Mittwoch, 28. Januar 2026

27.01.2026 - Hej Herning! Hej Handball EM 2026 - Auf einen Schluck in die Stauning Whisky Distillery

 Nach dem aufregenden Spiel gegen die Dänen und vor dem (ganz sicher) aufregenden Spiel gegen die Franzosen hatten wir wieder einen handballfreien Tag, an dem wir natürlich unsere Stimmbänder schonen mussten. 

Wir hatten vor einigen Tagen eine Besichtigung inkl. Tasting in der nahegelegenen Stauning Whiskey-Distillerie gebucht und heute stand ebendieser Termin auf dem Programm. 

Da wir ja verantwortungsbewusste Menschen sind, liessen wir uns von den "nicht-mittastenden" Svenson und Jensemann zur Distille fahren und gaben ihnen auch gleich ein genaues Zeitfenster für die Abholung mit. Damit konnte es dann für uns auch schon losgehen, wir waren bereit. 

 
Zur Begrüßung wurde direkt mal ein Whisky zum Probieren eingeschenkt, eher wir sehr humorvoll und kurzweilig in die interessante Entstehungsgeschichte der Destillerie eingeweiht wurden. Vielleicht war auch eine winzige Prise Seemannsgarn dabei, aber unterhaltsam waren die Anekdoten, die wir im Laufe der nächsten 2 Stunden hören sollten, auf jeden Fall.
So, wie uns berichtet wurde, wurde der Grundstein unter anderem von mehreren Ingenieuren, einem Lehrer, einem Koch und einem Metzger gegründet, die mal im Urlaub beim Whisky trinken beschlossen hatten, dass man "das Zeug" ja eigentlich auch selbst herstellen könnte.
Gesagt, getan und das war der Beginn einer Erfolgsgeschichte, die nach der Fertigstellung des ersten Whiskys schnell zu einer ganzen Reihe von Auszeichungen führten. Seit 2015 ist mit Diageo ein großer, weltweit agierender Spirituosen-Konzern an der Firma beteiligt, hält aber lediglich 49% der Anteile, so dass die Gründer noch immer die Mehrheit des Unternehmens besitzen und die Ausrichtung der Marke beeinflussen können.  
Leider kann ich hier nicht alles dieser wirklich spannenden Geschichte wiedergegeben, aber wer Interesse an der ganzen Story und weiteren Hintergründen hat, findet hier: >> die Geschichte von Stauning Whisky 
Lesenwert, auch, wenn der unterhaltsame Stil des Mitarbeiters und sein charmanter dänischer Akzent dabei aber leider aussen vor bleiben 
 
Nach Begrüßunhg und Einleitung ging es dann auf den Rundgang, zu dem uns folgendes mit auf den Weg gegeben wurde
"Wenn Sie etwas sehen, das sie fotografieren möchten, dann fotografieren Sie es. Das einzige, was Sie nicht fotografieren dürfen, bin ich mit geschlossenen Augen." 
Eine absolut klare Ansage, der wir natürlich brav folgten - ein Teil meiner Bilder folgt ganz am Ende. Beendet wurde diese Einweisung dann mit 
"Und wenn Sie Fragen haben, Fragen Sie bitte - und bitte fragen Sie möglichst viel. Ab 18 Uhr bekomme ich einen großen Bonus vom Chef" 
😁

Dann ging es durch die einzelnen Hallen, wo uns ausführlich die verschiedenen Produktsschritte und die dazu gehörenden Maschinen erklärt wurden. Zum Schluss kamen wir in eine Lagerhalle, in der die befüllten Fässer zur Reifung standen bzw. auf das Umfüllen oder den Verschnitt warteten. Und es waren viele, nein, es waren sehr viele Fässer. Nachdem wir darüber schon erstaunt waren,  folgte die Info, dass der Wert der eingelagerten Ware bei rund 135 Millionen Euro liegt - pro Lagerhalle. Die Destillerie verfügt über 4½ Lagerhallen. 😳

Am Ende der Besichtigung kamen wir wieder im Verkaufsraum an, wo wir noch "ein bisschen" probieren durften. Die Auswahl fiel schwer und ich traute mich, vor der dritten Probe zu fragen, ob ich statt Whisky den Stauning Gin probieren dürfte. Ja, ich durfte. Lecker, fruchtig, frisch. Nach einigem Überlegen kaufte ich tatsächlich eine Flasche Gin für die Hausbar. Beim Bezahlen entschuldigte ich mich, dass ich mich eben für den Gin und nicht für Whisky entschieden hätte. Wir wären halt eher die Gin- und nicht so sehr die Whisky-Trinker. Trockene Antwort: "Niemand ist vollkommen" ... gut gekontert. 😅 

Unser Retour-Shuttle kam pünktlich und ich kann nochmal bestätigen, dass es eine gute Idee war, nicht selbst zu fahren, denn die von uns probierten Spirituosen machten sich doch schon etwas bemerkbar.
 
Der Rest des Tages verlief dann unspektakulär. Wir gucken die EM-Spiele in der Parallel-Hauptrundengruppe, aßen gemeinsam zu Abend und hatten einfach eine gute, entspannte Zeit zusammen. 

 Wie die nächsten Tage laufen? Keine Ahnung, ich bin gespannt und voller Vorfreude. Ich werde berichten.  

Hier aber noch die versprochenen Bilder aus der Distillery: 

 

 
 
   
 

 

 
 

 
  
 
  
   

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