. Wir düsten wieder auf die Piste und hatten abends knapp 25 km auf der Uhr - und schnell waren wir.... 104 km/h sollen es gewesen sein. Nein, das konnte ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Es sei denn, das Handy, das sich in meiner Tasche befinden hatte, hätte die Geschwindigkeit von Lutz' gemessen, der versucht hatte, die Fallbichl-Abfahrt auf dem Bauch zu machen. Zum Glück war - abgesehen von einem Schrecken und einem verlorenen Skistock, der ums Verrecken nicht wieder aufzufinden war - nichts passiert.
Wir nahmen nach einem kurzen Zwiegespräch mit Olaf wieder den Skibus, holten am Kärtener Hof Lutz' Auto ab, kehrten noch auf einen kurzen Kaffee ein und freuten uns dann auf die Dusche. Schon toll, wenn da so richtig heißes Wasser aus der Wand kommt. :-D
Nach dem Abendessen gaben wir uns noch 2 Runden Dominion und fielen dann todmüde ins Bett. Macht einen jetzt das Skilaufen so müde? Oder ist es dir viele frische Luft? Oder die Kombination aus beidem?

DONNERSTAG, 21.01.2016
Tatsächlich schon unser letzter Skitag...  die Zeit ist wieder wie im Flug vergangen. Aber das Wetter meinte es gut mit uns, die Sonne strahlte, keine Wolke war am Himmel zu sehen. Mehr ging nicht - auch wenn wieder ein eisiger Wind ging und wir uns vermummen mussten.

Am Donnerstag war endlich auch der Sessellift in der Fleiß in Betrieb, das Pistenteam hatte gemacht und getan, um die Piste zu präparieren. Mit Erfolg! Dennoch starteten wir zum eingrooven am Viehbühel und machten dann eine letzte Pause bei Sepp ehe wir uns in die Fleiß begaben.
Ja, die Abfahrt in der Fleiß war befahrbar - aber vom Idealzustand noch weit entfernt. Die Piste war recht schmal, aber dennoch kamen wir fast unfallfrei unten an. Diesmal war es Nicole, die auf der Schrägen das Gleichgewicht verlor und sich ihren 2. Ski angeln musste. Auch hier war zum Glück außer einem Schrecken nichts passiert. Den Rest des Nachmittags verbrachten wir dennoch wieder auf der Viehbühel-Abfahrt. Von dort fuhren wir ins Tal, gaben unsere Ski-Ausrüstung ab, verabschiedeten uns von unserem süßen Freund Olaf und nahmen den Skibus zum Sonnblick. Hach, ein herrlicher Tag!
Nach dem Abendessen mussten wir dann leider schon unsere Taschen packen. Bei ein paar Runden Dominion ließen wir dann nach dem Essen den Abend entspannt ausklingen.

FREITAG, 22.1.2016
Heimfahrt - wir passierten bei strahlendem Sonnenschein, blaue Himmel und tollem Panorama die letzten Berge und kamen vor dem großen Eisregen wohlbehalten zu Hause an. Hach.... schön war's - genau wie der Urlaub.

Danke Lutz! Danke Nicole!
Bis zum nächsten Mal! :-)






Sonntag, 10. Januar 2016

09.01.2016 - Ach menno... Bremerhaven war kein gutes Pflaster für uns :-(

Endlich wieder Game-Day! Ich habe immer noch das Gefühl, dass die Saion 15/16 gar nicht richtig in Schwung kommt. Das letzte Training, bei dem wir eine ganze Eisfläche für uns hatten, war am 15.12. und unser letztes Spiel am 19.12. - in der Zwischenzeit hatten wir in Hamburg lediglich 2 Eiszeiten, die wir uns mit der 3. Herrenmannschaft des HSV teilten. Immerhin - und die Trainingsspiele mit den Heren machen ja auch Spaß und bringen uns was. Befriedigend ist die diesjährige Eiszeiten-Situation trotzdem nicht, ganz im Gegenteil: Wir zahlen den vollen Vereinsbeitrag und bekommen nur noch die Hälfte der Trainingszeiten... das nervt massiv! 

