Freitag, 17. Januar 2020

17.01.2020 - Moin Vienna - FC21 EM-Tour 2020 ... auf Sissis Spuren wandelnd

Die arme Frrrranzi musste sich heute die ein oder andere Verballhornung ihres (Spitz-)Namens anhören - waren wir doch (mit herrrrlich rrrrrrrrollendem Rrrrrrrrrrr) auf Sissis Spuren unterwegs. Doch immer schön der Reihe nach...

Nach einem späten, gemeinsam-gemütlichen Frühstück machten sich Teile der Reisegruppe "Moin Vienna!" auf den Weg zur Hofburg um sich dort kulturell fortzubilden. 
Zunächst bestaunen wir die Silberkammer und wunderten uns, wie unfassbar viel Geschirr, Besteck, Gläser und sonstiges Zeugs man doansammeln kann. So viel Kram, das reichte locker für eine Spontan-Party mit den 150 engsten Freunden - 7 Tage hintereinander ohne abwaschen.
Die hätten echt einen Verleih mit dem Zeug aufmachen können (by the way: Das wäre vielleicht eine echt gute Geschäftsidee ... let me think about it! 😉)
Im Anschluss daran ging es dann nahtlos weiter ins Sissi Museum.
Dort wollte man uns weismachen, dass die legendäre Geschichte aus den Filmen mit Romy Schneider und Karl-Heinz nur bedingt den Tatsachen entsprach und weit entfernt von Sissis tatsächlichem, sehr schwermütigen Leben gewesen wäre. Tssst... Ob man das glauben darf? 🤔
Eine durchaus interessante Ausstellung,  denn wann bekommt man zum Beispiel schon mal das Zahnhygieneset, mit dem die Sissi regelmäßig den Zahnarzt aufsuchte, zu sehen? 😉 Nein, im Ernst: ich wusste beispielsweise nicht, dass Sissi am 24.12. geboren wurde, zeitlebens Gedichte geschrieben hat und dass sich der Sohn von Sissi und Franz mit 30 Jahren das Leben nahm. 
Leider war sowohl in der Ausstellung als auch in den kaiserlichen Appartements das Fotografieren untersagt, so dass es heute heißt "Liebe Blogleser, ich habe heute keine Fotos für Euch." 

Da es in den kaiserlichen Appartements recht kühl war, mussten wir uns im Anschluss daran erstmal aufwärmen und gingen in die Kantine im (Künstler-/Museums-)Quartier 21 (wohin auch sonst?) um einen Kaffee, eine Melange und einen kleinen Imbiss einzunehmen. 
Im Anschluss daran trennten sich zunächst unsere Wege, da wir in 2 verschiedener Ferienwohnungen untergebracht sind. Und während in Villariba noch geruht wurde, wurde in Villabajo schon eingekauft und vorbereitet, hatte man doch die Nachbarn zum gemeinsamen Abendessen und Handball schauen eingeladen. Und so ließen beide Parteien den Abend in fröhlicher 10'er Runde mit vorzüglicher, von Jensemann und Dirk gemeinsam liebevoll zubereiteter Bolognese, viel Gelächter und einem überraschend deutlichen Sieg von Portugal gegen Schweden ausklingen. 
Morgen hat das Herumgerenne aber erstmal wieder ein Ende und wir lassen andere laufen, denn morgen wird es wieder sportlich und wir gehen in die Halle um unsere Glitzer-Hüte auszuführen und dem DHB-Team als Glücksbringer zu dienen. Auf geht's, Schland! 🍀

Donnerstag, 16. Januar 2020

16.01.2020 - Moin Vienna - FC21 EM-Tour 2020: Der 1. Spieltag

So eine lange Nacht in einem richtigen Bett ohne Gerumpel und Geratter ist ja etwas herrliches. Frisch geduscht und gut gelaunt fanden wir ins am Frühstückstisch ein und starteten gemeinsam in den Tag. Das Wetter war zwar eher medium (diesig und kalt aber immerhin trocken) aber das war nicht so schlimm, denn vor uns lag der 1. Spieltag der Hauptrunde. Wir würden also ohnehin den Großteil des Tages in der Wiener Stadthalle verbringen.
Nach dem Frühstück wurde also noch etwas in der Wohnung herumgepuzzelt und dann machten wir uns auf den Weg ins 'Deutsche Haus' das der DHB im Augustinerkeller eröffnet hatte. Dank der zentralen Lage unserer Wohnung konnten wir uns entspannt zu Fuß auf den Weg machen.
Wir kamen rechtzeitig zur Eröffnung durch den DHB-Präsidenten Michelmann an. 
Da die Location auf 2 Ebenen verteilt war  bekamen wir den "Experten-Talk" zwischen "eurem Moderator" und Henning Fritz leider nur über die Monitore mit, die an den Decken im Obergeschoss aufgehängt waren. Da der Sound der Übertragung nicht gut war, konnten wir leider nicht mitbekommen, welche Tipps Fritze den DHB Jungs gegeben hat, um zu mehr Lockerheit und alter Stärke zu kommen.

