Die 11-köpfige Reisegruppe fand sich schnell und auch die Suche nach einem (erstaunlich preisgünstigen) Ferienhaus war schnell erfolgreich. Da es in und um Herning herum kaum bezahlbare Unterkünfte in erforderlicher Größe gab, hat es uns in die Nähe von Ringkøbing verschlagen. Die Ticketbestellung erledigte Meike unter vollstem Einsatz mit Bravour, so dass Tickets für die Hauptrunde, die Halbfinals und die Finals in unseren Besitz gelangten.
Bei einem gemeinsamen Treffen wurden dann im Vorfeld noch die Einkaufsliste und der "Rahmen-Speiseplan" definiert und dann hieß es: Warten und auch ein bisschen hoffen, dass die DHB-Männer sich doch bitte gefälligst auch für die Hauptrunde qualifizieren.
Das erste Vorrundenspiel gegen die Nachbar aus Österreich gewann das Team ja noch halbwegs souverän, im zweiten Spiel gegen Serbien hatte man trotz zwischenzeitlicher Führung das Nachsehen und geriet so vor dem letzten Spiel gegen Spanien schon unter Druck. Zum Glück gewann Österreich gegen Serbien und ermöglichte es dem DBH-Team so, mit einem Sieg gegen Spanien das Ticket für die Hauptrunde zu buchen und es uns damit gleich zu tun.
Ohne zu Übertreiben: Und ist mindestens ein Mittelgebirge vom Herzen gefallen, denn die Vorstellung, eine Hauptrunde in Dänemark mit 4 Spieltagen á 3 Spielen OHNE jegliche deutsche Beteiligung zu sehen, fanden wir eher semi-gut. Glücklichwerweise blieb uns diese Erfahrung aber ja nun erspart. 😉
Am Mittwoch, 21.01. war Tag der Anreise und die einzelnen Reisegruppen machten sich auf die knapp 350 km lange Strecke zu unserem Domizil nach Stauning. Wir starteten gegen halb eins und hatten beste Reisebedinungen. Die Autobahn war frei und auch in Dänemark erwarteten uns freie, trockene Straßen. Mir fiel tatsächlich auch erst gg. 15.40 auf, dass ich noch immer meine Sonnenbrille trug. 😎 Es war ein sehr entspanntes Fahren aber die Strecke zog sich. Als ich dies zum wiederholten Male im Auto äußerte, erwiderte Jens "Ja, ich weiß, aber genau JETZT bist Du an Einfahrt zu unserem Ferienhaus vorbei gefahren. Du hättest hier rechts abbiegen müssen."
Also Kehrwende und ab in den Feldweg... nach etwa 200m tauchte dann das Anwesen auf, das im weiteren Verlauf dieser Reise noch diverse mehr oder weniger liebevolle Spitznamen erhalten wird.
Der Großteil der Reisegruppe war bereits eingetroffen und so fanden unsere Taschen und Kisten mit Hilfe schnell den Weg ins Innere des "interessanten" Hauses, das den Charme einer in den 70'er Jahren verlassenen und anschließend vergessenen Jugendherberge ausstrahlte. Wir versuchten es positiv zu sehen, denn a) ist das Haus günstig und b) wird es sicher noch reichlich Stoff für Wortspiele und Running Gags liefern.
Den einen oder anderen Absacker später gingen wir auf die Zimmer und versuchten in den Schlaf zu kommen. Gar nicht so einfach in den Hängemattenbetten, in denen ich als Seitenschläfer immer wieder in die Mitte und damit auf den Rücken rollte.
Wie die nächsten Tage laufen? Keine Ahnung, ich bin gespannt und voller Vorfreude. Ich werde berichten.


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