Aber am gestrigen Samstag durften wir dann aber auch endlich mal wieder spielen. Um 20.00 Uhr sollte das Spiel in Bremerhaven beginnen. Bei der Abfahrt in Hamburg klappte alles reibungslos, die Autobahnen waren frei und so kamen wir (sehr) rechtzeitig an der Halle an. Lediglich Fenja sollte sich wg. eines kleinen Zwischenfalls auf der Strecke etwas verspäten, doch dazu später mehr. Wir bezogen unsere Kabine und natürlich wurde uns die Aufstellung wieder auf der Magnettafel wieder ab prominenter Stelle präsentiert. Leider hatte es im Vorfeld einige krankheitsbedingte Absagen gegeben, so dass wir mit relativ kleinem Kader antraten:
Als wir zum Aufwärmen auf das Eis gingen, fehlte Fenja noch - sie hatte uns aber mitgeteilt, dass sie bald da sein würde. Doch als wir wieder vom Eis kamen, war ihr Platz in der Kabine noch immer leer. Entsprechend gaben unsere Trainer Instruktionen, dass wir dann erstmal mit 2 Mittelstürmern spielen würden und auf das 3 Reihen-System umstellen, wenn Fenja da wäre. Kurz bevor wir wieder auf das Eis mussten, öffnete sich die Kabinentür und Fenja stürmte hinein. Hurra - jetzt musste sie sich nur noch blitzschnell umziehen und uns auf das Eis folgen.
Wir mussten auf jeden Fall schon mal vorgehen und machten uns zur "Torbeschwörung" bereit. Allerdings fiel mir dann auf, dass sich im Tornetz direkt am Pfosten ein großes Loch befand, durch das sich die Kelle meines Schlägers komplett schieben liess. Und wenn da schon meine Kelle durchpasst, hätte da auch locker ein Puck von der Seite durch das Netz ins Tor rutschen können. Nö, das gefiel mir ganz und gar nicht. Also wurden die Schiedsrichter (die die Tornetze ja vor dem Spiel immer kurz kontrollieren müssen) auf das Loch hingewiesen und mussten reagieren. Es dauerte dann tatsächlich noch, bis der Eismeister ein paar Kabelbinder gereicht und die SR diese fachgerecht angebracht hatten. 
  
Kurz bevor die Reparatur abgeschlossen war, kam Fenja dann auch auf das Eis und so konnten wir wie geplant mit 3 Sturmreihen agieren. Hurra - und nein, wir haben das Tornetzt nicht mutwillig beschädigt, wir hatten einfach etwas Glück. ;-)
Das Spiel begann - allerdings hatte die Verzögerung anscheinend eher unsere Konzentration gestört als die des Gegners. Bremerhaven gewann das erste Bully, stürmte auf unser Tor und *zack* der erste Schuss landete direkt hinter mir im Tor. Ein Alleingang, platziert über die Fanghand in den Winkel geschossen - für Aussenstehende muss das gut ausgesehen haben. *Uffz* Das war ja mal nix - gerade mal 39 Sekunden waren da gespielt. Kein guter Start - aber wir hatten ja noch Zeit um diesen Fehler auszumerzen. Das Spiel wurde dann offener, aber so richtig gut spielten wir nicht. Wir kamen nicht ins Spiel, schlichen behäbig über das Eis, spielten ungenaue Pässe, die Zuordnung zu den Gegenspielern stimmte nicht - das war überhaupt kein Vergleich zum letzten Spiel gegen Altona. Dennoch fielen in dem Drittel keine weiteren Tore und mit dem 0-1-Rückstand ging es in die erste Pause.

Auch im 2. Drittel bot sich den Zuschauern zunächst ein ausgeglichenes Spiel. Trotz einer gut stehenden Bremerhavener Deckung, die den Mädels vor dem gegnerischen Tor wenig Platz ließ,  hatten wir einige Torchancen, aber die Schüsse waren einfach zu ungefährlich und zu unplatziert. In der 33. Minute spielten wir in Unterzahl und es gab wohl ein Missverständniss in der Abwehr. Auf jeden Fall konnten 2 gegnerische Spielerinnen mutterseelenallein mit Puck auf mich zulaufen. *zack* Der Schuss passte genau und somit stand es 2-0. Kurz vor Ende des Drittels kam dann ein Schuss von aussen, der dummerweise genau in die Lücke zwischen Schiene und Stockhand passte... 3-0 - ach menno, der wäre haltbar gewesen. :( Abgesehen davon, dass weder meine Verteidigung noch ich besondern viel Glück hatten, zeichnete sich bereis in diesem Drittel ab, dass Bremerhaven an diesem Tag (wieder einmal) nicht unbedingt die sportlich fairste Gangart gewählt hatte. Obwohl beide Teams in diesem Drittel je 4 Strafzeiten abzusitzen hatten, hatte ich den (subjektiven?) Eindruck, dass die Schiedsrichter doch etwas schneller bereit waren, Strafen gegen unsere Manschaft zu verhängen und bei der Heimmanschaft gern mal ein Auge zudrückten bzw. gar nicht erst hinschauten.  