Wir warteten lange auf die bestellten Getränke, ließen uns einen kleinen Snack schmecken und stellten beim Bezahlvorgang fest, dass Freundlichkeit und Service nicht unbedingt zusammen gehören müssen. Nun ja, auch die Hürde des "Rechnet gefälligst selbst aus, was Ihr zu zahlen habt" meisterten wir und machten uns dann auf den Weg in die Halle. Ein Teil der Reisegruppe absolvierte die Strecke mit dem ÖPN, der andere Teil ging die gut 3 km zu Fuß. Angesichts der Tatsache, das uns jetzt 3 Handballspiele bevorstanden und vorher ein wenig Bewegung nicht schaden konnte, gehörte ich zur Fußgängerfraktion und bekam einiges zu sehen.
Wir kamen fast rechtzeitig an der Halle an und hatten damit unsere selbstgestecktes Ziel (Heute auf dem Weg in die Halle nicht verhaftet werden!) erreicht. 😅 Ich war wieder einmal erstaunt, wie entspannt so ein Halleneinlass doch sein kann. Die Karte wurde gescannt, dann folgte ein kurzer Blick auf meine Tasche und *zack* war man in der Halle. Keine Leibesvisitation, kein Abtasten, keine Taschenkontrolle - nichts! Die Garderobe musste abgegeben werden (wir hatten aber eh keinen Bock, die dicken Winterjacken die ganze Zeit auf den Schoss zu haben) - dafür war die Aufbewahrung dann aber auch kostenlos. Guter Service! 
Die Halle war noch überschaubar besucht, wir bezogen unsere Plätze und wohnten zuerst dem Spiel Spanien - Tschechen bei. Kein Spiel, das uns wirklich interessierte aber ein wenig sitzen, beobachten und in der Gegend herumgucken ist ja auch mal ganz schön.
Am Ende setzte sich Spanien mit 31-25 durch und dann wurde es in der Halle wuselig, laut und vor allem sehr rot-weiß-kariert: Die kroatischen Fans bezogen ihre Plätze und machten sich schon mal bemerkbar. Dabei war war es ihnen wohl auch egal, welche Namen auf dem Trikot standen, neben den obligatorischen Wasserball-Kappen sahen wir zum Beispiel auch noch Petric und Mandzukic durch die Halle laufen. Aber immerhin waren auch ein paar Duvnjaks und Voris zu sehen - beide sowohl auf der Tribüne als auch später in echt auf/neben der Platte. 
Beim Spiel selbst wurde es dann noch lauter ... nein SEHR viel lauter und spätestens jetzt wusste man, dass es eine gute Idee gewesen war, sich an der Garderobe mit den kostenlosen Ohrstöpseln einzudecken. 🙉 Kroatien setzte sich am Ende mit 27-23 durch und dann endlich wurde es auch für uns ernst. Die deutsche Mannschaft lief ein und wir vervollständigen unser Outfits - wir waren ja nicht zum Spaß da. 🥳
 
 
Wir schrien, klatschten, bejubelten die deutschen Tore, applaudierten  für die Paraden des deutschen Torhüters und waren natürlich voll bei der Sache. 
Unser ehemaliger HSV-Torwart Jogi Bitter kam in diesem Spiel leider nicht zum Einsatz, verdiente sich aber als 'Chef-Animateur' auf der Bank Bestnoten und zeigte mehrfach deutlich, dass er mit der Lautstärke in der Halle gar nicht einverstanden war. Aber auch sonst zeigte er deutlich mehr Körperspannung als Bob Hanning, den man quer durch die Halle auf der Tribüne (ab)hängen sah. 
Am Ende konnten wir einen deutlichen und verdienten Sieg für die deutsche Nationalmannschaft bejubeln: 
Dennoch ist am Samstag im Duell mit den Kroaten eine deutliche Leistungssteigerung nötig um dort Punkte auf der Habenseite zu verbuchen. Das gilt allerdings nicht nur für die Jungs auf der Platte sondern für alle, die die schwarz-rot-goldenen-Farben tragen. Zusammen schaffen wir das schon, wir sind dabei. 💪
NACHTRAG;
Auch wir hatten unsere "3½ Seconds of Fame" und wurden von den TV Kameras eingefangen. Zum Glück waren wir fröhlich und gut gelaunt. Wobei... das sind wir ja immer. Danke an alle, die mich/uns per WhatsApp, Facebook, Instagram etc. informiert haben. Autogramme gibt's später. 😎

15.01.2020 - Moin Vienna - FC21 EM-Tour 2020: Die Anreise und Tag 1 in Wien

Dienstag abend 20.12 Uhr am Bahnhof Altona - die ersten Mitglieder der Reisegruppe "FC 21 sagt Moin Vienna" treffen ein und entern den Nachtzug. 
An den Haltestellen Dammtor und Hauptbahnhof kamen die letzten Mitreisenden dazu und wir waren mit 10 Mann/Frau komplett. Hurra, das Abenteuer 'EM-Besuch in Wien' konnte starten. 
Die Nacht im Zug selbst war entspannt, es kamen auch einige interessante Fakten auf den Tisch, so erfuhren wird zum Beispiel, dass der Zug im weiteren Verlauf geteilt werden würde: ein Teil fährt nach Österreich, ein Teil nach Wien ... soso... 🤣
 Um Mitternacht war Bettzeit und dann wurde es doch etwas unentspannt. Wir hatten 4'er Abteile gebucht und diese sind schon sehr eng. Keine Ahnung, wie man da mit 6 Leuten runterkommen soll. Die Gepäckablage fasste gerade mal 3 Gepäckstücke, die 4. Tasche stand im Gang zwischen den unteren "Pritschen". Die Lüftung lüftete und krachte, der Zug ruckelte und rumpelte - und kaum war man doch eingenickt, beschlossen 3 von 4 Abteilnachbarn, den Gang zur Toilette anzutreten. So what, waren ja nur noch gut 7 Stunden bis zur planmäßigen Ankunft und uns erwartete noch ein opulentes Frühstück im Zug. Die Aussicht entschädigte für die durchwachsene Nacht und weckte Hoffnung. Doch diese wurde nicht erfüllt, das 'opulente Frühstück' stellte sich als 'kleines Frühstück mit 2 Brötchen, 1 Becher lauwarmer brauner Brühe, 1 Paket Butter und 1 Paket Marillenmarmelade' heraus. Nun ja.... 

Mit etwa 15 Min. Verspätung kamen wir am Hauptbahnhof an, orientieren uns und verstauten das Gepäck in Schließfächern. Da wir bis zum Bezug der Ferienwohnungen noch ein paar Stunden zu überbrücken hatten, wollten wir in die Stadt und es begann das große Rätseln: Welches Ticket für den ÖPN bringt uns am besten durch den Tag? Schnell war klar: Ein Tagesticket hilft weiter. Am Automaten kostete das Ticket 8,00, in der App nur 5,80 € - und *zack* schnell nochmal die App von Wien mobil runtergeladen. Hey, locker mal 2,20 € pro Nase gespart - da kann sich der HVV mal eine Scheibe abschneiden. 

Also ab in die UBahn und in die Innenstadt, am Stephansplatz kamen wir wieder ans Tageslicht. Es war kalt, es war windig, es schneite zudem noch leicht, wir waren müde und hungrig. Aber die Stimmung war gut und fröhlich. Wir machten wir uns auf die Suche nach einem Cafè, in dem wir noch ein richtiges Frühstück zu uns nehmen konnten. Wir liefen von links nach rechts und kreuz und quer und hin und her durch die Fußgängerzone und landeten letztlich im Cafè Demel, selbstverständlich einem KUK-Lieferanten. Dort sollte die obere Etage in 10 Minuten geöffnet werden, so dass dann auch genug Platz für alle sein sollte. Glück gehabt. 
Für uns wurden schnell ein paar Tische zusammengeschoben. Damit konnten wir gemütlich zusammen sitzen und neben dem Frühstück auch richtigen Kaffee sowie das herausragend-hervorragende Wiener Leitungswasser genießen. Dieses wurde schnell zum Running Gag und erheiterte neben uns auch das Servicepersonal im Cafè. 
 Nach dem Frühstück schlurften wir noch ein wenig durch die Stadt, guckten links und rechts und dann trennten sich unsere Wege. Letztlich landeten aber wohl alle Gruppen im nächsten Cafèhaus um sich aufzuwärmen und die Zeit zu überbrücken.
Nächster gemeinsamer Treffpunkt war dann um 14.30 an den Schliessfächern im Hauptbahnhof, wo wir unser Gepäck befreiten und uns auf den Weg zu unseren Ferienwohnungen machten.

Jule hatte für uns ein Penthouse ausgesucht und Lage, Ausstattung und Komfort des Penthouse waren perfekt. 3 Zimmer, 3 Badezimmer ein großes Wohnzimmer und eine offene Küche mit großem Esstisch - klasse. Nur die große Dachterrasse wird aufgrund des Wetters wohl eher ungenutzt bleiben. 