Im letzten Drittel nahmen wir uns vor, uns weiterhin gegen die Niederlage zu stemmen. Eine Umstellung von 3 auf 2 Reihen sollte für mehr Druck, Dynamik und Geschwindigkeit sorgen - doch bereits in der 44. Minute war dieser Plan hinfällig, denn nach einem weiteren Konter fiel das 4-0. Den ersten Schuss konnte ich mit der Stockhand noch abwehren. Allerdings prallte der Puck dabei so unglücklich nach vorne ab, dass er der Angreiferin direkt vor den Schläger fiel und sie die Scheibe "nur noch" einschieben brauchte. Argh - erst hatten wir kein Glück und dann kam auch noch Pech dazu. Es wäre zum Haareraufen gewesen - wenn das denn mit Hockeyhelm und Handschuhen so einfach ginge. In der 51. Minute fiel dann durch einen Schuss von der blauen Linie sogar noch das 5-0 und spätestens da war der Drops wirklich geluscht. Leider hielt Bremerhaven trotzdem an seiner Linie fest und spielte mit viel Härte und Stockeinsatz weiter. Neben Haken und Halten wurde auch gern mal mit dem Schläger gearbeitet. Ich war überrascht, wie viele offensichtliche Regelverletzungen die Schiedsrichter nicht ahndeten. Besonders krass und offensichtlich fand ich einen hohen Stock, den Antje frontal ins Gesicht bzw. ans Visir (zum Glück müssen wir mit Visir spielen!) bekam und einen Stockstich gegen Svea - beides von den Schiedsrichtern nicht gepfiffen. Nach dem Foul an Svea fragte die Gegnerin dann noch "Willst Du Stress?" und ich habe aus meiner Position damit gerechnet, dass die Handschuhe der Bremerhavenerin fliegen. Zum Glück ging Svea nicht darauf ein und mit 2 Minuten wg. "Halten des gegnerischen Stocks" war die Spielerin noch gut bedient. Ich glaube, nicht nur ich war froh, als das Spiel vorbei war und alle meiner Mitspielerinnen ohne größere Blessuren vom Eis kamen. Ich kann überhaupt nicht nachvollziehen, warum man so hart und unfair spielen und Verletzungen in Kauf nehmen muss - insbesondere wenn man so deutlich führt. 
Natürlich kann man mir jetzt vorwerfen, ein schlechter Verlierer zu sein - stimmt auch, ich verliere überhaupt nicht gern, weder beim Kartenspiel noch beim Eishockey. Aber wer tut das schon? ;-) Der Sieg der Bremerhavener geht voll in Ordnung - auch in der Höhe war das Ergebnis verdient. Wir haben es an diesem Tag nicht annähernd geschafft, das Eishockey zu spielen, das wir spielen können. Und wahrscheinlich hätten wir noch 3 Stunden spielen können ohne einen Treffer zu erzielen. Es gibt eben so Tage, da läuft nix zusammen - frei nach dem Motto:

Aber es kommen auch wieder andere Tage - da bin ich mir ganz sicher! :)

Ich habe den Eindruck, je älter ich werde, desto entspannter werde ich in einigen Dingen auch. Dann habe ich allerdings gehört, dass nach dem Spiel von einem der Schiedsrichter zu einer meiner Mitspielerinnen sinngemäß gesagt wurde "Wenn Euch das Spiel zu hart ist, dann müsst Ihr Euch halt eine andere Sportart suchen". Das lässt mich das nach dem Spiel mit der schwachen SR-Leistung und der von den Gegnern gezeigten Härte nachdenklich zurück. Wir sind sicher keine Mannschaft, die mit besonders viel Körpereinsatz spielt und wir wollen eigentlich auch nur Eishockey spielen. Aber wenn wir wir spielen, dann meist im Rahmen des Erlaubten - und das ist auch gut so! Mag sein, dass andere Spieler/Trainer/Teams das anders sehen - aber das ist mein Blog, also äußere ich hier auch meine Meinung!
Wir bleiben trotz der Niederlage auf dem 3. Tabellenplatz, haben weniger Spiele absolviert als die Mannschaften vor uns. Weiter geht es am für uns erst in 2 Wochen, am Sonntag, 24. Januar erwartet uns der Spitzenreiter aus Adendorf, Spielbeginn ist um 19.00 Uhr und das wird ganz sicher keine leichte Aufgabe. Dennoch wird Linas Motto "Dabei ist alles" ganz sicher nicht das Motto zum Spiel. Wir haben das was wieder gut zu machen... ;-) 

Bis dahin erwartet uns sogar noch eine eigene Trainingszeit, bei der wir die Eisfläche ganz für uns haben und hoffentlich auch gezielt und konzentriert trainieren werden. Etwas Ablenkung wäre allerdings möglich, denn wir bekommen bei dem Training Presse-Besuch. Die "Fit for Fun" schickt eine Redakteurin vorbei, die mal wissen möchte, wie es sich anfühlt, im Tor zu stehen. Ich bin sehr gespannt, wie es ihr dabei ergeht und ob es ihr gefällt - aber dazu dann natürlich zu gegebener Zeit mehr.  


Auch HL-Sports berichtet wieder - vielen Dank dafür! Warum der Artikel allerdings zunächst im Bereich Fußball zu finden war ... man weiß es nicht. ;-)

Beach Girls verlieren klar in Bremerhaven