Wir schrieben noch schnell einen Einkaufszettel, überfielen den nahegelegenen Billa-Supermarkt und ließen den Abend mit gemeinsamen Pastaessen und anschließendem Handballgucken ausklingen ehe sich alle kaputt ins Bett fallen ließen und sich über das nicht-ruckelnde, ruhige, große Bett freuten.
Morgen ist dann der 1. Spieltag in der Stadthalle Wien und wir freuen uns dass die DHB-Mannschaft es besser gemacht hat und nicht wie Dänemark oder Frankreich bereits nach der Hauptrunde die Heimreise angetreten hat. Auf geht's Deutschland - löst das Ticket für Stockholm. 

Dienstag, 29. Oktober 2019

26.10.2019 Auf zum Pferdeturm: Oldtimer machen Jagd auf die Jäger

Nachdem ich das Spiel gegen die Crocodiles tatsächlich muskelkaterfrei überstanden hatte, stand nur 1 Woche später das nächste Spiel mit den Oltimern des HSV auf dem Spielplan. Wir mussten durften Samstag abend um 20.30 Uhr am legendären Pferdeturm in Hannover gegen die Pferdeturm Hunters antreten. Und da Guido nach seiner Spieldauerdisziplinarstrafe im letzten Spiel für diese Partie gesperrt war, fuhr ich mit dem Wissen nach Hannover, definitiv Eiszeit zu bekommen. 
In meiner mittlerweile 28. Eishockey-Saison (ja, ich habe wirklich seeeeeehr früh angefangen, diesen Sport zu betreiben!) bin ich vor Spielen nicht mehr so richtig nervös. Ja, sicher,es gibt Rituale, die vor dem Spiel definitiv einzuhalten sind - aber ganz richtig ist das Wort Ritual eigentlich nicht. Ich zum Beispiel gucke immer, wie meine Leistung beim letzten Training vor dem Spiel war - und wenn ich zufrieden war, dann muss beim Spiel auf jeden Fall die gleiche Schweisswäsche eingepackt und angezogen werden. Wenn nicht, dann packe ich andere Klamotten ein. Albern? Mag sein - aber ich kann da nicht aus meiner Haut. Irgendwie muss man ja bestätigen, dass Torhüter verrückt sind und eigentlich finde ich diese Marotte noch ganz harmlos. Aber weil ich in dieser Saison bei guten Training sowie beim 1. Spiel bei den Crocos ein uraltes Werbe-Shirt von Bifi unter dem Brustpanzer trug, wurde ich auch in Hannover wieder zum "Ballzauberer". Im zugegebenermaßen doch sehr sehr SEHR unwahrscheinlichen Fall, dass ich mal ein Tor erzielen sollte, könnte ich mir das Shirt sogar über dem Kopf ziehen und mit dem Gesicht von Thomas Müller meinen Treffer bejubeln. Aber das zeige ich Euch dann, wenn es wirklich mal so weit sein sollte... 😂

Wir waren mit kleinem Kader unterwegs, 11 Feldspieler und 1 Goalie. Musste reichen - sollte reichen. Überraschend tauchte in unserer Kabine kurz vor Spielbeginn ein "alter" Bekannter auf: Marcus 'Mopser' Krützfeldt hatte die Bitten von einigen Mitspielern erhört und beschlossen, seine Schlittschuhe für die Oltimer zu schnüren. Was für eine schöne Überraschung! Und es gelang sogar noch, die DEB-Einzelspielerlizenz für Mopser rechtzeitig vor Spielbeginn zu erwerben. 😉

Das Spiel begann und eigentlich war es in weiten Teilen ein Spiel auf ein Tor, nämlich auf das Tor der Hunters. Ich hatte recht ruhige 20 Minuten und konnte fast in aller Ruhe zuschauen, wie meine Mitspieler sich Torchance um Torchance erspielten. Dabei musste ich allerdings auch mit ansehen, dass die Spieler im roten Trikot wieder und wieder am Torwart der Hunters scheiterten. Dabei bot er zwar einige wirklich gute Paraden, andererseits waren allerdings auch einige Schüsse dabei, die ein Torwart dankbar annimmt. Komisch, denn im Training schießen die Jungs selten so platziert auf den Bauch des Goalies.... Ein paar Mal konnten die Hunters sich aber dennoch aus ihrem Drittel befreien und die Scheibe in die Nähe meines Tores bringen - aber auch auf deren Seite sprang nichts zählbares heraus. Mit einem torlosen Unentschieden ging es erstmals in die Kabinen. 

Im 2. Drittel machten wir da weiter, wo wir aufgehört hatten: Wir machten Druck auf das Tor der Hunters und in der 24. Minute wurden wir endlich belohnt, Jule Meyer konnte eine Vorlagen von Sven Meyer (meines Wissens nach übrigens nicht verwandt und nicht verschwägert) endlich das 1:0 erzielen. Puh, das wurde aber auch Zeit! Weiter ging der Sturmlauf - doch in der 27. Minute jubelten erstmal die Hunters. Ein absoluter Sonntagsschuss (ja, ich weiß, es war Samstag, aber anders kann man den Treffer einfach nicht beschreiben!) fand den Weg in mein Tor, die Scheibe schlug genau über der Fanghand zwischen Pfosten und Latte ein. Ich glaube, der Schütze überlegt noch immer, wie genau ihm dieser Schuss gelungen ist und wird von diesem Treffer auch in 50 Jahren noch in blumig ausgeschmückten Erzählungen bei jeder Familienfeier wieder berichten. Okay, das war ein wirklich tolles Tor - aber auch total unverdient. Und genau das dürfte Heiko im Hinterkopf gehabt haben, als er nur 31 Sekunden nach Wiederanpfiff das 2-1 erzielte. Und jetzt schien die Tormaschine ihre Startschwierigkeiten überwunden zu haben, denn jetzt ging es munter weiter: 
28. Minute 1-3 Lars
29. Minute 1-4 Sven 
34. Minute 1-5 Heiko
36. Minute 1-6 Mopser* 

(*Hurra, das nächste Kabinenbier ist gesichert! Wir freuen uns auf die Einsatzskiste)
Kurz vor Drittelende hatte Hannover dann noch zwei gute Chancen aus aussichtsreicher Position direkt vor dem Tor, doch zum Glück wollte ihnen kein Treffer gelingen. Mit Ausnahme dieser beiden Schüsse hatte ich wieder recht wenig zu tun und konnte mir wieder in Ruhe das Spiel anschauen. Wobei dieses "Rumstehen und Zuschauen" echt trügerisch ist, denn obwohl man nicht am Spiel beteiligt ist, muss  man doch konzentriert und aufmerksam dem Spielverlauf folgen, was ich zugegebenermaßen nicht immer ganz leicht finde, weil die Gedanken doch irgendwann abzuschweifen drohen und auf Reisen gehen können. Aber bislang war mir das an diesem Abend doch ganz gut gelungen.

Das letzte Drittel begann und wir hatten weiterhin alles im Griff:
36. Minute 1-7 Martin
 43. Minute 1-8 Jule
47. Minute 1-9 Jule
50. Minute 1-10 Sven
Zwischendurch gab es irgenwann noch einen Penalty für die Hunters und so richtig konnte auch nach dem Spiel keiner nachvollziehen, warum die Schiedsrichter so entschieden hatte. Das war aber auch nicht relevant, denn es gelang dem Schützen nicht, die Scheibe an mir vorbei zu bringen und auch im weiteren Verlauf des Spiels hielt ich meinen Kasten sauber. Es gab noch ein paar Schüsse, aber wie ich fand war nichts wirklich spektakuläres dabei. Spektakel machten dann eher die Schiedsrichter, denen es gelang, in diesem fairen und harmlosen Spiel zwischen der 50. und 55. Minute noch 30 Strafminuten zu verteilen. Warum? Gute Frage... keiner weiß es genau, unfaire, körperliche Auseinandersetzungen gab es auf jeden Fall nicht.
 Auch für uns sollten aber keine weiteren Tore mehr fallen und so konnten wir einen verdienten 10-1-Kantersieg am Pferdeturm feiern.

Apropos feiern: Da entgegen der Tradition in der Landesliga seitens der Heimmannschaft kein Bier für die Gastmannschaft gestellt wurde, konnten wir nicht einmal auf diesen Sieg anstossen. Schade... aber wenigstens gab es vor Antritt der anstrengenden Heimreise noch ein anständiges Winner-Dinner in einem bekannten amerikanischen Spezialitäten-Restaurant. Wenigstens etwas, auch wenn wir auch dort kein Bier bestellten. 😉






















































































































Mittwoch, 23. Oktober 2019

20.10.2019 - Crocos - Oldtimer... auf in den Kampf!

Bevor es Anfang Oktober mit den HSV Frauen in die Saison geht, standen bei den Oltimern (aka HSV Herren 1c) schon die ersten Saisonspiele auf dem Plan. Zunächst mussen wir am Sonntag, 20.10.2019 auswärts bei den Crocodiles 1c in Farmsen antreten. 
Die Spiele der Oldtimer sehe ich in der Regel doch eher entspannt: Rechtzeitig da sein, einen Platz in der Kabine suchen, umziehen, leichtes Aufwärmen auf dem Eis, einen Platz auf der Bank finden, die Mannschaft unterstützen + anfeuern und dann nach Spielende schnell in die Kabine düsen um noch einen Platz unter der warmen Dusche und ein kaltes Bierchen zu bekommen. Ich bin fein damit, wirklich, es ist alles gut so, wie es ist. Ich freue mich, dass ich mittrainieren darf und weiß, dass Guido unumstritten die Nr. 1 im Tor der Mannschaft ist. Passt. 
Auch beim Spiel gegen die Crocos war es so, dass ich beim Aufwärmen ein paar Schüsse bekam und es mir dann mit Spielbeginn auf der Bank bequem machte. Ruppi war vor Ort und managte die Bandentür so dass ich mir ohne Streß das Spiel anschauen konnte. Doch das, was ich zu sehen bekam, gefiel mir nicht wirklich. Die Crocodiles, die ihr Team im Vorfeld dieser Saison komplett umgekrempelt und neu aufstellt hatten, erwischten einen deutlich besseren Start in die Partie und gingen durch zwei schnelle Tore in der 2. bzw. 3. Minute gleich mal in Führung. Uns schwante Böses, denn unser Spiel war langsam, behäbig und ungenau, immer wieder landeten unsere Pässe bei den Gegnern und ermöglichten ihnen weitere Torschüsse. Zum Glück war Guido jetzt besser im Spiel und verhinderte einen höheren Rückstand. In der 13. Minute konnte Sven dann mit einem fulminanten Schlagschuss zum 2-1 verkürzen und auch wenn es mit diesem Spielstand in die 1 . Pause ging, spiegelte dieses Ergebnis nicht den Spielverlauf wieder.
Im 2. Drittel kehrten wir dennoch motiviert auf das  Eis zurück und es war allen bewusst, dass eine deutliche Leistungssteigerung erforderlich war, wenn wir am Ende des Spiels etwas zählbares haben wollten. Doch auch wenn wir jetzt besser im Spiel waren und uns endlich Torchancen erspielen konnten, machten die Crocos die Tore. In der 35. Minute fiel das 3-1 und in der 37. Minute konnten sie das Ergebnis durch einen Penalty sogar auf 4-1 erhöhen. Uff, das hatten wir uns doch ganz anders vorgestellt. Aber immerhin konnte Jule in der 38. Minute noch auf 4-2 verkürzen ehe es in die 2. Pause ging. 
20 Minuten blieben uns noch und allen war klar, dass wir in der Defensive mehr arbeiten, allgemein mehr (und möglichst auch schneller!) laufen und aggressiver nach vorne arbeiten mussten - eigentlich ganz einfach... aber eben nur eigentlich! Tore fielen in den ersten Minuten des Drittels nicht - aber dafür fiel etwas anderes, nämlich ein Crocdiles-Spieler, der in der 45. Minute vor dem Tor von Guido zu Boden ging und ebendort zusammengekrümmt liegen blieb. Die Schiedsrichter berieten sich kurz, kamen zu dem Schuss, einen Stockschlag von Guido gesehen zu haben, belegten ihn mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe und schickten ihn damit direkt zum Duschen. Ich registrierte dies eigentlich eher so am Rand und schaltete erst, als Schiedsrichter Maxim auf mich zu lief und mich aufforderte, mich bereit zu machen. Äh... warte mal, ich war eiskalt und wollte eigentlich doch nur eine warme Dusche... Aber gut, es nützte ja nix. Mütze ab, Kopftuch auf, Helm drüber, Handschuhe an und ab auf's Eis. Aufgeregt war ich nicht, mir war nur kalt. Auf dem Weg zum Tor sagte Lars dann im Vorbeifahren zu mir: "Mach einfach das Spiel Deines Lebens" und ich fand, das klang nach einem wirklich guten Plan - ich hatte ja eh keine andere Wahl. 
Coach Martin nahm noch schnell eine Auszeit, ich dehnte mich ein wenig und dann ging das Spiel weiter - und zwar direkt mit einem 5-minütigen Unterzahlspiel. Ich persönlich mag es ja grundsätzlich, in einem Spiel direkt "was zu tun" zu bekommen - dann ist man im Spiel und kann einschätzen, ob es ein guter (oder vielleicht sogar ein sehr guter Tag 😉) wird. Und genau das war jetzt der Fall, denn die ersten Schüsse kamen direkt nach Wiederanpfiff und ich war schnell im Spiel. Mit etwas Glück konnte ich gleich den ersten Schuss abwehren und war selbst ein wenig überrascht, als ich dem Puck hinterschaute, den ich mit meiner Fanghand in letzter Sekunde dazu gebracht hatte, am Tor vorbei zu rutschen. Und so ging es weiter, denn es gelang uns tatsächlich, die 5-minütige Unterzahl ohne Gegentor zu überstehen und bei mir lief es tatsächlich ganz gut. Ich hielt, was zu halten war, liess wenig Scheiben nach vorne abprallen und vernagelt auch ein klitzekleines bisschen mein Tor. Und auch meine Mitspieler arbeiten für mich mit und liessen weniger Schüsse zu. Doch damit nicht genug. Denn kaum waren wir wieder komplett, konnte Jule mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend auf 4-3 verkürzen. Und während die Crocodiles natürlich auf den nächsten Treffer drängten, wollten wir weiter verkürzen um endgültig zurück ins Spiel zu kommen. In der 57. Minute rächte sich dann leider eine Unaufmerksamkeit als wir im Angriff die Scheibe verloren und dem Gegner so einen Alleingang ermöglichten, der eiskalt genutzt und verwandelt wurde. Neuer Spielstand war also 5-3 - hmpf! Aber so leicht gaben wir nicht auf, noch waren fast 4 Minuten zu spielen und das ist im Eishockey ja fast eine Ewigkeit, da kann noch viel passieren. Und siehe da: In der 58. Minute erzielte Sven das 5-4 und in der 60. Minute konnte Heiko dann tatsächlich den Ausgleich zum 5-5 erzielen. Bäääm - wer hätte das gedacht?!? Einen Punkt hatten wir sicher und über den Zusatzpunkt musste jetzt die Verlängerung entscheiden.
In der Verlängerung (max. 5 Minuten bei Sudden Death-Regelung) ging es jetzt mit 3 gg 3 Feldspielern weiter, was für die deutlich jüngeren Crocodiles eigentlich von Vorteil war. Nur 24 Sekunden nach Beginn der Verlängerung gab es dann noch eine 2-Minuten-Strafe gegen Kai, was bedeutete, dass es auf dem Eis mit 4 gg. 3 Feldspielern weiter ging. Und auch diese Unterzahl-Phase hätten wir fast überstanden, es stand noch eine einzige Sekunde Strafe auf der Uhr als die Scheibe hinter mir einschlug... Verdammt, der Schuss war doch gar nicht unhaltbar gewesen, ich hatte sogar freie Sicht. 😲Aber das 6-5 für die Crocos war dennoch gefallen und damit war das Spiel beendet und entschieden. Der Zusatzpunkt blieb bei den Crocodiles und wir mussten uns mit einem Punkt zufrieden geben. 
Okay, hätte uns nach 5 Spielminuten oder nach dem 1. Drittel jemand gesagt, dass wir einen Punkt mitnehmen, wären wir einverstanden gewesen - aber so war das jetzt doch ein wenig ärgerlich. 
Dennoch waren wir nicht gänzlich unzufrieden und genossen in der Kabine das Feierabendbierchen. 
Ich selbst war natürlich ebenfalls nicht unzufrieden - auch wenn ich vor Spielbeginn überhaupt nicht damit gerechnet hatte, an diesem Abend spielen zu müssen/zu dürfen. Und mit dem Wissen, dass ich wegen der Sperre von Guido im nächsten Spiel auch auf dem Eis stehen werde, genoss ich meinen "Catch of the day". 


Ein paar Fotos gibt es vom Spiel auch, Wolle Lange war vor Ort und hatte seine Kamera dabei. Danke dafür!




Donnerstag, 17. Oktober 2019

17.10.2019 - Die Saison wirft Ihre Schatten voraus und es wird höchste Zeit, mal wieder zu Schreiben...

Puh, hier ist wirklich (viel zu) lange nichts mehr passiert. Das bedeutet natürlich nicht, dass nichts passiert ist - ganz im Gegenteil, langweilig war mir nicht ansatzweise. Eher hat Zeitmangel gepaart mit etwas Unlust und vielleicht auch einem Hauch der berühmt-berüchtigten Schreibblockade an dieser Stelle für Funkstille gesorgt. Natürlich möchte ich da Abhilfe schaffen und Euch auch weiterhin fröhlich auf meinen Weg in den Wahsinn mitnehmen - ob mir das jetzt aber dauerhaft gelingt, wird die Zeit zeigen.

Aber so eine neue Saison ist ja eine gute Gelegenheit, nochmal zu starten bzw. frisch reinzukommen. Und da ich wieder für 2 Mannschaften gemeldet bin, habe ich quasi eine doppelte Chance. Und wenigstens eine davon möchte ich nutzen.

Fangen wir also erstmal den HSV Frauen an: 

Da erwartet uns sicher eine spannende Saison, denn es gab einige Veränderungen im Kader und so genau weiß ohne funktionierende Kristallkugel wohl niemand, wo wir leistungsmäßig stehen werden. Wir müssen Abgänge verkraften und Neueinsteiger integrieren und an den Spielbetrieb heranführen. Glücklicherweise sind mit Berit und Anja zwei "alte" Hasen aus dem Mutterschutz zurück gekommen, die uns sicher weiterhelfen werden. 

Auch die Ligen-Zusammensetzung ist interessant, denn unsere Liga wird ja vom Landeseissport-Verband Niedersachsen organisiert. Da aber Adendorf seine Frauenmannschaft leider u.a. aufgrund von Schwierigkeiten mit der Eishalle zurück gezogen hat, startet jetzt tatsächlich kein einziges Team aus Niedersachsen in der Liga, denn Bremerhaven und 3 Hamburger Mannschaften (neben uns treten noch Altona und Farmsen an) nehmen am Spielbetrieb teil. Da Altona aber genau wie wir seine Trainings- und Spielstätte in Hamburg-Stellingen hat, bedeutet das, dass wir von 12 Saisonspielen 8 Mal in Stellingen spielen und von den verbleibenden Auswärtsspielen immerhin trotzdem noch 2 in Hamburg stattfinden werden. Irgendwie schräg und zum Glück auch sehr zeitsparend - vor allem wenn man sich überlegt, wie oft wir schon nach Weisswasser, Crimmitschau oder Erfurt fahren mussten. Nennen wir es also einfach ausgleichende Gerechtigkeit und freuen uns auf eine Saison voller Stadtderbys. 😉

Spielplan HSV Frauen Saison 2019/20:

Samstag, 02.11.19 / 12.45 / Altona – HSV (Spiel in Stellingen)
Samstag, 23.11.19 / 20.30 / Bremerhaven – HSV
Freitag, 06.12.19 / 19.30 / HSV – Farmsen
(Spiel in Stellingen) 
  Samstag, 21.12.19 / 12.45 / HSV – Altona (Spiel in Stellingen) 
  Sonntag, 22.12.19 / 12.45 / HSV – B'haven (Spiel in Stellingen) 
  Freitag, 24.01.20 / 20.00 / Farmsen – HSV (Spiel in Farmsen)
Sonntag, 09.02.20 / 19.30 / Farmsen – HSV (Spiel in Farmsen)
Sonntag, 16.02.20 / 12.45 / HSV – B'haven
(Spiel in Stellingen) 
  Samstag, 07.03.20 / 12.45 / Altona – HSV (Spiel in Stellingen)
Samstag, 14.03.20 / 18.00 / HSV – Altona
(Spiel in Stellingen) 
  Samstag, 21.03.20 / 20.30 / HSV – Farmsen (Spiel in HH-Stellingen)
Samstag, 28.03.20 / 20.30 / Bremerhaven – HSV 


Kurios geht es aber auch bei den Herren weiter, denn auch bei der 1c-Mannschaft, den HSV Oldtimers, werde ich weiterhin als 2. Torwart auf der Bank zu finden sein.  
Und auch hier wird der Großteil der Spiele in Hamburg statt, denn neben dem HSV sind in der "Landesliga Oldtimer" folgende Teams gemeldet: 
Adendorf 1c, Pferdeturm Hunters 1c (Hannover), Molot (Hamburg), Sailors (Hamburg), Farmsen (Hamburg) und eben der HSV 1c. 
Auch hier tragen dann neben unseren Heimspielen noch Molot und die Sailors ihre Heimspiele in Stellingen aus, so dass wir nur noch nach Adendorf, Hannover und Farmsen fahren müssen - auch hier also eine Saison der kurzen Wege. 

Spielplan HSV Oldtimers Saison 2019/20
Sonntag, 20.10.19 / 19.30 / Farmsen - HSV / Altona – HSV
Samstag, 26.10.19 / 20.30 / Pferdeturm - HSV
Samstag, 16.11.19 / 20.30 / Molot – HSV (Spiel in Stellingen) 
Samstag, 11.01.20 / 20.30 / HSV - Molot (Spiel in Stellingen)
 Samstag, 25.01.20 / 18.00 / HSV - Farmsen (Spiel in Stellingen)
   Sonntag, 25.01.20 / 18.30 / Sailors - HSV (Spiel in Stellingen)
Samstag, 29.02.20 / 20.30 / HSV - Pferdeturm  (Spiel in Stellingen)
Samstag, 07.03.20 / 20.30 / HSV - Sailors (Spiel in Stellingen)
Samstag, 22.03.20 / HSV - Adendorf (Spiel in Stellingen)
noch final nicht terminiert:  Adendorf - HSV 

Schauen wir doch mal, was in der Saison für die beiden Mannschaften so geht.